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Reise Blog
Blogger: Andreas Hollinek

Reisen regen an. Mit offenen Augen und offenem Geist befahren und begangen, bringen sie uns anderen Menschen und Kulturen näher. Im Übermaß betrieben, schadet jedoch der Tourismus unserem Planeten. Und so wären nach die Touristiker:innen in aller Welt gut beraten gewesen, nicht mehr zum normalen Touristik-Wahnsinn zurückzukehren, sondern mit Bedacht ihre Angebote neu aufzubauen. Leider wurde diese Chance verpasst. Um wenigsten einen kleinen Beitrag zum umweltkonformen Reisen beizutragen, möchte ich hier in meinem Blog nur Reisedestinationen vorstellen, die von Mitteleuropa aus gut mit der Bahn erreichbar sind.

Bahnfahren Reise-Blog
Foto © Andreas Hollinek

29.01.2024. Das REDUCE Hotel Vital****S Bad Tatzmannsdorf (Website: ) hat sich mit seinem qualitätsvollen und einzigartigen Angebot für ein gesundes Lebensgefühl zu einem Ort zum Krafttanken und Regenerieren etabliert. Mit der Auszeichnung des Leading Spa Awards und des Holiday Check Awards hat das Team und die Geschäftsführung gerade im 20. Jubiläumsjahr doppelten Grund zum Feiern.

Der Leading Spa Award gehört zu den bedeutendsten Spa-Auszeichnungen und ist das international anerkannte Zeichen für Wellness der Spitzenklasse. Ausgezeichnet werden Hotels ab der Kategorie 4Sterne Superior und man nimmt dafür das komplette Konzept, die Kulinarik, Service-, Anwendungsqualität und die Hotelinfrastruktur unter die Lupe. Am 24. Jänner wurde der Award persönlich an die Geschäftsführung des REDUCE Hotel Vital****S überreicht.

Leading Spa Award an das REDUCE Hotel Vital****S in Bad Tatzmannsdorf
Foto © REDUCE / Pendl [Werbung/PR]

Durch die Auszeichnung mit dem „HolidayCheck Award 2024“, verliehen von der Reiseplattform HolidayCheck, rangiert das REDUCE Hotel Vital****S wieder unter den beliebtesten Hotels weltweit. Die begehrte Trophäe wird basierend auf mehr als 752.000 Bewertungen aus dem vergangenen Jahr an die beliebtesten Hotels weltweit vergeben. Die Vergabe entscheiden also auch hier einzig und allein die Urlauber:innen, die ihre Erlebnisse und Eindrücke teilen. Die Weiterempfehlungsrate von mindestens 90% auf HolidayCheck war dabei die Voraussetzung für die Nominierung und die letztendliche Verleihung dieses begehrten Awards.

"Die Auszeichnung mit den beiden Awards zeigt uns, dass die einzigartige Verbindung von Gesundheit und Wellness, sowie unsere Leidenschaft für erstklassigen Service von unseren Gästen sehr geschätzt werden. Dies ist für uns die größte Anerkennung und motiviert uns, unseren Qualitätsanspruch kontinuierlich weiterzuentwickeln", freut sich Geschäftsführer Mag. Andreas Leitner.

Das REDUCE Gesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf – ist ein Ort, dessen Herz im Takt der Erholung schlägt. Im Reduce Hotel Vital****S geht es um das Wertvollste in unserem Leben. Um Gesundheit und Wohlbefinden. In diesem Bewusstsein wurde ein einzigartiges Wohlfühlkonzept geschaffen. Und man knüpft damit an die Beson­derheiten und einzigartigen Heilschätzen aus der Natur an. Regenerierender Thermen- und Saunagenuss im hoteleigenem „Reich der Sinne“ und darüber hinaus begeistert ein Team an Gesundheitsexperten die Gäste für ein vitales Lebensgefühl. Mit Spaß an der Bewegung bei Yoga, Pilates oder Walking auf unendlich scheinenden Naturwegen. Dazu gehört auch ein innovatives Kulinarik Konzept, das die Erwartungen an die vegane Küche mit kreativen Gerichten geschmackvoll erfüllt.

14.01.2024. Die Österreichischen Bundesbahnen (Website: ) verzeichneten 2023 ein Rekordjahr an Fahrgästen. Das macht sich auch in der Anzahl an verlorenen Gegenständen bemerkbar. War der Anstieg von 2021 (19.000 Fundgegenstände) auf 2022 (27.000 Fundgegenstände) mit 42 Prozent schon beachtlich, stieg dieser im Jahr 2023 nochmals um 15 Prozent auf 31.700 Gegenstände, die von Zugreisenden verlorengegangen sind. Auch kuriose Gegenstände wie eine Körperprothese waren darunter.

Die insgesamt sieben ÖBB Lost & Found-Büros sind für viele Fahrgäste oft die Retter in der Not. Insbesondere dann, wenn wichtige Gegenstände wie Handy, Schlüssel, oder Bankomatkarten doch wieder auftauchen, ist die Erleichterung groß. Den Anstoß müssen aber ehrliche Finder:innen geben, die die Gegenstände bei ÖBB-Mitarbeiter:innen oder direkt in den Lost & Found-Stellen abgeben. Glücklicherweise dürften sehr viele ehrliche Menschen in den ÖBB-Zügen unterwegs sein.

Im Jahr 2023 wurden knapp 11.000 Koffer, Rucksäcke und Taschen abgegeben. Damit sind diese Gegenstände wie auch im letzten Jahr unangefochten an der Spitze (2022: 8.900, 2021: 5.200). Auf dem zweiten Platz mit deutlichem Abstand rangieren Elektronik, Kameras und Handys mit knapp 6.000 Gegenständen. Auch hier gibt es zum Vorjahr spürbar mehr Fälle (2022: 4.900, 2021: 3.600). Auf dem letzten Stockerlplatz haben es ebenso wieder die Brieftaschen, Gelder und Wertpapiere mit 3.700 Gegenständen geschafft (2022: 3.400, 2021: 2.800). Somit haben die Top 3 aus dem Vorjahr ihre Positionen erfolgreich verteidigen können.

Alles in allem wurden 2023 knapp 31.700 Gegenstände bei den Lost & Found Standorten abgegeben – das sind 95 Stück pro Tag (2022: 70 Stück pro Tag). Jene Gegenstände, die nicht auf einer der Lost & Found-Stellen abgeholt werden, wurden, wie gesetzlich vorgeschrieben, den öffentlichen Stellen übergeben.

2023 wurden nicht nur 45 Gehhilfen (Krücken, Rollatoren, Stöcke etc.) gefunden, sondern zudem 7 Hörgerate, 3 Zahnspangen, 4 Gebisse bzw. Zahnprothesen und sogar eine Körperprothese in unseren Zügen zurückgelassen. Zusätzlich dazu blieben 21 Kinderwägen, 32 Citybikes, 38 Mountainbikes, 131 Scooter und sogar 2 Drohnen in den Zügen zurück. 555-mal haben Sportler:innen nach ihrer Ausrüstung gesucht, denn auch sie haben ihre Gegenstände vergessen. So tauchten 51 Skateboards, 25 Snowboards/Skis, 16 Paar Ski- und Snowboardschuhe, 6 Paar Eislaufschuhe und 3 Paar Inline-Skates bei den ÖBB Fundbüros auf. Auch Musiker:innen fahren bekanntermaßen seit jeher mit den ÖBB. In Summe wurden 106 Instrumente gefunden – um 25 mehr als 2022. Am häufigsten gingen Gitarren (54) verloren. Aber auch 29 Blasinstrumente (z.B. Trompeten), 16 Streichinstrumente (z.B. Geigen) und ein Tasteninstrumente (z.B. Keyboard) wurden vergessen. 2023 haben besonders viele Autofahrer:innen die ÖBB als Mobilitätsalternative gewählt: Neben 5 KFZ-Kennzeichen wurden 20 Fahrzeugdokumente und 109 Führerscheine im Zug zurückgelassen.

Wenn Reisende am Bahnhof oder im Zug einen Gegenstand verlieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Verlust zu melden: Über ein Online-Tool können die Eigentümer:innen die ÖBB rund um die Uhr über ihren verlorenen Gegenstand informieren. Zusätzlich helfen die Mitarbeiter:innen vom ÖBB Lost & Found Service- Center während der Öffnungszeiten telefonisch weiter. Die Telefonhotline lautet: +43 5 1778 97 22 222. Außerdem ist das Lost & Found-Personal in sieben Fundbüros in Wien, Linz, Salzburg, Villach, Bruck/Mur, Innsbruck und Bregenz, jeweils an Werktagen von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 07:30 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:30 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 13:30 Uhr für die Kund:innen da. [Quelle: Pressemeldung der ÖBB]

05.09.2023. Im neuen Jahren werden nun erstmals die neuen im Einsatz sein. Die ersten Nachtzugsgarnituren werden auf den Verbindungen von Hamburg nach Wien und von Hamburg nach Innsbruck zum Einsatz kommen. Diese überaus komfortabel konstruierten Züge werden einen mit bis zu 230 km/h über Nacht ans Ziel bringen. Zu den Neuerungen zählen die sogenannten "Mini Cabins" (Einzelkabinen) im Liegewagen und der niveaugleichen Einstieg für mobilitätseingeschränkte Personen. Im Laufe des Jahres 2024 folgen dann weitere Verbindungen innerhalb von Österreich, nach Deutschland und nach Italien.

26.06.2023. Mit dem ab Wien um 06:18 nach gefahren. Fahrpreis für Klimaticket-Fahrgäste: 48,- Euro. Um 14:14 pünktlich in Vendig Santa Lucia angekommen. Ins Hotel eingecheckt und gleich den ersten Stadtrundgang unternommen. Herrliches Wetter, die Stadt ist ein Traum.

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Foto © Andreas Hollinek

29.05.2023. Genuss wird in der Ferienregion Klausen (Eisacktal, , Italien; Website: ) ganz groß geschrieben. Was mit dem Genussfrühling beginnt gipfelt am 27. Mai in der Sabiona 23 – dem Eisacktaler Weißweinfestival in Klausen. Als Drehscheibe ist Klausen gut erreichbar, sowohl übers Wochenende als auch für erholsame Urlaubstage in den Bergen. In den sonnenverwöhnten Weinbergen, mit Blick auf die Dolomiten entsteht die "Poesie in Flaschen" – der unvergleichliche gute Geschmack der vielfältigen Südtiroler Weine. Die guten Tropfen lassen sich mit Ausblick besonders gut genießen, daher locken die zahlreichen Almen mit Genussmomenten. Nach dem Aufstieg gibt es die kulinarische Belohnung zwischen alpiner und mediterraner Kulinarik. Die eigene Mitte entdecken kann man beim Yoga genauso wie beim genüsslichen Wandern – zum Beispiel zur Mitte Südtirols, genauer bei der Wanderung zur Königslacken auf der Villanderer Alm, die den geografischen Mittelpunkt Südtirols markiert.

05.04.2023. Der neue "Falstaff SPA Guide 2023" ist erschienen. Sehr gut abgeschnitten haben wieder die Südtiroler Wellness-Locations. Die Top 10 in Südtirol bekamen alle zwischen 98 und 100 Falstaff-Punkte:

  • Quellenhof See Lodge, St. Martin bei Meran (100 Falstaff-Punkte)
  • Hotel Chalet Mirabell, Hafling (100 Falstaff-Punkte)
  • Forestis, Brixen (100 Falstaff-Punkte)
  • Adler Lodge Ritten, Oberbozen (100 Falstaff-Punkte)
  • San Luis retreat hotel & lodges, Hafling (99 Falstaff-Punkte)
  • Falkensteiner Hotel Kronplatz, Reischach / Bruneck (98 Falstaff-Punkte)
  • Alpin Panorama Hotel Hubertus, Olang (98 Falstaff-Punkte)
  • Preidlhof Luxury DolceVita Resort, Naturns (98 Falstaff-Punkte)
  • Hotel Winkler Sport & Spa Resort, St. Lorenzen (98 Falstaff-Punkte)
  • Andreus Resorts – golf & spa, St. Leonhard in Passeier (98 Falstaff-Punkte)

Interessant auch die Falstaff-SPA-Wertung "Hidden Champions". Dort wurden folgende 5 Sieger gelistet:

  • Sensoria Dolomites, Seis am Schlern
  • Santre dolomythic home, Brixen
  • Amonti & Lunaris Wellnessresort, Steinhaus im Ahrntal
  • Lum d'Or Spa Chalet, Wolkenstein in Gröden
  • Schwarzenstein – Alpine Luxury Spa Resort, Luttach

10.11.2022. Der Katschberger Adventweg ist etwas Besonderes: Auf 1750 Meter Seehöhe lädt er zu einem stimmungsvollen Winterspaziergang durch verschneite Landschaft. Entlang des romantisch beleuchteten Winterwanderweges warten urige Heustadl, die zu neuem Leben erweckt wurden. An Weihnachten wie früher – ganz ohne Kitsch und Kommerz – erinnern eine lebende Krippe mit Schafen und Ponys, eine Souvenir- und Handwerkshütte, eine traditionelle Weihnachtskrippe, musikalische Darbietungen und Teeöfen, an denen man auf nachhaltige Weise seine im Eintrittspreis inkludierte Teetasse auffüllen kann. Zum Ausgangspunkt des Adventweges geht es zu Fuß über den sogenannten Wichtelweg (2,5 km) oder romantisch mit der Pferdekutsche. Wer den Adventweg gemütlich geht, braucht rund 45 Minuten. Jeweils Mittwoch und Freitag bis Sonntag ab 25. November sowie am 8. Dezember 2022.

02.08.2022. Die Urlaubsaison ist in vollem Gange und nach über zwei Jahren Pandemie ist die Reiselust der Österreicher:innen so groß wie nie. Welches Verkehrsmittel bevorzugt man hierzulade für die Urlaubsreise? Steigen die Österreicher:innen noch ins Flugzeug oder haben sie schon Flugscham? Und wer kann sich vorstellen, zukünftig nur noch terran, also ohne Flugzeug, zu urlauben? Diesen und weiteren Fragen ist das Online Research-Institut Marketagent in seiner aktuellen Reisestudie nachgegangen. Befragt wurden 1000 Personen.

Herr und Frau Österreicher verreisen im Mittel 14 Tage, also zwei Wochen im Jahr. Urlaub im eigenen Land bzw. in direkten Nachbarländern bestreitet man hierzulande am liebsten mit dem Auto (78%), immerhin jede:r Dritte nutzt die Bahn (33%), ein Fünftel fliegt (19%). Auch innerhalb Europas bevorzugen die Österreicher:innen mehrheitlich die Anreise mit dem KFZ (57%). 2 von 5 steigen für Europa-Reisen in ein Flugzeug (41%), 27% in den Zug. Bei Fernreisen führt dann natürlich fast kein Weg mehr am Flughafen vorbei. Mehr als drei Viertel nutzen für Fernreisen das Flugzeug (76%). Immerhin noch jeweils 6% bestreiten eine Fernreise auch mit Auto bzw. Wohnwagen oder Bahn. Im Mittel leistet man sich hierzulande laut der vorliegenden Umfrage übrigens einmal pro Jahr eine Flugreise.

Sieht man sich die Kriterien an, die für die Befragten bei der Wahl eines Transportmittels am ausschlaggebendsten sind, überrascht es nicht, dass Herr und Frau Österreicher am liebsten mit dem Auto in den Urlaub fahren. Schließlich erfüllt das KFZ 3 der 4 wichtigsten Kriterien: gutes Preis-Leistungsverhältnis (64%), Komfort bei der Reise (52%) und wenig bis kein Umsteigen nötig (51%).

Ob bewusst oder unbewusst – die Nutzungsdaten der vorliegenden Umfrage deuten darauf hin, dass die Österreicher:innen bereits sehr terran unterwegs sind. "Terran" ist eine Wortneukreation, die eine Form des Reisens beschreibt, bei der aus ökologischen Gründen bewusst auf das Flugzeug verzichtet wird. "Worte schaffen Realität und Bewusstsein. Dass Fliegen schlecht für die Umwelt ist, ist mittlerweile in der Breite der Bevölkerung angekommen. Durch den neuen Begriff 'terran' wird die Wahrnehmung für klimafreundlicheres Reiseverhalten gestärkt und diesem auch ein positives Image verliehen", erläutert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent. Der konkrete Begriff "terran" ist zwar in der österreichischen Bevölkerung noch nicht sehr verbreitet – lediglich jeder Fünfte gibt an, schon davon gehört zu haben. Nichtsdestotrotz stößt dieses Konzept auf Interesse. Mehr als jede:r Zweite findet es gut, bei Reisen bewusst auf Flugzeuge zu verzichten und stattdessen klimafreundlichere Alternativen zu nutzen.

terranes Reisen
Foto © Andreas Hollinek

Den Umstieg würden die Befragten dabei – wenig überraschend – am ehesten auf das Auto schaffen. Das KFZ ist mit 73% Zustimmung für die Befragten ganz klar die attraktivste Alternative zum Flugzeug. Die klimafreundliche Bahn ist immerhin für fast 60% ein denkbarer Gegenvorschlag. "Um den Umstieg zu schaffen, sehen die Österreicherinnen und Österreicher nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Anbieter in der Pflicht. Drei Viertel gehen davon aus, dass die Menschen nicht freiwillig auf andere Verkehrsmittel umsteigen, solange es günstige Flüge gibt. Im Umkehrschluss wünscht man sich günstigere Tickets für die Bahn, damit mehr Menschen auf Schienenverkehr umsteigen", so Thomas Schwabl. In diesem Sinne würden 55% der Befragten auch eine Besteuerung von Kerosin befürworten.

  • Neben dem positiv besetzten Begriff "terran" gibt es seit ein paar Jahren auch den Neologismus der "Flugscham" – also das schlechte Gewissen, wenn man mit dem Flugzeug reist. Das ist den heimischen Befragten ebenfalls nicht ganz fremd: 54% haben zumindest teilweise Gewissensbisse, wenn sie fliegen.

Und wie sehen die Österreicher:innen die Zukunft des Reisens? 6 von 10 können sich vorstellen, zukünftig nur noch "flexi-terran" zu verreisen – Flugreisen also auf ein Minimum zu reduzieren. Der vollständige Verzicht auf das Flugzeug, also ein rein terranes Reiseverhalten, ist hingegen nur für 40% vorstellbar. Die wichtigsten Hinderungsgründe sind, dass manche Destinationen ohne Flugzeug schwer oder gar nicht zu erreichen wären (52%) und Reisen ohne Flugzeug gegebenenfalls zu lange dauern würde (46%).

30.03.2022. Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen. "Mit Einschränkungen vor Ort ist aber wohl auch im Sommer 2022 noch zu rechnen. Darüber hinaus erwartet die Reisebranche allgemein höhere Preise aufgrund steigender Energiekosten", so ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Damit dem Traumurlaub nichts im Weg steht, hat der Mobilitätsclub schon jetzt Tipps für eine optimale Vorbereitung.

Worauf sich Reisende wohl einstellen müssen: Der Sommerurlaub 2022 wird aufgrund steigender Sprit- und Kerosinpreise teurer. Auch bei Unterkünften kann es durch höhere Betriebskosten zu steigenden Preisen kommen. "Früher gebuchte Pauschalreisen mit Fixpreis bieten finanzielle Sicherheit. Bei Reisepaketen, die Flug und Unterkunft beinhalten, sind Preiserhöhungen zwar möglich, allerdings nur bis spätestens 20 Tage vor Reisebeginn. Auch muss dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen sein und die Preisänderung muss sich nachvollziehbar auf bestimmte Kosten wie Treibstoffe oder Wechselkurse beziehen”, erklärt Pronebner. Außerdem sind Reisende klar verständlich und schriftlich über die Teuerung zu informieren. Wird die Reise um mehr als acht Prozent teurer, hat man das Recht, kostenlos von der Reise zurücktreten und alle bereits geleisteten Zahlungen retourniert zu erhalten. Achtung: Äußert man sich nicht innerhalb der vom Veranstalter gesetzten Frist, gilt die Preiserhöhung als angenommen.

Auch Flugunternehmen können grundsätzlich den Preis des individuell gekauften Tickets nicht einfach und ohne Zustimmung des Fluggastes nachträglich erhöhen. Das ist nur möglich, wenn sich die Airline eine Preiserhöhung vertraglich vorbehalten hat.

Bei der Buchung eine Pauschalreise oder eine Unterkunft, sollte jedenfalls genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters geachtet werden: Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig ist vor allem, unter welchen Umständen und bis wann eine Buchung kostenlos stornierbar ist.

Je näher die Reise rückt, desto höher sind grundsätzlich die Stornokosten. Ein kostenfreies Stornieren der Reise ist nur durch neue, außergewöhnliche Umstände, wie z. B. Naturkatastrophen am Urlaubsort, möglich – die Corona-Pandemie zählt dabei nicht mehr als neuer Umstand. "Wenn zum Zeitpunkt der Reisebuchung ein bestimmter Umstand schon bekannt war, dann ist ein kostenfreies Stornieren durch Kund:innen nicht mehr möglich. Daher kann es sinnvoll sein, bei der Buchung die Stornobedingungen genau zu hinterfragen und gegebenenfalls schriftlich vom Veranstalter bestätigen zu lassen.", rät die ÖAMTC-Juristin.

Komplizierter ist die Situation für Individualreisende: Bei einer Stornierung müssen mit jedem einzelnen Leistungserbringer, von der Unterkunft bis zum Mietwagenunternehmen vor Ort, die jeweiligen Stornobedingungen geklärt werden. Grundsätzlich gilt: Können die Anbieter ihre Leistung erbringen, besteht kein Anspruch auf einen kostenfreien Rücktritt.

Eine rechtzeitig abgeschlossene Reiserücktritts- oder Stornoversicherung übernimmt die Kosten für eine nicht angetretene Reise nur dann, wenn ein versicherter Grund vorliegt, wie eine unerwartete Erkrankung. Viele Reiseversicherer decken die Kosten eines Reiseabbruchs oder einer Stornierung derzeit, wenn eine:r der Reisenden an Covid-19 erkrankt, eine im selben Haushalt lebende Person erkrankt und die Anwesenheit des/der Reisenden nötig ist oder wenn eine Quarantäne verordnet wird. Will man aber die Reise aufgrund steigender Fallzahlen, aus Angst vor Erkrankung oder wegen strenger Maßnahmen vor Ort nicht mehr antreten, hilft eine Versicherung nicht und man muss die Stornokosten selbst tragen.

Das A und O einer gelungenen Reise ist die Information im Vorfeld: Die Coronamaßnahmen vor Ort können sich nicht nur schnell ändern, sondern sich auch innerhalb eines Landes unterscheiden. Um beim Restaurant- oder Museumsbesuch keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man sich vor Reiseantritt gezielt über die jeweiligen Maßnahmen vor Ort informieren. "Außerdem empfiehlt es sich, rechtzeitig die konkreten Regeln für die Einreise und die Maßnahmen vor Ort zu überprüfen sowie darauf zu achten, dass das 3-G-Zertifikat dann noch gültig ist", rät ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner abschließend.

  • Alles zu Ein- und Rückreisebestimmungen für Österreich und alle Länder Europas findet sich tagesaktuell recherchiert beim ÖAMTC Urlaubsservice:

11.03.2022. In Österreich beherrscht das Virus immer noch den Alltag – aber die Hoffnung auf eine sorgenarme Reisezeit lebt. Wer seiner Reiselust umweltfreundlich fröhnen will, kann dies nun mit neuen Bahnverbindungen: Die ÖBB fahren in Kooperation mit der SNCF und DB ab 13. Dezember 2021 dreimal wöchentlich mit dem Nightjet von Wien nach Paris. Jeweils am Montag, Donnerstag und Samstag geht es direkt vom Wiener Hauptbahnhof über St. Pölten, Linz, Salzburg und München nach und Paris Gare de l‘Est. Abfahrt in Wien ist um 19:40 Uhr, Ankunft in Paris am nächsten Tag um 9:42 Uhr. Jeweils am Dienstag, Freitag und Sonntag wird die Verbindung von Paris nach Wien angeboten. Der Direktzug nach Paris lässt die Geschichte des Orient-Expresses, der bis 2007 auf dieser Verbindung unterwegs war, wiederaufleben. So kommen Reisende künftig wieder klimafreundlich und sicher über Nacht in die französische Metropole. Diese Verbindung ist – gemeinsam mit der ebenfalls im Dezember startenden Nightjet-Verbindung Zürich-Amsterdam – die erste neue Nachtzug-Linie, auf die sich die europäischen Bahnunternehmen ÖBB, DB, SNCF und SBB Ende 2020 geeinigt haben, um einen weiteren Beitrag zum Ausbau des europäischen Nachtzugnetzes zu leisten.

"Mit dem Nightjet von Wien nach Paris setzen wir einen weiteren Meilenstein für ein europäisches Nachtzugnetz. Nur mit zusätzlichen Direktverbindung können wir noch mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn bewegen. Eine Reise mit dem Nightjet schont nicht nur die Umwelt, sondern bietet auch ein besonderes Reiseerlebnis. Denn nichts ist so entspannend, wie am Morgen in seiner gewünschten Zieldestination im Zentrum der Stadt anzukommen. Es freut mich, dass wir das ab Dezember nun auch in Paris können", so ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Für Alain Krakovitch, Generaldirektor von Voyages SNCF, ist die Aufnahme dieser neuen Nachtzugverbindung ein großer Schritt vorwärts: "Ich freue mich über die Kooperation mit den ÖBB und der DB, die es ermöglicht, Wien und Paris noch enger zu verbinden. Diese neue Nachtzugverbindung ist ein echtes ökologisches Engagement für mehr Bahnverkehr und Europa. Mit der Bahn zu reisen, bedeutet ein Verkehrsmittel zu wählen, das 50-mal weniger CO2 als eine Autofahrt und 80-mal weniger als eine Flugreise verursacht."

DB-Vorstand Personenverkehr Berthold Huber: "Europa soll noch enger zusammenwachsen, auch auf der Schiene. Dafür steht der neue Nachtzug von ÖBB, SNCF und DB zwischen Wien und Paris. Gemeinsam mit unseren europäischen Partnerbahnen werden wir das Nachtzugnetz deutlich ausbauen. Wir wollen in den kommenden Jahren 13 europäische Millionen-Metropolen miteinander über Nacht verbinden."

17.12.2021. Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante in Europa und der damit verbundenen Gefahr für die Pandemiebekämpfung in Österreich werden nun die Regelungen für die Einreise nach Österreich für alle Personen verschärft. Die Verschärfungen sollen dazu beitragen, dass die Ausbreitung der Omikron-Variante in Österreich verzögert wird. Die neuen Einreisebestimmungen treten bereits mit Montag, 20. Dezember in Kraft.

Konkret ist die Einreise nach Österreich für alle Personen nur mehr mit einem gültigen 2-G-Nachweis möglich. Zusätzlich ist ein gültiger PCR-Test (72 Stunden) vorzuweisen, sofern noch keine Auffrischungsimpfung nachgewiesen werden kann. Kann ein zusätzlicher PCR-Tests oder die Auffrischungsimpfung nicht nachgewiesen werden, ist eine Einreise zwar möglich, jedoch ist nach der Einreise eine sofortige Heimquarantäne anzutreten. Diese ist erst beendet, wenn nach Einreise ein PCR-Test gemacht und ein negatives Ergebnis bestätigt wurde. In diesem Fall ist zudem eine Registrierung durch Pre-Travel-Clearance verpflichtend.

Ausgenommen von der Erfordernis eines 2-G-Nachweises sowie des zusätzlichen PCR-Tests bzw. der Auffrischungsimpfung sind Schwangere und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Der Ausnahmegrund ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen. Eine weitere Ausnahme gilt für Personen im schulpflichtigen Alter, unabhängig von der Staatsbürgerschaft: Diese Personengruppe darf mit dem Ninja-Pass oder einem Äquivalent einreisen. Kinder unter 12 Jahren sind ebenso ausgenommen, müssen aber wie ihre erwachsene Begleitperson in Quarantäne bzw. sich registrieren.

Eine Verschärfung ergibt sich auch für österreichische Staatsbürger:innen, EU- und EWR-Bürger:innen und in Österreich wohnhafte Personen: Sofern bei der Einreise nach Österreich kein gültiger Impfnachweis erbracht werden kann, ist nach Einreise eine verpflichtende zehntägige Quarantäne anzutreten (Freitestung frühestens ab dem 5. Tag möglich). Auch in diesem Fall ist eine Registrierung via Pre-Travel-Clearance verpflichtend.

"Diese verschärften Einreisebestimmungen bringen große Herausforderungen mit sich, vor allem für Personen, welche über die Weihnachtsfeiertage ins Ausland reisen. Sie sind jedoch gerade zum jetzigen Zeitpunkt notwendig, um einer Ausbreitung von Omikron in Österreich entgegenzuwirken. Nur so können wir die aktuelle epidemiologische Entspannung in Österreich bestmöglich erhalten", betont Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

Ergänzend zu den verschärften Einreisebestimmungen werden auch die Staaten Angola, Sambia, Malawi auf die Liste der Virusvariantengebiete ergänzt. Personen, die aus diesen Staaten nach Österreich einreisen, müssen wiederum nach Registrierung via die Pre-Travel-Clearance eine 10-tägige Quarantäne antreten, wobei ein Freitesten erst ab dem fünften Tag möglich ist. Für Direktflüge aus diesen Staaten gilt zudem ein Landeverbot auf allen österreichischen Flughäfen.

Quelle: Presseaussendung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

26.11.2021. Neues Ungemach von der Corona-Front: Die in Südafrika mutierte Variante B.1.1.529 des Coronavirus beunruhigt die Virolog:innen – zumal die 32 Mutatationen (!) am Spike-Protein schwer bezüglich ihrer Gefährlichkeit einzuschätzen sind. Sie breitet sich rasch aus und kann möglicherweise das Immunsystem des Menschen so effektiv überlisten, dass es zu neuen Pandemiewellen mit weitreichenden Folgen kommen könnte. Bis der Sachverhalt geklärt ist, schalten immer mehr Gesundheitsorganisationen ihre Warnampeln auf Rot. Twitter-Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von heute: "Die Kommission wird in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 einzustellen." Das südliche Afrika wird zum "Virusvariantengebiet". Am späten Vormittag hat sich Österreich der Reisewarnung angeschlossen und Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini auf die Sperrliste gesetzt. Da diese Mutationsvariante als Einzelfälle auch schon in Hongkong, Israel und Belgien detektiert wurde, rechne ich damit, dass es bald weitere Reiseeinschränkungen geben wird. An den Börsen hat der Preis für Rohöl nachgegeben.

12.11.2021. Kickl & Co. haben ganze Arbeit geleistet. Die Taktik der Destabilisierung unserer Gesellschaft und des Zwietrachtsäens hat geklappt; Corona schlägt ein viertes Mal zu – und das mit großer Wucht. Mit der Einstufung Österreichs als "Hochrisikoland" wird a) unser Tourismussektor empfindlich geschwächt und b) erschwert sie das Reisen in andere Länder. Daher mein Appell: Glaubt den Auswertungen zur Effektivität und Sicherheit von Corona-Schutzimpfungen und nicht den Scharlatanen, die bloß danach trachten, möglichst schnell an Macht bzw. Geld zu gelangen und dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – über Leichen gehen.

Pandemie, Impfpflicht und Reisen 1
Foto © Andreas Hollinek

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