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Kopfschmerzen

Beinahe jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens von Kopfschmerzen geplagt. Sie können vereinzelt, als eigenständige Krankheit oder aber auch als Symptom einer vorliegenden Grunderkrankung auftreten. Kopfschmerzen dürfen nicht verharmlost werden, sondern bedürfen zunächst einer Abklärung. Auch "eigenständige Therapien" mit Schmerztabletten ergeben, über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt, gravierende Probleme: Einerseits verschleiern sie ein vorhandenes Symptom, andererseits führen sie zur Abhängigkeit mit Dauerkopfschmerz und möglichen Organschädigungen (z.B. ).

Wetterfühligkeit

Häufigste Ursache für harmlose Kopfschmerzen ist ein Wetterumschwung bzw. eine bestimmte Wetterlage. Manche Menschen reagieren stark auf Föhn, Sturm und übermäßige Hitze. Bedingt durch den Klimawandel hat sich in Europa die Anzahl an Tropentagen stark erhöht. Der Alpenraum zählt zu jenen Regionen, die besonders stark von außergewöhnlichen Hitzewellen betroffen sind. Eine gute kann helfen, die Auswirkungen von Wetterfühligkeit zu minimieren.

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Idiopathische Kopfschmerzen

Zahlreiche Auslöser werden diskutiert. Ganz oben in der "Hit-Liste" stehen:

Zu dieser Kopfschmerzform zählen:

  • Spannungskopfschmerz ("gewöhnlicher" Kopfschmerz)
    Häufigste Form – tritt im Rahmen von äußeren Verspannungen (der Muskulatur) und inneren Anspannungen (Konflikte, Probleme) episodisch oder chronisch (d.h. mindestens 15 Tage/Monat innerhalb eines halben Jahres) auf. Ein meist beidseitiger und druckartiger Schmerz, eventuell von einer geringen Lärm- und Lichtempfindlichkeit begeleitet, aber nie zu Übelkeit oder Erbrechen führend.

  • Typisch halbseitig auftretende Kopfschmerzen, welche oft als pochend oder stechend empfunden werden und mit verschiedenen Begleitsymptomen einhergehen, wie etwa Übelkeit, Erbrechen, Licht- Lärm- und Bewegungsempfindlichkeit. Eine Migräne kann mit oder ohne Aura auftreten (Aura: Neurologische Beschwerden zu Beginn der Attacke, z.B. Augenflimmern, "blinder Fleck", Sprachschwierigkeiten)
  • Cluster-Kopfschmerz (Bing-Horton-Kopfschmerz)
    Halbseitig im Gesicht auftretende, heftige Schmerzattacken, begleitet von rotem und tränendem Auge, Lid- und Pupillenveränderungen, Nasenrinnen und Gesichtsschweiß. Befällt häufiger Männer als Frauen und tritt in der Regel mehrmals pro Tag auf. Nach einigen Wochen kommt es meist zum Stillstand der Anfälle, welche jedoch Monate oder Jahre später wiederkehren können.

Kopfschmerz, durch Medikamentenmissbrauch ausgelöst

Häufige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten schädigt auf Dauer nicht nur innere Organe (Magen, Leber, Nieren, usw.) sondern führt auch zu einer Chronifizierung des Kopfschmerzes - ein Teufelskreis entsteht. Betrifft häufig Frauen im mittleren Lebensalter.

Symptomatische Kopfschmerzen

Kopfschmerzen im Rahmen diverser Grunderkrankungen auftretend: Krankheiten des Gehirns, der Augen oder der , Ohren- und Nasennebenhöhlenentzündungen, Kiefergelenksveränderungen, fieberhafte Erkrankungen, Wirbelsäulenblockierungen und Fehlhaltungen, Bluthochdruck, gewisse Herzfehler, Anämien, Tumoren, Depressionen, Medikamenteneinnahmen, Vergiftungen, usw.

Diagnosemöglichkeiten

  • Anamnese
  • Kopfschmerztagebuch (Häufigkeit, Auslöser, usw.)
  • Klinische Untersuchung (inkl. Neurostatus, Auge- und HNO-Kontrollen)
  • Labor
  • CT, MR, EEG, NNH-Rö

Therapie

Grundsätzlich gilt: Selbstbeobachtung und entsprechende Meidung von Kopfweh-Auslösern können die Häufigkeit auftretender Attacken erheblich vermindern. Herkömmliche Spannungskopfschmerzen sind recht gut mit und bei Bedarf kurzfristig medikamentös behandelbar (Acetylsalicylsäure oder Paracetamol: Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich). Dennoch gilt: Entspannungsübungen, Bewegung, Muskelrelaxation und bei Bedarf Überlegungen zur Konfliktlösung und Bewältigung belastender Situationen sollten im Vordergrund stehen.

Für Migräne und Clusterkopfschmerz-Patienten stehen spezielle Medikamente zur Attackenbehandlung zur Verfügung und werden nach neurologischer Abklärung verschrieben. Auch vorbeugende, medikamentöse Behandlung (Prophylaxe) ist möglich und verbessert in vielen Fällen die Lebensqualität enorm. Lassen Sie sich von einem Neurologen beraten, viele Mediziner bieten bereits spezielle Migräne-Sprechstunden an.

Für bereits medikamentenabhängige Schmerzpatienten gilt: So schnell als möglich Entzug, welcher sowohl ambulant, als auch stationär durchgeführt werden kann. Die Therapie der symptomatischen Kopfschmerzen richtet sich nach der jeweils vorliegenden Grunderkrankung, eventuell ist eine schmerzstillende Behandlung zusätzlich notwendig.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

Beiträge zur Linderung der Schmerzsymptomatik und Reduktion der Anfallshäufigkeit

Siehe auch

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