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Immunglobulin G (IgG)

Immunglobuline, auch genannt (Abkürzung: AK, Ak, Ig), stammen aus der Gruppe der Glykoproteine und werden nach Kontakt mit von speziellen Abwehrzellen gebildet. Ihre Aufgabe ist es, diese Antigene (z.B. in den Körper eingedrungene Krankheitserreger) zu binden (Antigen-Antikörperreaktion) und unschädlich zu machen.

Immunglobuline können allerdings auch nachteilige Effekte auf den Organismus haben. So spielen sie eine wichtige Rolle im Rahmen von , Autoimmunkrankheiten oder Abstoßungsreaktionen von Organtransplantaten. Antikörper werden dann im Blut vermehrt festgestellt, wenn der Organismus auf gefährliche (Erreger) oder vermeintlich gefährliche Substanzen (bei Allergien) mit "Kampfmaßnahmen" antwortet oder körpereigenes Material als fremd verkennt und bekämpft (Autoantikörper).

Man unterscheidet 5 Antikörperklassen (IgM, IgG, IgA, IgD, IgE), welche zum Teil für unterschiedliche Immunmechanismen verantwortlich sind und sich unter anderem in Molekulargewicht, Serumkonzentration, zeitlichem Erscheinen nach Antigenkontakt und Lebensdauer unterscheiden.

Immunglobulin G, ein Monomer mit einer Halbwertszeit von 20 Tagen (Ausnahme IgG 3: 7 Tage), stellt jene Antikörperklasse dar, welche mengenmäßig am häufigsten im Serum anzutreffen ist: 50 Prozent der IgG´s des menschlichen Körpers sind im Blut lokalisiert und machen dort 75 Prozent aller (!) Antikörper aus. Man unterscheidet 4 IgG-Subklassen (IgG 1 - 4). Es neutralisiert Bakterien und Viren und tritt als Spätantwort im Rahmen von Abwehrvorgängen auf ("Immunglobulin der Sekundärantwort").

Beispiele für erhöhte Werte

  • Reaktiver Anstieg / chronische Infektionen (Atemwege, Darm) und Entzündungen
  • Lebererkrankungen
  • Allergische Erkrankungen (z.B. intrinsisches Asthma)
  • Autoimmun-, Immunkomplexerkrankungen
  • Manche Tumoren

Beispiele für erniedrigte Werte

Erniedrigte Werte können beispielsweise von einem angeborenen Antikörpermangel stammen (Symptom: Häufige Infektionen); oder von einem angeborener Subklassenmangel bzw. einem erworbenen Antikörpermangel im Rahmen diverser Grunderkrankungen.

Normwerte

Die Normwerte für Frauen und Männer betragen 800 bis 1700 mg/dl.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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