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Pflege Forum Blog
Blogger: + Gastbeiträge

In unserem Pflege Forum Blog möchten wir aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen in der privaten und institutionalisierten Pflege diskutieren. Gerne bringen wir auch Stellungnahmen und Gastbeiträge von direkt oder indirekt Betroffenen sowie von politischen EntscheidungsträgerInnen. Die Beiträge richten Sie bitte an hollinek@50plus.at mit "Pflege Forum" in der Betreffzeile. Ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch.

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07.12.2017. Ab Jänner 2018 sind die TOPRO Premiumsessel für Senioren mit zusätzlichen Funktionen (und sechs neuen Farben) erhältlich. Die Sessel sind von der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) geprüft und als besonders geeignet und hilfreich für Senioren bewertet worden. Herausragende Merkmale: optimaler Komfort, bestmögliche Unterstützung im Alltag und passend zu nahezu jedem Einrichtungsstil.

Der Rollatorenhersteller TOPRO bietet seit Jahren spezielle Aufsteh- und Ruhesessel an, die insbesondere für Senioren eine wertvolle Unterstützung im Alltag bedeuten. Die beliebte Sessellinie mit den Modellen Siena, Modena und Verona wurde jetzt einem Facelift unterzogen. Neu ab 2018 sind moderne Bezugsstoffen in den Farben "Crystal" (zartes Creme), "Sahara" (warmes Braun), "Marine" (maritimes Blau), , "Graphite" (facettenreiches Grau), "Black" (zeitloses Schwarz) und "Titan" (mondänes Anthrazit). Am untenstehenden Foto das Modell "Siena".

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Foto © TOPRO Aufstehsessel / Ruhesessel [Werbung/PR]

Die Bezugsmaterialien sind zugleich weich, pflegeleicht und robust. Die Stoffe sind aus Microfaser, Microsamt und Kunstleder; bei einigen Sesseln auch in einer modernen Kombination von Microfaser und Kunstleder. Diese Variante namens "Duet" kombiniert weiche und angenehm kuschelige Sitz- und Rückenflächen in Microfaser mit robusteren Bezügen an Fußstützen, Kopf-, und Armlehnen in Kunstleder. So lassen sich diese Bereiche bei Bedarf unkompliziert und schnell reinigen. Gleichzeitig bietet diese Materialkombination eine sehr moderne und spannende Optik, die sehr ansprechend ist. Am untenstehenden Foto das Modell "Verona" mit dem Bezugsstoff "Sahara".

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Foto © TOPRO Aufstehsessel / Ruhesessel [Werbung/PR]

Um den Nutzern noch mehr Komfort zu bieten wurden zusätzlich zu den bewährten Ruhe- und Aufstehfunktionen weitere Ideen umgesetzt. Alle Sessel wurden mit einer neuen optimierten Sitzfederung sowie einer verstärkten Lumbalunterstützung ausgestattet – so wird das Sitzen noch angenehmer und komfortabler. Die Greifzone an den Armlehnen wurde verstärkt und bietet damit noch mehr Sicherheit beim Aufstehen und Hinsetzen. Die große Seitentasche am Sessel ist jetzt mit einem zusätzlichen kleinen Fach versehen, so bleiben die Dinge des täglichen Lebens wie Fernbedienung, Notrufknopf oder Handy immer in Reichweite. Auch der außergewöhnliche Pflegesessel Bologna, der speziell für pflegebedürftige Personen in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Privathaushalte entwickelt wurde, ist jetzt auch mit dem hochwertigen pflegeleichten Kunstlederbezug in den Farben Crystal, Black und Titan verfügbar.

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Foto © TOPRO Aufstehsessel / Ruhesessel [Werbung/PR]

Rebecca Graber, Designexpertin bei TOPRO erklärt: "TOPROs oberstes Ziel sind zufriedene Kunden. Wir möchten, dass sie sich in unseren Sesseln wohl und geborgen fühlen, ohne auf Komfort und Design verzichten zu müssen. Deshalb haben wir unsere beliebten Sessel optimiert und so zu außergewöhnlichen Produkten mit Lifestylecharakter transformiert. Sicherheit und Funktionalität ist für uns dabei oberste Prämisse." TOPROs Aufsteh- und Ruhesessel für Senioren sind in speziellen Nutzertests der GGT bereits 2014 eingehend getestet worden. Tester waren ausschließlich Seniorinnen und Senioren, die die Sessel in Alltagssituationen testeten. Sie wurden allesamt mit der Note "Gut" bewertet, damit wird belegt, dass sie insbesondere für Senioren im alltäglichen Gebrauch besonders geeignet und hilfreich sind. "Mit dem Relaunch sind unsere Sessel sogar noch besser geworden", freut sich Rebecca Graber. "Sie bieten ihren Nutzern nun extra viel Komfort und Sicherheit, sind äußerst gemütlich und auch das Design bietet vom kuscheligen Ohrensessel bis zum modernen Hochlehner für jeden Geschmack etwas."

  • Die "neuen" TOPRO Premiumsessel sind ab Jänner in ausgewählten Sanitätsfachgeschäften erhältlich und kosten abhängig von Modell und Ausstattung ab 1.079,- Euro (unverbindlich empfohlener Verkaufspreis).

06.12.2017. Von der eigenen Wohnung in eine Institution zu übersiedeln, ist keine leichte Sache. Das erfordert eine gehörige Portion (Lebens-) Mut und "Abenteuerbereitschaft". Um sich ein optimales Bild von der neuen Wohnumgebung machen zu können, helfen Fotos und Videos. Leider haben dies nur wenige Seniorenwohnheime und Pflegeheime in Österreich erkannt. Aber es gibt auch löbliche Ausnahmen; zum Beispiel die (privat geführte) Seniorenpension am Schlossberg in der Stadt Salzburg:

Angebot: Für Betreiber von Seniorenheimen und Pflegeheimen, die diesem Beispiel folgen wollen, bieten wir an, ein solches Info-Video zu produzieren und in einem eigene YouTube-Kanal ("Pflege") online zustellen. Ein öffentlich abrufbarer Einbettungs-Code macht es möglich, das Video in die eigene (oder auch externe) Websites einzubauen (ganz so wie in diesem Blog-Beitrag). Interessenten für Fotografien und Info-Videos werden gebeten, mit mir () Kontakt aufzunehmen: telefonisch unter 0043 660 / 5877783 oder per E-Mail an hollinek@50plus.at (bitte mit "Pflegevideo" in der Betreffzeile).

22.11.2017. Trotz steigender Lebenserwartung wird anteilsmäßig die Zahl der Menschen mit gesundheitlichen Langzeiteinschränkungen in in den kommenden dreißig Jahren nicht steigen – dies zeigt eine aktuelle Studie von WU-Wissenschafterin Daniela Weber vom Institut für Health Economics and Policy. Erstmals wurden dabei kulturelle Variablen, die bislang die Statistik verzerrten, bereinigt. Zwar wächst auch zukünftig aufgrund der demografischen Entwicklung die Gruppe der Menschen über 65 Jahren in Europa an, der Anteil an zu erwartenden Menschen mit längeren Gesundheitsproblemen wird aber laut der aktuellen Prognose bei rund 21 Prozent für Frauen und 17 Prozent bei Männern stagnieren.

Die Frage nach dem Trend von Langzeiteinschränkungen wird seit langem vor allem im Hinblick auf notwendige Ressourcenbereitstellung im Pflegebereich gestellt. Daniela Weber vom Institut für Health Economics and Policy an der WU und ihr Kollege Sergei Scherbov vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) untersuchten anhand der EU-SILC Daten, der Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen der Europäischen Union, wie sich die Zahlen schwerer gesundheitlicher Langzeiteinschränkungen von Frauen und Männern in 26 europäischen Ländern zukünftig verschieben werden. Laut Prognose werden im Jahr 2047 eine von fünf Frauen und einer von sechs Männern im Alter von 65 Jahren oder älter mit schwereren gesundheitlichen Einschränkungen im täglichen Leben konfrontiert sein. Durchschnittlich betrifft dies – zukünftig wie auch heute – rund 21 Prozent der Europäerinnen und 17 Prozent der Europäer 65+. Die EU-SILC-Daten zur Gesundheitsprognose wurden ermittelt, in dem die befragten Personen bei der Datenerhebung verschiedenste Auskünfte zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand gaben. Mittels dieser Angaben lässt sich die Prognose für die kommenden 30 Jahre erstellen.

Seitens der Wissenschaft galt ursprünglich die Annahme, dass der relative Anteil an von Langzeiteinschränkungen Betroffenen der Altersgruppe 65+ in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich ausfallen würde. Daniela Weber und ihr Kollege konnten jedoch Gegenteiliges beweisen. "Auch wir fanden erst große Unterschiede zwischen den Nationalitäten bei der Selbsteinschätzung ihres Gesundheitszustandes. Auch die bereits bekannten Unterschiede zwischen Männern und Frauen wurden deutlich", erklärt Weber. "Sobald wir aber die diversen kulturellen und nationale Einflüsse in der Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes berücksichtigten, konnten wir kaum mehr Unterschiede zwischen den 26 europäischen Ländern feststellen." Kulturelle Unterschiede manifestierten sich beispielsweise darin, dass 27 Prozent der deutschen, über 65-jährigen Frauen von einem schlechten Langzeitgesundheitszustand berichteten, während nur 12 Prozent der niederländischen Befragten über Probleme klagten. Da beide Länder allerdings über ähnliche Gesundheitssysteme verfügen und auch die nahezu gleiche Lebenserwartung vorliegt, wird deutlich, dass die Unterschiede nicht einzig im tatsächlichen Gesundheitszustand der Frauen beider Länder liegen, sondern auch in der subjektiven Einschätzung und dem Gesundheitsbewusstsein.

Entgegen den Erwartungen werde in allen Ländern Europas der Durchschnitt der betroffenen Frauen bei rund 21 Prozent und der Männer bei rund 17 Prozent liegen, so die Wissenschafterin. Differenzen werde es jetzt und in Zukunft kaum geben. "Es hat sich gezeigt, dass sich der Anteil der Bevölkerung mit gesundheitlichen Einschränkungen in den nächsten 30 Jahren kaum ändern wird. Aber man darf hier auch nicht vergessen, dass die absoluten Zahlen der 65+ Bevölkerung steigen und man dadurch deutlich mehr Menschen mit gesundheitlichen Langzeiteinschränkungen erwarten muss. Hier ist die Politik also definitiv gefragt", so Weber. In Österreich wird die Zahl der Menschen mit Langzeiteinschränkung im Jahr 2017 bei etwa 193.000 Frauen und rund 117.000 Männern geschätzt. Bis 2047 soll diese Zahl laut Prognose auf zirka 308.700 Frauen und rund 212.000 Männer ansteigen. Für die 26 Untersuchungsländer gesamt wird die Anzahl der Betroffenen von rund 11,5 Millionen Frauen und 6,9 Millionen Männer im Jahr 2017 auf rund 16,9 Millionen Frauen sowie 11,1 Millionen Männer mit schweren Langzeitgesundheitsproblemen bis 2047 wachsen.

13.11.2017. Die Präsidentin der Volkshilfe Österreich, Barbara Gross, plädiert für einen Ausbau der Pflegeangebote in Österreich. "Knapp 53 Prozent werden ausschließlich durch Angehörige betreut. Hinzu kommen 25 Prozent, die zwar mobile Dienste in Anspruch nehmen, dies zum Teil aber ebenfalls in Kombination mit informeller Angehörigenpflege. 17 Prozent werden in Pflege- und Altersheimen betreut und 5 Prozent nehmen 24-Stunden-Betreuung in Anspruch." Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass der Großteil der informellen Pflegeleistung durch Frauen erbracht wird. Dies bedeutet in der Praxis eine körperliche und psychische Doppelbelastung für diese Frauen. Der Ausbau an mobilen Pflegeleistungen sowie alternativen Pflegeformen sei unumgänglich, betont sie: "Wir brauchen flexible und leistbare Angebote für stundenweise Betreuung, Wochenendbetreuung und ambulante Betreuung in der Nacht. Die mobile sowie die teilstationäre Pflege müssen stark ausgebaut werden. Diese Angebote müssen die Heterogenität der Zielgruppen berücksichtigen und es braucht Möglichkeiten für die Entwicklung und Erprobung neuer innovativer Modelle."

Ein dementsprechender Ausbau der Pflegeangebote würde sich nicht nur positiv auf das Pflegesystem, sondern auch auf die Arbeitslosigkeit auswirken: "Wird auf die in sich sehr heterogene Nachfrage in der Pflege mit einem bedürfnisorientierten Angebot geantwortet, wirkt sich das letztlich auf die gesamte Gesellschaft positiv aus. Gefordert sind die politischen VerantwortungsträgerInnen. Wir brauchen Maßnahmen, die den Lückenschluss zwischen stundenweiser Betreuung und der 24-Stunden-Betreuung ermöglichen, pflegende Angehörige entlasten und letztlich zu einem langfristig abgesicherten Pflegesystem in Österreich führen."

03.11.2017. Rund um den vor der Wahl vollmundig versprochenen legen sich nun die Gemeinden quer. Sie fürchten eine gewaltige finanzielle Mehrbelastung, zumal man sich bei den ersten Kostenschätzung offenbar gewaltig vertan hat. Statt der kolportierten 100 Millionen Euro Zusatzkosten sollen es 300 Millionen sein. Man darf gespannt sein, ob die neue Regierung die Gemeinden im Regen stehen lässt oder tatsächlich die Verantwortung gegenüber betagten BürgerInnen und ihren Familienangehörigen wahrnimmt.

31.10.2017. Tolles Service der Volkshilfe Niederösterreich: Auf kann man – abgestimmt auf die Höhe des persönlichen Einkommens – die Kosten und Landesförderungen für die mobile Pflege und Betreuung in Niederösterreich berechnen lassen. Der Präsident der Volkshilfe Niederösterreich, Prof. Ewald Sacher dazu: "Aus der Praxis wissen wir, dass für viele Betroffene die komplizierte Berechnung der Kosten und Förderung sehr verwirrend ist. Unser Online-Preisrechner als kostenloses Service ist eine wertvolle Hilfe. Die Kosten und Förderungen werden übersichtlich dargestellt und können so auch im Vorhinein kalkuliert werden."

Für Spezialfälle der Pflegekostenberechnung kann man sich aber auch weiterhin direkt an MitarbeiterInnen der Volkshilfe NÖ / Service Mensch GmbH richten. Falls noch kein Pflegegeld bezogen wird, helfen diese auch bei der Antragstellung, informieren über eine mögliche Erhöhung der Pflegegeldstufe und beantworten Fragen rund um Pflege und Betreuung. Sie sind telefonisch unter der Hotline 0676 / 8676 erreichbar.

04.10.2017. Die Diakonie Österreich () fordert eine breite Diskussion über den Umbau des Pflege- und Betreuungssystems. Generationenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe – sie ist mehr als Sozial- und Gesundheitspolitik. Es geht genauso um Wohnen und Lebensräume, Mobilität, Bildung, Wirtschaft und Versogung (am besten Nahversorgung). Ältere Menschen sind nicht nur ein Kostenfaktor, sondern wichtiger Teil der Gesellschaft. "Der demographische Wandel und seine Folgen für das Zusammenleben der Generationen und für Pflege und Betreuung älterer Menschen müssen im Wahlkampf breit diskutiert werden. Einzelmaßnahmen wie die begrüßenswerte Abschaffung des Pflegeregresses sind zu wenig", meinte Michael Chalupka, der Direktor der Diakonie Österreich, vor drei Wochen auf einer Pressekonferenz zur Zukunft der Pflege.

Pflege Blog 2

28.09.2017. Die Vorkommnisse in einem Pflegeheim in Kirchstetten haben viele ÖsterreicherInnen tief erschüttert und verunsichert. Dazu die Sozialsprecherin der SPÖ Niederösterreich, Landtagsabgeordnete Christa Vladyka: "Gewalt in der Pflege muss bei der Überprüfung von Einrichtungen viel mehr berücksichtigt werden. Pflegeanbieter sollten darlegen, was sie aktiv zur Gewaltprävention unternehmen und wie sie mit problematischen Vorfällen umgehen. Die veröffentlichten Dokumente aus dem Pflegeheim in Kirchstetten sind Hinweise auf erschütternde Verbrechen. Wir fordern lückenlose Aufklärung, die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden."

27.09.2017. Um die Qualitätsansprüche bei der Pflege betagter Menschen möglichst hoch zu halten, muss auf die Attraktivität des Pflegeberufes ein hohes Augenmerk gelegt werden. Dazu der Markus Mattersberger, Präsident des "Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs": "Einerseits gilt es das derzeitige Pflegepersonal durch entsprechende Maßnahmen – wie z.B. Gesundheitsförderung – im Beruf zu halten, andererseits in die Aus- und Weiterbildung zu investieren, um einem Mangel an gut ausgebildetem Pflegepersonal entgegenzuwirken. Wichtig ist, dass in der Ausbildung auf die demografische Entwicklung Bedacht genommen wird. Ausbildung für den Akutbereich in den Krankenhäusern erfordert andere Schwerpunkte, als Ausbildung für die Betreuung von Hochaltrigen und oftmals an Demenz erkrankten Menschen. Genau für diese Menschen haben wir dringenden Bedarf an gut ausgebildetem Personal."

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