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Pflege Forum Blog
Blogger: + Gastbeiträge

In unserem Pflege Forum Blog möchten wir aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen in der privaten und institutionalisierten Pflege diskutieren. Gerne bringen wir auch Stellungnahmen und Gastbeiträge von direkt oder indirekt Betroffenen sowie von politischen EntscheidungsträgerInnen. Die Beiträge richten Sie bitte an hollinek@50plus.at mit "Pflege Forum" in der Betreffzeile. Ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch. Davor aber drei Linktipps:

24.08.2022. Wenn am 21. September der Weltalzheimertag begangen wird, steht dieser auch im Zeichen von 145.000 in Österreich lebenden Menschen mit . Die MAS Alzheimerhilfe, seit vielen Jahren verlässlicher Partner von Betroffenen und begleitenden Angehörigen, und die MeinMed-Veranstaltungsreihe schnüren zu diesem Anlass ein umfassendes Informationspaket. Das Herzstück des "Wissensforum Demenz" bildet eine Podiumsdiskussion, die am Campus der Johannes Kepler Universität in Linz stattfindet. Unter dem Titel "Der Demenz immer einen Schritt voraus: Prophylaxe und die Herausforderungen der Zukunft" kommen am 21. September vier Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen. Neben Prim. Dr. Elmar Kainz, MBA, von der Klink für Neurologisch-Psychiatrische Gerentologie, und Mag. Gerald Kienesberger, Geschäftsleitung der MAS Alzheimerhilfe, diskutieren auch Mag.a Brigitte Juraszovich, eine Pflegerin mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, und Hanna Fiedler, Vizepräsidentin der IG-Pflege.

Mit der Betrachtung des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln wollen die Veranstalter nicht zuletzt auch ein Tabu brechen, wie die MAS Alzheimerhilfe erklärt: "Obwohl sich gerade in den letzten Jahren viel getan hat, ist das Thema Demenz nach wie vor tabubehaftet und die Betroffenen werden stigmatisiert. Im Sinne der Früherkennung und der Lebensqualität von betroffenen Familien, ist es aber immens wichtig, dass wir dem Thema den Schrecken nehmen."

Zusätzliche Angebote finden Interessierte im Internet. Mehrere Webcasts rund um den Themenkomplex Demenz werden an ausgewählten Terminen live übertragen und sind danach in der Videothek von MeinMed.at abrufbar. Auch hier liegt der Fokus auf vermeintlich heiklen Randthemen, deren Besprechung besonders viel Vorsicht erfordert. Großes Interesse weckte zuletzt etwa der Online-Vortrag "Junge Menschen mit Demenz", der ein seltenes aber umso grausameres Gesicht der Krankheit erläutert. Und ab 1. September zeigt MAS-Demenztrainerin Elke Mahnert in fünf Mitmach-Videos, wie Körper und Geist trainiert werden können. Ausgestrahlt werden diese Videos auf sowie auf .

Birgit Frassl und Marlis Rumler, als Geschäftsführerinnen der RegionalMedien Gesundheit für die MeinMed-Reihe verantwortlich, betonen den optimistischen Charakter der Veranstaltungen: "Mit dem ‚Wissensforum Demenz‘ wollen wir Betroffenen, aber vor allem auch deren Umfeld Mut machen. Sprechen wir über diese Krankheit und verschweigen Sie nicht."

MAS Alzheimerhilfe: "Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt. In Österreich leben etwa 145.000 Menschen mit Demenz. Eine solche Erkrankung stellt sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen vor eine Reihe von Schwierigkeiten. Obwohl sich gerade in den letzten Jahren viel getan hat, ist das Thema Demenz nach wie vor tabubehaftet. Im Sinne der Früherkennung und der Lebensqualität von betroffenen Familien ist es aber immens wichtig, dass wir dem Thema den Schrecken nehmen. Die Vortrags-Reihe von MeinMed in Kooperation mit der MAS Alzheimerhilfe nimmt sich den Grenzbereich des Tabuthemas Demenz / Alzheimer vor: Trauer und Demenz, Vorsorge und junge Betroffene. Die Reihe will auch Mut machen und zeigen, dass es ein gutes Leben mit Demenz gibt. Mit medizinischer Betreuung und psychosozialen Methoden gelingt es, die Stadien der Demenz zu verlangsamen, was einen enormen Gewinn an Lebensqualität bedeutet."

Birgit Frassl und Marlis Rumler, Geschäftsführerinnen der RegionalMedien Gesundheit: "Die Demenz bedeutet einen großen Einschnitt im Leben der Betroffenen und deren Angehörigen. In unserer langjährigen Zusammenarbeit mit der MAS Alzheimerhilfe war es uns aber trotzdem oder gerade deswegen immer ein Anliegen, Hoffnung zu machen. Unter diesen Vorzeichen entstand unter anderem die kostenlose Online-Schulung 'Demenz & Ich', die pflegende Angehörige in ihrem Alltag unterstützt. Mit dem 'Wissensforum Demenz' wollen wir Betroffenen, aber vor allem auch deren Umfeld Mut machen. Sprechen wir über diese Krankheit und verschweigen sie nicht."

05.05.2022. Bei der Caritas-Pressekonferenz von heute thematisierte Caritas Präsident Michael Landau die aktuellen Herausforderungen in der Pflege und Sozialbetreuung: "Die Corona-Pandemie hat die Pflegekrise nochmals verschärft. Die Mitarbeiter:innen leiden unter dem Personalengpass, viele sind ausgelaugt und erschöpft. Besonders, dass keine Besserung in Sicht ist, belastet viele. Und auch auf die pflegenden Angehörigen wirkt sich der Mangel an Personal aus. Sie sind vielfach am Ende ihrer Kräfte und bräuchten dringend Unterstützung – etwa in Form von mobiler Pflege und Betreuung. Gleichzeitig steigt die Einsamkeit in der Bevölkerung. Und wir wissen, dass bis 2030 bis zu 100.000 Pflege- und Betreuungskräfte fehlen werden." Und weiter: Die seit Jahren angekündigte Pflegereform friste ein Dasein als "Papiertiger", stattdessen werde der "Fleckerlteppich" an lokalen Initiativen, die die Bundesländer selbstständig setzen, immer größer. Landau: "Auf Länderebene werden aufgrund der Personalnot vielerorts Maßnahmen gesetzt. Das ist zuallererst zu begrüßen. Doch was es braucht, ist eine einheitliche, bundesweite Lösung für ein Pflegesystem mit Zukunft. Pflege muss uns in allen Bundesländern gleich viel wert sein. Kommt es nicht rasch zu diesem Schulterschluss zwischen Bund und Ländern schlittern wir von der Pflegekrise in eine Pflegekatastrophe. Fachkräfte und pflegende Angehörige sind schon jetzt gleichermaßen erschöpft und überlastet. Um auch künftig für den großen Bedarf an Pflege- und Sozialbetreuungspersonal gerüstet zu sein, braucht es jetzt eine bundesweit akkordierte Ausbildungsoffensive."

Im Rahmen der Pressekonferenz fordert Landau das sofortige Vorziehen der Ausbildungsoffensive in der geplanten Pflegereform und stellt Maßnahmen vor, die aus seiner Sicht keinen Aufschub mehr dulden: "Es muss jetzt darum gehen, die Rahmenbedingungen für die Menschen, die eine Ausbildung in Pflege oder Sozialbetreuung machen wollen, zu verbessern. Das ist ein besonders wichtiger Baustein, um zu verhindern, dass wir von der Pflegekrise in eine Pflegekatastrophe schlittern." Drei Punkte soll die Ausbildungsoffensive umfassen:

  1. Sämtliche Ausbildungen im Pflege- und Sozialbetreuungsbereich müssen bundesweit für die Auszubildenden kostenlos sein – egal, ob Fachhochschule, Schule für Sozialbetreuungsberufe oder Kurs.
  2. Ein finanzieller Bonus für alle Auszubildenden in der Pflege und Sozialbetreuung, gestaffelt nach Lebenssituation, soll den Einstieg in die Ausbildung neben den Lebenserhaltungskosten ermöglichen – gerade auch für Um- und Quereinsteiger:innen. Das heißt: Ausbildungsbonus in Höhe von monatlich 500,- Euro für alle in Ausbildung; höhere Förderung von Um- und Quereinsteiger:innen über monatlich 1000,- Euro, bzw. 1500,- Euro im Falle von Unterhaltspflichten; Entlohnung während des Praktikums mit 1000,- Euro (in Erstausbildung) bzw. 1500,- Euro für Quereinsteiger:innen.
  3. Bonus für die Praxisanleitung. Um die Qualität der Praxisausbildung hoch zu halten, soll die zentrale Rolle der Praxisanleitung anerkannt werden – ein Bonus in Höhe von 180,- Euro pro Praktikumsmonat und Auszubildender sollte den Trägern zugestanden werden.

Landau: "Egal, ob Schülerin, Umsteiger oder Quereinsteigerin, diese Rahmenbedingungen würden es ermöglichen, die Lebenserhaltungskosten zu decken. Das wäre nur fair. Dieses Modell würde endlich jene Wertschätzung signalisieren, die Menschen in Pflege- und Betreuungsberufen verdienen und einen Umstieg in jeder Lebenssituation zulassen. Und gleichzeitig wäre es Türöffner in ein Pflegesystem mit Zukunft. Das muss es Österreich wert sein: hochgerechnet knapp 194 Millionen Euro pro Jahr. Die Höhe des angekündigten Ausbildungsfonds von 50 Millionen Euro ist jedenfalls nicht ausreichend um eine Verbesserung bzw. Attraktivierung zu erreichen." Wichtig sei auch, dass neben der Ausbildungsoffensive der Pflegeschlüssel in allen Bundesländern neu verankert wird, dass nämlich Sozialbetreuung in allen Bundesländern ebenso fix in den Pflegeschlüsseln aufgenommen wird. Des Weiteren müssten Gemeinnützige Organisationen im Auf- und Umbau von Infrastrukturmaßnahmen für die Gewährleistung umfassender Ausbildungsstrukturen im Pflege- und Sozialbetreuungsbereich unterstützt werden. Die Caritas Schulträger rechnen hierfür mit einer Investitionssumme in der Höhe von 150 Millionen Euro.

Anmerkung: Die Caritas bildet an ihren Schulen mit Standorten in ganz Österreich selbst Pflegekräfte und Sozialbetreuer:innen für ein Pflegesystem mit Zukunft aus. In verschiedenen Schultypen und vielfältigen Schwerpunkten können Schüler:innen ebenso wie Umsteiger:innen und Quereinsteiger:innen in das Berufsfeld der Pflege und Sozialbetreuung einsteigen. Alle Informationen online unter: .

Die Sozialbetreuung ergänzt die Pflege, ist ganz stark Beziehungsarbeit. Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuer begleiten Menschen, die aufgrund einschränkender Lebensbedingungen nicht in vollem Maß am gesellschaftlichen Leben teilhaben können: ältere und hochbetagte Menschen mit Unterstützungsbedarf, Menschen mit Behinderung, aber auch Familien in besonders herausfordernden Situationen.

13.12.2021. Endlich! Die seit langem geforderte zentrale Informationsplattform zu Pflege und Betreuung in Österreich ist online: Auf bekommen direkt oder indirekt Betroffene einen Überblick über Pflege- und Betreuungsangebote in Österreich, Informationen zur finanzielle Unterstützung, zu Rechtsfragen, zur Pflegepraxis, zur Gesunderhaltung, zum Wohlbefinden und zur Burnout-Prävention von Pflegenden.

18.11.2021. "Die Pflegekräfte und das gesamte medizinische Personal der Vinzenz Gruppe begleiten unsere Patientinnen und Patienten seit fast zwei Jahren durch die Pandemie, die für alle erhebliche Einschränkungen mit sich gebracht hat und noch bringt. Viele Mitarbeitende sind erschöpft, viele sind selbst an Corona erkrankt gewesen. Im Namen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rufen wir alle zu einem nationalen Schulterschluss gegen Corona auf. Angesichts der vieren Welle der Pandemie ist es notwendig, dass wir alle das gleiche Ziel verfolgen und alles tun, um sich selbst und die Mitmenschen zu schützen", appelliert Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe gemeinsam mit Barbara Klemensich, MBA, Vorsitzende der Pflegedirektor*innen in der Vinzenz Gruppe und Dr. Johannes Huber, Sprecher der ärztlichen Direktor*innen in der Vinzenz Gruppe.

"Wir erleben in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die Pandemie hautnah. Wir sind täglich mit der Angst von Patientinnen und Patienten, Bewohnern und Angehörigen konfrontiert und wissen gleichzeitig, dass sich alle mit Hilfe der Impfung gut vor der Infektion schützen könnten", berichtet Barbara Klemensich aus dem Spitalsalltag. "Seit Ausbruch der Pandemie kämpfen wir gemeinsam mit der Pflege auf den Intensivstationen oft viele Wochen um das Leben von Covid-Patientiennen und -Patienten aller Altersstufen und mussten bzw. müssen uns oft geschlagen geben. Wir werden im Kampf um jede Patientin und jeden Patienten weiterhin alles geben, doch wir brauchen die Unterstützung eines jeden Einzelnen, indem sich möglichst viele impfen lassen", sagt Johannes Huber.

Die hohen Infektionszahlen sind eine Vorwarnung für einen enormen Anstieg von Covid-Patient*innen in den Krankenhäusern in den kommenden Tagen und Wochen. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kämpfen mit all ihrer Energie für das Wohl der Menschen. Doch ihre Energiereserven sind aufgebraucht, sie sind erschöpft", beschreibt Heinisch die Lage in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Wenn die Überlastung durch Corona nicht bald ein Ende finde, dann drohe ein Engpass an wichtigen Ressourcen für den regulären Betrieb. Dazu Heinisch: "Österreich hat ein hervorragendes Gesundheitswesen. Gemeinsam müssen wir darauf achten, es nicht zu überfordern."

Das beste Rezept zur Bekämpfung der Pandemie sei "die Kraft der Gemeinschaft". Heinisch fordert: "Wir brauchen einen nationalen Schulterschluss über alle Interessensgruppen, Verbände und Einrichtungen hinweg bis zu jedem einzelnen. Eine Pandemie ist eine Herausforderung, die nur in Gemeinschaft gelöst werden kann. Jeder trägt nicht nur für sich selber, sondern auch für seine Mitmenschen Verantwortung. Dieses Bewusstsein muss intensiver vermittelt werden. Es gilt das Motto: ‚Wenn der Wind kälter wird, muss man näher zusammenrücken‘."

Wir haben alle Instrumente, die wir zum Schutz der einzelnen Menschen sowie unserer gesamten Gesellschaft brauchen: Hände-Desinfektion, Maske, Abstand und Impfung. "Viele haben schon sowohl für sich als auch für ihre Mitmenschen Verantwortung übernommen und sich impfen lassen. Durch ihre Impfung unterbrechen sie die Infektionskette und schützen damit all jene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können", sagt Klemensich.

"Lassen Sie sich bitte impfen", appelliert Huber. "Die Ärztinnen und Ärzte der Krankenhäuser in der Vinzenz Gruppe sowie die niedergelassenen Ärzte informieren gerne, wenn jemand Sorgen in Bezug auf die Impfung hat", so Huber. "Die Corona-Impfung schützt nicht nur den Einzelnen sondern sichert auch die österreichischen Gesundheitsversorgung. Wenn wir zusammenhalten und aufeinander achten, kommen wir gemeinsam durch diese Pandemie!", schließen Heinisch, Klemensich und Huber ihren Appell.

24.09.2021. Der Wohnverbund Baden, ein niederösterreichisches Pionierprojekt für Obdachlose, feierte sein einjähriges Bestehen und zieht Bilanz. Das neuartige Konzept ermöglicht 50plus-Obdachlosen in NÖ ein betreutes Wohnen über einen längeren Zeitraum. Neben der professionellen Begleitung durch ein multiprofessionelles Team ist es vor allem die Sicherheit des Bleiben-Könnens, die diesen Menschen einen Lebensabend in Würde und Sicherheit ermöglicht. Website: .

"Wohnungslosigkeit geht oft mit anderen Lebensproblemen wie Arbeitslosigkeit, Schulden, starken psychischen Belastungen oder Suchterkrankungen einher. Vor allem für ältere obdachlose Personen ist der Weg zurück in ein normales Leben sehr schwierig und nicht immer zu bewältigen", sagte Ulrike Königsberger-Ludwig, Landesrätin für Soziale Verwaltung, Gesundheit und Gleichstellung. "Mit dem Wohnverbund Baden haben wir nun ein Pionierprojekt gestartet, das Menschen ab 50 individuelle Betreuung bietet und in ihrer Lebensführung stärkt", dankt Königsberger-Ludwig den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung für ihre Tätigkeit. Stefan Szirucsek, Bürgermeister der Stadtgemeinde Baden, ergänzt: "Wir freuen uns, bei der Umsetzung dieses neuartigen Konzepts in Niederösterreich von Anfang an dabei sein zu können. Mit dem Wohnverbund Baden leisten wir einen wichtigen Beitrag der Solidarität mit älteren obdachlosen Menschen, denen dieses Pionierprojekt ein neues Zuhause bietet."

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnverbunds Baden sind oftmals geprägt von jahrelangem Leben in Unsicherheit und existenziellen Nöten. Zu den Ursachen des Wohnungsverlustes zählen unter anderem Trennungen, finanzielle Probleme aufgrund eines Arbeitsplatzverlustes, hohe Verschuldung oder psychische Beeinträchtigungen. "Diesen Menschen bieten wir die Möglichkeit des Ankommens und Bleiben-Könnens", erklärt Michael Felten, Geschäftsführer der Trägerorganisation pro mente NÖ. "Neben der Grundversorgung mit allem Lebensnotwendigem helfen wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern bei der Bewältigung des Alltags, der Erarbeitung einer Tagesstruktur und dem Aufbau tragfähiger Beziehungen. Dabei vertrauen wir auf die fachliche Expertise und das Know-how unseres multiprofessionellen Teams, das die Bereiche Psychologie, Heimhilfe, Krankenpflege, Sozialbetreuung, Pflegeassistenz und Sozialarbeit umfasst."

Thomas Hofströßler, Leiter des Wohnverbunds Baden, hebt hervor, wie positiv sich das neuartige Konzept dieses Pionierprojekts auf die psychische Verfassung der Bewohnerinnen und Bewohner auswirkt: "Man kann den Menschen, die bei uns eingezogen sind, richtig ansehen, wie sich bei ihnen mit der Zeit ein positives Gefühl des Ankommens einstellt. Die Menschen fühlen sich angenommen, die Lebensfreude kehrt zurück, sie gehen sinnstiftenden Tätigkeiten nach und knüpfen neue Freundschaften." Als konkretes Beispiel für den Erfolg des Wohnverbunds Baden schildert Hofströßler den Fall eines Bewohners: "Diese Person hatte vor einem Jahr kein Dach mehr über dem Kopf, litt an Depressionen und dachte an Selbstmord. Jetzt – ein knappes Jahr später – ist davon nichts mehr zu spüren: Als Bewohner unseres Wohnverbunds ist er mittlerweile wieder voller Motivation und Tatendrang und wird aller Voraussicht nach bald dazu in der Lage sein, wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen."

Pro mente NÖ ist die jüngste der in ganz Österreich unter dem gemeinsamen Leitsatz "Miteinander für psychische Gesundheit" tätigen pro mente Landesorganisationen und trat bis vor kurzem noch unter dem Namen pro mente Ost in Erscheinung. Neben weiteren Projekten für betreutes Wohnen möchte pro mente NÖ verstärkt Projekte in den Bereichen Arbeit und Freiwilligenarbeit in Niederösterreich entwickeln und umsetzen. "Jeder Mensch hat das Bedürfnis, nützlich zu sein", erläutert Felten. "Im Sinne der psychischen Gesundheit ist es enorm wichtig, Menschen die Möglichkeit zu geben, diesem Bedürfnis auch nachzugehen. Wir planen daher einerseits neue Projekte für arbeitslose Menschen mit dem Ziel, ihnen eine Beschäftigung zu ermöglichen und sie im Idealfall wieder ins reguläre Berufsleben zu integrieren. Andererseits stiftet auch freiwillige Tätigkeit Sinn. Daher möchten wir Strukturen auf- und ausbauen, die es ehrenamtlichen Sozialbegleiterinnen und Sozialbegleitern ermöglichen, durch persönliches Engagement und Solidarität zwischenmenschliche Hilfe zu leisten."

17.04.2021. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie arbeiten Menschen in der Pflege unter stark erschwerten Bedingungen und erhöhtem Stress. Zahlreiche Studien haben bereits ergeben, dass dies ein Risiko für die psychische Gesundheit darstellt. ForscherInnen in Italien konnten bei MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen posttraumatische Stress-Symptome, Symptome von , , und hohen erlebten nachweisen (zusammengefasst in "Empfehlungen für die Psychosoziale Unterstützung des Krankenhauspersonals in COVID-19" der Universität Innsbruck). Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband bietet in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Österreichischen PsychologInnen ab 19. April 2021 ein Krisentelefon für Pflegekräfte an. Die

  • Telefonnummer 01 / 504 8000 - 20

kann dann bei Stress, Überlastung, Überforderung oder einfach bei dem Bedürfnis nach einem Gespräch exklusiv von Pflegerinnen und Pflegern genutzt werden. Die Gespräche führen klinische PsychologInnen. Das Krisentelefon für Pflegekräfte ist Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr besetzt. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gefördert. "Mit diesem Angebot wollen wir professionellen Pflegekräften konkrete Hilfe bieten, um die Belastungen in der aktuellen Ausnahmesituation in diesem Berufsfeld ein stückweit abzufedern", sagt ÖGKV Präsidentin Mag. Elisabeth Potzmann.

Sicherheit bei der Pflege daheim, bei Betreutem Wohnen und im Seniorenheim


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