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Leukozyten

Die weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, werden im Knochenmark gebildet (Leukozytopoese) und erfüllen – je nach Zelltyp – bestimmte Aufgaben im Bereich des spezifischen und unspezifischen Abwehrsystems. Die Leukozyten sorgen im Organismus für ein Unschädlichmachen von Krankheitserregern und anderen Stoffen, die der Gesundheit abträglich sind. Sie werden in diverse Untergruppen eingeteilt, die im Rahmen der Funktionen des Immunsystems verschiedene Aufgaben erfüllen. Mehr dazu dazu finden Sie auch unter dem Stichwort .

Im Differentialblutbild werden die einzelnen Leukozytenpopulationen, deren morphologische Ausprägung und prozentuale Aufteilung festgestellt: Leukozyten gesamt 3800 bis 10.500 / µl (Mikroliter), stabkernige Granulozyten 0 bis 5 Prozent, segmentkernige Granulozyten 30 bis 80 Prozent, eosinophile Granulozyten: 0 bis 6 Prozent, basophile Granulozyten: 0 bis 2 Prozent, Lymphozyten: 15 bis 50 Prozent, Monozyten: 1 bis 12 Prozent.

Erhöhte Gesamtleukozytenzahl im Blut (Leukozytose)

  • Akute bakterielle Infektionen (Ausnahme: z.B. Typhus, Tbc, schwere Sepsis)
  • Pilzerkrankungen
  • Chronische Entzündungen
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Tumorerkrankungen
  • M. Cushing
  • Kortisontherapie
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Stress
  • Trauma
  • Verbrennung
  • Kohlenmonoxidvergiftung
  • Schockzustand
  • Koma (im Rahmen von Diabetes mellitus, Nieren- oder Lebererkrankungen)
  • Infarkt
  • Akute Blutung

Erniedrigte Gesamtleukozytenzahl im Blut (Leukopenie)

  • Virale Infektionserkrankung
  • Manche bakterielle Infektionen (Typhus, Tbc, schwere Sepsis, usw.)
  • Malaria
  • Tumorerkrankung
  • Erkrankung des blutbildenden Systems
  • Autoimmunerkrankung
  • Lebererkrankung
  • Medikamentennebenwirkung
  • Zytostatika- bzw. Strahlentherapie (durch Schädigung des Knochenmarks)

Erhöhte Leukozytenzahl im Harn

Werden vermehrt Leukozyten über den Harn ausgeschieden (mehr als 10 pro Mikroliter), ist dies hauptsächlich ein Hinweis auf einenHarnwegsinfekt (meist infolge einer bakteriellen Infektion) oder auf einen entzündlichen Prozess in den Nieren (Nachweis von Leukozytenzylindern).

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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