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Krebs / Vorsorge / Nachsorge

Unter Krebs verstehen MedizinerInnen verschiedenste onkologische Erkrankungen, bei denen sogenannte Malignome entstehen. Diese auch als bezeichneten Zellen haben die Fähigkeit, sich ungebremst zu vermehren, zerstörerisch in das umliegende Gewebe einzuwachsen und über den Blutweg bzw. Lymphweg sogenannte Metastasen (Tochtergeschwülste) zu setzen. Ärzte und Ärztinnen, die sich schwerpunktmäßig mit Diagnostik und Therapie von bösartigen Tumorerkrankungen befassen, nennt man auch Onkologen bzw. Onkologinnen. Bezüglich Krebsvorsorge wirken am besten Ausdauertraining, gesunde Ernährung und ein erholsamer Schlaf. Zur Nachsorge gibt es Rehabilitationseinrichtungen und spezielle Kurorte (z.B. ).

Krebs 1

Gleichwohl bei vielen Arten von Krebs enorme diagnostische als auch therapeutische Fortschritte gemacht wurden, empfinden die meisten Menschen einen entsprechenden ärztlichen Befund als Schock. Man weiß, dass nun etliche Zusatzuntersuchungen bevorstehen, dass die Therapie – je nach Krebsart – unter Umständen beschwerlich werden könnte und für den Rest des Lebens eine latente Ungewissheit bestehen bleibt, ob der Krebs nicht vielleicht wiederkomme bzw. eine Streuung von Krebszellen Metastasen hervorgerufen habe.

Krebstherapie

Das Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH Wien; siehe auch die ) bietet eine Krebstherapie an, die konsequent auf die individuellen Bedürfnisse des betroffenen Patienten / der betroffenen Patientin abgestimmt ist. Leiter der innovativen Vorgehensweise ist Prof. Dr. Christoph Zielinski. Mehr dazu siehe den Beitrag . Siehe auch das Stichwort .

Lebensstiländerung / Unterstützung

Wie bei allen Schicksalsschlägen, hat auch die Diagnose Krebs direkte Auswirkungen auf die Lebensführung. Manche der Änderungen ergeben sich "automatisch" im Rahmen der Therapiemaßnahmen und entsprechend dem Krankheitsverlauf, andere durch einen Einstellungswandel zum Leben und zur eigenen persönlichen Lebensweise. Wer dem Krebs kontern will, baut auf eingen gesünderen Lebenswandel. Oft mit im Programm: Nahrungsergänzungen, mehr Sport, Entspannungsübungen und Mentaltraining. Das dafür notwendige Know-how holt man sich am besten in Selbsthilfegruppen, Fachvorträgen, Workshops und Büchern.

Sport im Freien – Neue Perspektiven für Krebspatienten

Eine Krebserkrankung ist für den Betroffenen und den Familien- und Freundeskreis ein einschneidendes, herausforderndes Erlebnis. Naturfreunde und "Outdoor against Cancer" starten damit in Österreich und auch europaweit ein richtungsweisendes gesundheitspolitisches Projekt. Im Jahr 2019 werden erste therapiebegleitende Kurse als Pilotprojekt starten, ab 2020 sollen breit gefächerte Outdoor-Angebote für Krebspatienten fix im Kursangebot der Naturfreunde verankert sein.

Die Naturfreunde wollen gemeinsam mit "Outdoor against Cancer" Krebspatienten, die durch ihre Diagnose verunsichert sind, neuen Mut und neue Perspektiven bieten. Viele fühlen sich in solch einer schwierigen Lebensphase hilflos und sehen es als einzige Perspektive, sich ausschließlich auf die Hilfe der kurativen Medizin zu verlassen. In dieser Phase wollen die Naturfreunde Krebspatienten etwas Einfaches und Wirksames in die Hand geben: gesundheitsfördernde Bewegung.

Philipp Liesnig, Landesvorsitzender der Naturfreunde Kärnten: "Wer Erkrankungen präventiv vorsorgen möchte, der ist bei den Naturfreunden mit Sport in der Natur bereits seit vielen Jahren gut aufgehoben. Schon bald wollen wir auch im therapiebegleitenden Bereich passende Angebote bereitstellen. Über 2.000 Studien belegen die positive Wirkung von Outdoor-Aktivitäten im Hinblick auf Krebserkrankungen. Wir denken hier ab dem Jahr 2019 an Sportarten wie Wandern, Klettern, Laufen, Turnen oder auch Kanu."

Petra Thaller, Initiatorin der gemeinnützigen Initiative "Outdoor against Cancer": "Wir sprechen hier nicht von Leistungssport, manchmal ist ein Spaziergang die richtige Sportdosis, um seine Fitness im passenden Rahmen aufrecht zu erhalten. Das Ziel sollte sein, dass ein Krebspatient in der Behandlungsphase nie eine Chemotherapie aussetzen muss, weil er ausreichend fit ist, weil er kein Fieber bekommt, weil ihm nicht schlecht ist und weil unter anderem die Herz- und Blutwerte passen." Auch mental sei Sport in der Gruppe laut Thaller im Umfeld der Naturfreunde eine tolle Unterstützung: "Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich während der Chemotherapie manchmal einfach nicht mehr aus dem Bett rauswollte. Da haben mich dann meine Kinder aufgemuntert und geschnappt und sind mit mir an der frischen Luft spazieren gegangen. Diese schwere Phase mit anderen Menschen gemeinsam durchzustehen und regelmäßig mit anderen darüber zu sprechen – das hilft schon sehr."

Günter Abraham, Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde: "In ganz Österreich arbeiten gut ausgebildete Instruktoren und Übungsleiter der Naturfreunde Österreich. Ziel ist es, das nötige Spezialwissen in unsere klassischen Ausbildungen zu implementieren. Die Naturfreunde sind mit über 460 Ortsgruppen österreichweit vernetzt. Wir wollen für Krebspatienten ein passendes Bewegungsangebot in unmittelbarer Umgebung zum Wohnort zur Verfügung stellen."

Das Projekt "Outdoor against Cancer: move yourself, go out and live" wurde von der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung von Dr. Hande Hofmann und Dr. Thorsten Schulz bei der Europäischen Kommission erfolgreich eingeworben. Gemeinsam mit den Naturfreunden Kärnten erhielt man zusammen mit Organisationen aus vier weiteren Europäischen Ländern (Deutschland, Italien und Schweden und Griechenland) für 2019 und 2020 eine Förderung im Rahmen von "ERASMUS+ Sport".Unter dem Titel "Outdoor against Cancer: Wie Bewegung und Sport in der Natur im Kampf gegen Krebs wirken – Schnellere Genesung, mehr Lebensqualität, bessere Prognosen" wurde von Petra Thaller und Thorsten Schulz auch ein Buch zum Thema veröffentlicht.

Claudia Mainau: Yoga – Zurück ins Leben. Wie Yoga bei Krebs heilen kann

Viele an Krebs erkrankte Menschen kämpfen mit Stimmungsschwankungen (bis hin zu Depressionen), Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und Energieschwäche – wobei die Ursachen sowohl psychisch als auch physisch bedingt sind (auch z.B. durch die Medikamente und Therapien). Yoga kann bei der Bewältigung dieser Probleme helfen. Claudia Mainau hatte selbst zweimal Leukämie und konnte sich mit Yoga deutlich ihre Lebensqualität verbessern. In ihrem Buch finden sich nicht nur ausführliche Erklärungen über die Art und Weise wie Yoga das zustande bringt, sondern auch ein großer Übungsteil mit detaillierten Anleitungen. Ihre persönlichen Erfahrungen gepaart mit ihrem Wissen als ganzheitliche Ärztin mit eigener Yogapraxis gibt sie nun in diesem Buch weiter.

Claudia Mainau: Yoga - Zurück ins Leben - Yoga

Einfach, anschaulich und durch sehr schöne Fotos illustriert, beschreibt sie welche Strategien zur Bewältigung der bei Krebs häufig auftretenden körperlichen und mentalen Lebenskrise helfen können und wie sich die Geisteshaltung und Lebensführung durch Yoga positiv auf die Krankheit auswirkt. Herzstück des Buches sind die Yoga-Übungsanleitungen in Wort und Bild. In einfachen, gut nachvollziehbaren Anleitungen stellt sie Übungen vor, ihre therapeutische Wirkung und Abwandlungen für mögliche körperliche Einschränkungen. Aus Aufwärmübungen, Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) kann sich jede(r) Betroffene ein individuelles Übungsprogramm zusammenstellen. Auch YogalehrerInnen, TrainerInnen und PhysiotherapeutInnen, ÄrztInnen und in der Onkologie Tätige werden es mit Interesse lesen.

Schützende Wirkung von Stickstoffmonoxid

Die schützende Wirkung von Stickstoffmonoxid bei bakteriellen Infekten wie Tuberkulose oder Typhus aber auch bei Malaria und HIV war schon länger bekannt. Der zugrundeliegende Mechanismus dieser Immunreaktion wurde jedoch erst durch ein Team um Prof. Dr. Günter Weiss und Dr. Manfred Nairz von der Medizinischen Universität Innsbruck eindeutig geklärt. Die für die Entwicklung effektiver Krebs- und Infektionstherapien wegweisende Forschungsarbeit wurde in der renommierten Fachzeitschrift "Journal of Experimental Medicine" veröffentlicht.

Mit Hilfe eines bereits seit über zehn Jahren in Innsbruck etablierten Tiermodells für Salmonelleninfektion konnten die Forscher nun zeigen, dass das von Immunzellen gebildete Molekül NO in der Lage ist, den zellulären Eisenstoffwechsel – die Eisenhomöostase – zu verändern. "Das Molekül NO aktiviert einen bestimmten Proteinkomplex (Nrf2), der für die Bildung des einzig bekannten zellulären Eisenexportproteins, Ferroportin, verantwortlich ist. Ferroportin pumpt vermehrt Eisen aus der Immunzelle, wodurch eindringenden Mikroorganismen ein wichtiger Wachstumsfaktor entzogen wird und sie sich nicht weiter vermehren können. Gleichzeitig kurbelt der Eisenentzug die körpereigene Immunantwort an, sodass die Infektionserreger vom Immunsystem effektiver eliminiert werden", erklären Günter Weiss und Manfred Nairz, deren Arbeit auf der erfolgreichen Kooperation und Vernetzung mit KollegInnen am Universitätsklinikum Erlangen, der Universität Heidelberg, der Universität Seattle und der Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, fußt.

Mit der Aufklärung dieses Wirkprinzips stehen der Therapieentwicklung neue, zielführende Wege in der Behandlung von Infektionen und Tumorerkrankungen offen. "Der gezielte Eingriff in die Eisenverfügbarkeit über die Wirkungsweise von NO sowie über Beeinflussung der Aktivität von Nrf2 und Ferroportin ermöglicht eine positive Beeinflussung des Verlaufs von spezifischen Infektionen und auch bösartigen Tumorerkrankungen", ist Prof. Weiss überzeugt.

Hoffnung auf Cholchicin / ICT2588

Wissenschaftler der University of Bradford sind gaben sich zuversichtlich, dass das in Herbstzeitlosen vorkommende Cholchicin / ICT2588 bösartige Tumore zerstören kann. Sie entwickelten eine Methode, die bewirkt, dass das Gift erst im Tumor voll wirksam wird, während gesundes Gewebe von der Giftwirkung ausgespart bleibt. Erste Versuche am Menschen könnten ab März 2013 beginnen. Bis dann entsprechende Medikamente genehmigt werden und verfügbar sind, könnte es aber rund sechs bis sieben Jahre dauern. Und ob dann wirklich ein für den Menschen gut wirksames und nebenwirkungsfreies Mittel gefunden wurde, ist noch mehr als ungewiss. Vergleiche auch unser Stichwort .

Vorsorge und Früherkennung

In Österreich werden regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen für Brustkrebs, Darmkrebs sowie Gebärmutterkrebs angeboten. Vor allem Männer und Frauen über 50 Jahren sollten an Programmen zur Früherkennung von Darmkrebs teilnehmen. In der Broschüre "Frühzeitig. Regelmäßig. Krebs vorbeugen" der Österreichischen Ärztekammern finden Sie alles Wissenswerte zur Vermeidung von Krebserkrankungen.

Stichwörter, die im Zusammenhang mit Krebs wichtig sind

Lektorat dieser Seite durch Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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Siehe auch

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