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Vitamin A / Retinol

Zu den A-Vitaminen (Retinoide) zählen Retinol, Retinsäure und Retinal. Sie werden in der Leber aus Beta-Carotin gebildet bzw. mit der Nahrung (Retinol) aufgenommen und in der Leber gespeichert. Retinoide zählen zu den fettlöslichen Vitaminen und weisen eine Vielzahl an Wirkungen auf.

Dazu zählen: Beteiligung am Sehvorgang (Augen-Vitamin, Sehpurpur), Schutz für das Epithelgewebe (Haut und Schleimhaut), Wirkung gegen (unter anderem wichtig für ), Normalisierung der Verhornung, Modulation des , Verminderung der Talgproduktion, Wachstumsförderung, Funktionen im Bereich der Reproduktion (Oogenese und Spermatogenese, während der Schwangerschaft, Produktion von Steroidhormonen wie Testosteron), Beteiligung an diversen Stoffwechselfunktionen und eine Funktion als .

Täglicher Bedarf eines Erwachsenen: 1,7 bis 2,7 mg. Fischleber, Fischöl und Butter sind Lebensmittel, welche besonders viel Vitamin A enthalten. Beta-Carotin findet man unter anderem in , Früchten und Gemüsesorten (z.B. und ). Siehe auch das Stichwort .

A-Vitamine zählen zu den wenigen Vitaminen, deren Überdosierung zu akuten Beschwerden führt, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und .

Werden Retinoide über einen längeren Zeitraum hinweg therapeutisch eingesetzt (bei Hauterkrankungen wie z.B. Akne oder , zur Behandlung von Nachtblindheit), kommt es am häufigsten zu trockener Haut und Schleimhaut sowie einer Erhöhung diverser Laborparameter (Leberwerte, Fettwerte). und , Bindehautentzündung, Nasenbluten, depressive Verstimmung oder vorübergehender sind weitere, mögliche Nebenwirkungen. Eine gleichzeitige Gabe von Tetracyclinen (Antibiotika) muss vermieden werden. Eine Retinoid-Therapie ist zusätzlich teratogen und embryotoxisch, das heißte sie schädigt das ungeborene Kind und darf daher keinesfalls bei Schwangeren eingesetzt werden, ebenso muss von Frauen im gebärfähigem Alter ein sicherer Empfängnisschutz während der Therapie angewandt werden.

Vitamin A-Mangelerscheinungen treten bei ausgewogener Ernährung relativ selten auf und betreffen in den westlichen Industrieländern hauptsächlich Patienten mit Erkrankungen von Darm, Pankreas, Leber oder Gallengängen und somit gestörter Fettverdauung bzw. Fettaufnahme.

Mögliche Beschwerden

  • Nachtblindheit
  • Erblindung (Endzustand meist bei Kleinkindern mit fehlender oder zu spät einsetzender Therapie)
  • Haut- und Schleimhautveränderungen
  • Wachstumsstörung (bei Kindern)
  • Störungen der Sexualfunktionen
  • Missbildungen des Ungeborenen
  • Infektanfälligkeit

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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