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Meningokokken Meningitis

Unter Meningokokken-Meningitis versteht man eine Entzündung der weichen Hirn/Rückenmarkshäute (siehe ), ausgelöst durch eine Infektion mit Neisseria meningitidis = Meningokokken, gramnegative Bakterien mit 12 Serotypen.

Meningokokken sind für mehr als 50 Prozent der Meningitisfälle im Kindesalter verantwortlich, bei Erwachsenen für immerhin 30 Prozent. 80 Prozent der Meningokokken-Meningitis-Fälle betreffen Menschen unter 20 Jahren, weltweit gesehen zählen sie zu den häufigsten Todesursachen von Kindern.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion - bis zu 10 Prozent der gesunden Bevölkerung tragen Meningokokken auf ihren Nasen-Rachen-Schleimhäuten. In Österreich zählt man etwa 100 Erkrankungsfälle pro Jahr, 70 Prozent davon durch Serotyp B, etwa 30 Prozent durch Serotyp C verursacht. Dies ist insofern von Bedeutung, da derzeit ausschließlich eine Impfung gegen C-, A-, W135- und Y-Meningokokken möglich ist, jedoch nicht gegen den, bei uns häufigen, B-Serotyp.

Allerdings steigt der Anteil an A-, W- und Y-Meningokokken-Hirnhautentzündungen in anderen Ländern stark an, etwa im sogenannten "Meningitisgürtel" Afrikas, einer breiten Zone südlich der Sahara, in der es häufig zu großen Ausbrüchen dieser Erkrankung kommt. Aber auch in Europa gibt es Länder, in denen die Erkrankung häufiger auftritt als in Österreich. So wird etwa Schülern oder Studenten bei längeren Aufenthalten in betroffenen Gebieten (siehe: Schutz) ebenfalls eine C-Meningitisimpfprophylaxe empfohlen. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 4 Tage, manchmal aber auch bis zu 10 Tagen.

Krankheitszeichen (zu Beginn einer Grippe ähnlich)

  • Schlagartiger Beginn
  • Schweres Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Nackensteifigkeit
  • Hohes Fieber
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Erhöhte Reizempfindlichkeit (z.B. auf Licht)
  • Eventuell: Bindehautentzündung
  • Eventuell: Fieberbläschen
  • Bei Meningoenzephalitis: Verwirrtheit, Krämpfe, Bewusstseinsminderung

Komplikationen

  • Meningokokken-Sepsis und Waterhouse-Friderichsen-Syndrom: Kleinflächige Haut- und Schleimhautblutungen, Blutungen und Zerstörung der Nebennierenrinde, Multiorganversagen
  • Lungenversagen
  • Hirnödem
  • Hirnabszess
  • Erhöhtes Risiko für Thrombose und Lungenembolie

Mögliche Spätfolgen

  • Hydrocephalus
  • Epileptische Anfälle
  • Hörstörungen, Taubheit
  • Lähmungen
  • Geistige Retardierung

Diagnose

  • CT (Ausschluss eines erhöhten Hirndrucks, bevor Liquorpunktion durchgeführt wird)
  • Liquorpunktion und -analyse
  • Entzündungszeichen im Labor
  • Blutkultur in 50 Prozent positiv

Therapie

  • Unverzügliche Gabe von Antibiotika-Infusionen
  • Kortisonpräparate
  • Hirnödemtherapie

Prognose

In etwa 10 Prozent der Fälle endet die Erkrankung mit dem Tod. Ein Waterhouse-Friderichsen-Syndrom ist in 95 Prozent der Fälle tödlich.

Schutz

  • Meiden infizierter Personen.
  • Bei Kontakt mit Erkranktem: Vorbeugende Gabe eines Antibiotikums.
  • Impfung: Vor Reisen in Risikogebiete, für Menschen mit Immunschwäche und generell für alle Säuglinge möglich. Ein Impfschutz ist für zirka 3 Jahre gegeben (beginnend etwa zehn Tage nach erfolgter Impfung); es existieren unterschiedliche Impfstoffe.

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