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Reiseberichte

Zu den Dingen, die das Dasein so richtig schön machen, zählen Reisen, auf denen man "magische Momente" erlebt. Sie sind eine Mischung aus Eindrücken unterschiedlicher Sinne und der "Verfügbarkeit von Zeit" – eine Konstellation, die sich immer als einzigartig erweist. Auffällig oft sind außergewöhnliche Menschen, gutes Essen und beseelte Musik Teil der Melange.

Lesen Sie auf dieser Seite Reiseberichte, deren gemeinsames Merkmal die "Inspiration" ist und die Lust darauf machen mögen, sich bald wieder einmal selbst ein Reise-Abenteuer zu gönnen. Den Beginn machen zwei Reiseberichte für die .

Reiseberichte Schweiz 2 Reiseberichte Schweiz 2

Ungeheuer oder friedlicher Bergbewohner?

"Er hatte die Gestalt eines Bocks mit großen Hörnern und feurigen Augen angenommen und sein ganzer Leib war statt mit Haaren mit Eiszapfen behängt, welche ein furchtbares Klingeln verursachten." Rollibock war ein altes Männchen mit einem langen grauen Bart, der sich bei einem erbarmungslosen Jäger rächen wollte. Der wilde Jäger zerschlug Edelsteine und schoss wahllos auf Tiere, was die Wut des alten Männchens hervorrief. Die Sagengestalt Rollibock muss ein wildes, uriges Geschöpf sein, das irgendwo im ewigen Eis des Großen wohnt. Heute aber wird er eher als Beschützer der Natur angesehen und wird nur zu einem unangenehmen Geselle, wenn jemand Natur oder Tier Schaden zufügt. Es gibt einen eigenen Rollibock-Club und diverse Veranstaltungen werden zu seinen Ehren abgehalten. Zusätzlich können Expeditionen ins ewige Eis unternommen werden, um Rollibock sowie auch seinem Freund Gletschi näher zu kommen. Ein Reiseerlebnis speziell auch für alle Junggebliebenen mit ihren Kindern bzw. !

Aletsch Gletscher Schweiz vergrößern
Foto © Schweiz Tourismus

Wie ein gigantischer Wurm frisst sich der Aletschgletscher 23 Kilometer weit durch die alpine Landschaft der Jungfrauregion und bietet den Besuchern ein einzigartiges Spektakel: Vor allem der Blick vom Kamm des Höhenzugs auf den Eisstrom vergisst man so schnell nicht mehr. Mehr dazu auf .

Von Alp zu Alp – Besuch bei der Käserfamilie Murith

Saftig grüne Wiesen mit allerlei Blumen und Kräutern, der mächtige Moléson () im Hintergrund und ein wunderbarer Blick über die Region La Gruyère – das ist die Szenerie auf der Hochalp der Familie Murith. Seit fünf Generationen stellen sie hier Sommer für Sommer auf traditionelle Weise und mit viel Liebe Gruyère her. Wer sich die Zeit dazu nimmt, kann erleben, wie er gemacht wird. Am schönsten, man bleibt länger hier – Bett und Frühstück inklusive.

Noch bevor die Sonne die idyllische Fribourger Landschaft in warmes Licht taucht, geht es zu Fuß vom Tal los zur obersten Alp. Der Weg führt durch grüne Wälder, über kleine Bäche, hoch hinauf durch satte, blumige Wiesen – immer dem mächtigen Moléson entgegen. Wie schaffen das bloß die nicht besonders athletischen Kühe, die mehrmals im Sommer von Alp zu Alp ziehen – immer schön dem Gras nach? Aus der Ferne bimmeln bereits die ersten Kuhglocken. Weit kann es also nicht mehr sein. Herrlich diese Natur, die Ruhe und das sensationelle Panorama auf rund 1500 Meter über dem Meer.

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"Salut", ruft Alexandre, der gerade auf dem Schemel sitzt und eine seiner 40 Kühe melkt. Die beiden Käser, Vater Jacques und Sohn Alexandre, sind schon seit einer Weile auf den Beinen. Tagwache ist jeweils gegen fünf Uhr morgens. Mit Milch vom Vorabend und der frischen des Morgens geht das Käsen los. Die Rohmilch wird direkt vom Melken in den großen Kupferkessel über dem Holzfeuer geleitet. Ein Topf, wie man ihn aus den Geschichten von Asterix und Obelix kennt. 800 Liter haben darin Platz. Aus dieser Menge stellen Jacques und Alexandre mit viel Leidenschaft, Erfahrung und körperlichem Einsatz von Mai bis Oktober täglich zwei Käselaibe her. Pro Saison sind das gut sieben Tonnen, respektive 250 Stück.

Die Familie Murith produziert bereits in der fünften Generation: In den Sommermonaten den "Gruyère d'Alpage AOP", im Herbst den "Vacherin Fribourgeois d'Alpage AOP" und das ganze Jahr über Molkekäse, Rahm und Butter für den Eigengebrauch. "Je nach Wetter geben die Kühe mehr oder weniger Milch", erklärt der pensionierte Jacques. Vor rund einem Jahr hat er das Zepter seinem Sohn übergeben. Er helfe aber noch mit und unterstütze Alexandre, wo er kann. Gegen neun Uhr ist es Zeit für das wohlverdiente Frühstück. Alle sitzen zusammen am kleinen rustikalen Tisch und genießen die Pause. Zur Stärkung gibt es Brot, Double Crème vom Vortag und hausgemachte Konfitüre.

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Nicht nur das Wetter, sondern auch das tägliche Futter der Kühe spielt eine Rolle in der Käseherstellung. Der Käse der Familie Murith ist ein Star unter seinesgleichen: Zweimal Gold und einmal Silber hat er beim Wettbewerb der Interprofession du Gruyère gewonnen. "Das liegt am guten Gras hier auf Tsermont, mit den unterschiedlichsten Blumen und Kräutern", erklärt Jacques. Und dass das Gras nicht nur für den Geschmack, sondern auch für unsere Gesundheit gut ist, zeigen diverse Studien. Dank dem frischen Grünfutter, das die Kühe den Sommer über fressen, enthält Alpkäse besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Und die gute Nachricht: Die gesunden Fettsäuren bleiben auch beim Erwärmen und beim Lagern des Käses erhalten. Also dann: ab ins Bed & Breakfast und ein Stück des gesunden Käses ergattern!

Tipp: Wer noch höher hinaus will, kann sich bequem mit der Standseilbahn zur Mittelstation Plan-Francey und von dort mit der Luftseilbahn auf den Moléson auf 2002 Metern über dem Meer chauffieren lassen. Mit dem sagenhaften 360-Grad-Panorama ein echter Geheimtipp. Die höchste Alp der Familie Murith kann man so auch fußläufig von der Mittelstation in rund einer Stunde und 15 Minuten erreichen.

Warum es zwischen den Steinhäusern von Vergeletto nach Popcorn riecht

Farina bóna ist ein Mehl wie kein ein anderes. Vermischt mit Milch, Wasser oder Wein war es Bestandteil eines " Arme-Leute-Mahls" und gehörte zur Alltagskost der Onsernonesi. Heute verwenden bekannte Küchenchefs das feinseidig rieselnde, leicht süßlich schmeckende (glutenfreie!) Maismehl. Eine schmackhafte Tessiner Tradition aus Vergeletto im Onsernonetal feiert sein Comeback. Verantwortlich dafür ist Primarlehrer und Teilzeit-Müller Ilario Garbani.

Die Sonne scheint, das Wasser plätschert und es riecht nach Popcorn. Für die Bewohner von Vergeletto seit vielen Jahren gang und gäbe. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kommt der Mais ins Onsernonetal und somit auch nach Vergeletto. Bislang war der Roggen an der Tagesordnung. Nach bewährter Manier, aber nun mit Mais anstelle von Roggen, röstet die damalige Müllerin Nunzia Terribilini die nahrhaften gelben Körner. In einer Pfanne über dem Feuer, bis jeweils ein Drittel platzt. Diese Popcorns werden dann mit den restlichen Körnern in der Mühle vermahlen – und geboren ist das "gute Mehl", die "Farina bóna".

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Heute ist es der einheimische Ilario Garbani, der die ehemalige Mühle von Nunzia betreibt. Seit rund drei Jahren stellt er das köstliche Maismehl wieder her – als Einziger in der Schweiz. "Immer wenn viel Wasser läuft und das Rad sich dreht, sind wir am Werk", erklärt Ilario stolz, in gutem Deutsch und mit seinem charmantem Tessiner Akzent. Durch eine Reihe von Initiativen sowie die Restaurierung der alten Mühle in Loco im Jahr 1991 wurden die Erinnerungen an die Farina bóna wieder zum Leben erweckt. Aber erst durch das Schulprojekt von Ilario Garbani – denn er ist eigentlich Primarlehrer – entstand der Wille, die Produktion im Tal wieder aufzunehmen. Zusammen mit seinen Schülern vertiefte er die historischen Kenntnisse und fand so mehr über diese Tradition heraus. Denn als Nunzia 1957 verstarb, nahm sie das Geheimnis zur Herstellung der Farina bóna mit ins Grab – und still stand das Rad für fast 60 Jahre.

Immer dienstags oder für Gruppen auf Anfrage führt Ilario Besucherinnen und Besucher durch das kleine Dörfchen und erklärt ihnen die ganze Geschichte rund um die Farina. Er beginnt den Rundgang jeweils in seinem "Laboratorio", wo ab und an die Röstmaschinen auf Hochtouren laufen. Denn Ilario produziert sein feines Mehl für verschiedene Schweizer Detailhändler. Die gerösteten Körner bringt er dann in die restaurierte Mühle. "Erst wenn das köstliche Maismehl rinnt, einem Seidenfaden gleich, ist die Mühle richtig eingestellt und der Müller kann sich zurücklehnen oder anderen Aufgaben widmen", sagt Ilario und verschwindet. Die Arbeit – besser: die Passion – ruft

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