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Kreisrunder Haarausfall

Die Krankheit "Alopezia areata" wird im Deutschen sehr charakteristisch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet. Dabei handelt es sich um die häufigste Form eines umschriebenen Haarverlustes, der typischerweise schubartig und scheibenförmig auftritt und entzündlich verläuft. Der Haarausfall ist oft sehr ausgedehnt und kann in eine permanente Alopezie einmünden. Betroffen sind meist Menschen mittleren Alters, in 30 Prozent der Fälle erkennt man eine familiäre Häufung. Ursache der Erkrankung ist eine Störung des in Form einer Autoimmunreaktion – somit besteht keine Ansteckungsgefahr. Symptome sind: meist plötzlicher Beginn, vollständiger Haarausfall in einem oder mehreren (meist münzgroßen) Areal/en, wobei anfangs einzelne, oft weiße, Haare erhalten bleiben können, Ausbreitung im Verlauf der Erkrankung, am Rand des Herdes sind Haarbüschel leicht ausreißbar, oft zusätzlich Nagelveränderungen vorhanden (Längsrillen, Tüpfelnägel), weitere Autoimmunerkrankungen in Kombination möglich.

Die Kopfhaare sind bevorzugt betroffen, Augenbrauen und Wimpern können ebenso ausfallen, bei Männern ist auch eine Entstehung von Herden innerhalb von Bart und Körperbehaarung möglich. Der Krankheitsverlauf schwankt über Monate bis Jahre, mit vorübergehender Besserung und schubartigem, erneutem Auftreten. Genaue Anamnese, typisches Erscheinungsbild und Trichogramm (Haaruntersuchung) führen zur Diagnose. Auf womöglich zusätzlich vorhandene, weitere Autoimmunerkrankungen muss geachtet werden.

Therapie

  • lokale Kortisontherapie: kurzfristig und versuchsweise an kleinen Herden
  • Immuntherapie mit Diphencypron ist Mittel der Wahl bei schwerwiegenden Verläufen; muss sehr lange angewandt werden, da ein Abbruch der Therapie vor einem "Ausbrennen" der Erkrankung stets zu einem neuerlichen Alopezie-Ausbruch führt
  • Fraglich: Phototherapie, Laser, Anthralin

Prognose

Eine Spontanheilung ist ebenso möglich wie ein chronisch-wiederkehrender Verlauf, der letztlich in einen Stillstand mit einigen bleibenden Herden mündet. Leider wird auch ein Fortschreiten der Erkrankung beobachtet, welches in einen permanenten, totalen Haarausfall führen kann. Beginnt die Erkrankung jedoch erst im Erwachsenenalter, etablieren sich nur einige, wenige Herde. Finden sich keine weiteren Fälle bei nahen Verwandten und fehlen zusätzliche Autoimmunkrankheiten ist die Prognose günstig.

Betroffene Menschen sind durch kreisrunden Haarausfall auch psychisch in Mitleidenschaft gezogen. Ihnen ist anzuraten, Selbsthilfegruppen aufzusuchen oder den Rat eines Psychologen in Anspruch zu nehmen.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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