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Musik Blog
Blogger: Andreas Hollinek

Für viele Menschen ist Musik fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Ob Pop, Rock, Folk, oder Klassische Musik, ob Musical, Operette oder Oper, ob passiv oder aktiv genossen – die meisten von uns schöpfen aus der Musik und Kraft. Was MusikerInnen und ihre Fans jedoch seit März 2020 verbindet und stetig begleitet: die Sorge um das Ansteckungsrisiko bei gemeinsamen Proben und bei den Konzerten. Beste Strategien um eine unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden: outdoor vor indoor, Abstand halten, Hände-Desinfektion und in sensiblen Bereichen (z.B. auf den Toiletten) Maske tragen.

24.06.2022. Keine Wolke über dem Wolkenturm von Grafenegg! Der Wetterbericht hat gehalten, was er versprochen hat. Und das Ambiente, die Stimmung und die dargebotene Musik haben in ihrer Gesamtheit meine Erwartungen übertroffen. Marlies Petersen, Erwin Schrott, Shooting-Star Selina Ott, Dirigent Yutaka Sado und das das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich sorgten für ein Musikerlebnis "wie früher". Corona, Krieg und Wohlstandsverlust schienen für ein paar Stunden überwunden. Tipp: Die von Teresa Vogl moderierte Sommernachtsgala wird heute um 21.20 Uhr auf ORF 2 übertragen. Am 26. Juni um 20.00 Uhr ist sie im Radio Niederösterreich zu hören, und 3Sat zeigt sie dann am 16. Juli um 21.45 Uhr.

Sommernachtsgala Grafenegg 2022
Foto © Andreas Hollinek

  • Und noch ein Tipp: Am Sonntag, dem 4. September um 11 Uhr, wird es im Schlosspark von Grafenegg eine "Musikalische Intervention mit vier Kapellen des NÖ Blasmusikverbandes" geben. Bei freiem Eintritt wird man die Uraufführung der "Parkmusik für Grafenegg" von Georg Friedrich Haas (Composer in Residence) miterleben können.

23.06.2022. Heute wird die Sommersaison in Grafenegg eröffnet. Das Programm – und zum Glück auch die Wettervorhersage – lassen einen großartigen Abend erwarten – ich freue mich schon sehr darauf! Einen Kurzbericht mit Fotos gibt es dann morgen hier in meinem Musik-Blog.

09.06.2022. An 12 Veranstaltungsabenden von 18. August bis 4. September 2022 lässt die Klangwelle mit der neuen Show "Colours" im Schlosspark Laxenburg die Besucher:innen in eine magische Welt voller Licht, Feuer, Wasser und Musik eintauchen. Mit Einbruch der Dämmerung startet die spektakuläre Wasser-Show, begleitet von einzigartigen Live-Performances, faszinierenden Videoprojektionen, und einer packenden Lasershow. Das Event-Areal lädt mit einem feinen Gastronomieangebot ein, sich schon vor der Show im wunderschönen Areal des Schlosspark Laxenburg auf den Abend einzustimmen und im Anschluss an die Show den Abend Revue passieren zu lassen. Die Termine sind: 18. bis 21.08., 25. bis 28.08. und 01. bis 04.09.2022. Beginnzeit ist jeweils 20:30 Uhr (Einlass schon ab 18:30 Uhr). Adresse: Schlosspark Laxenburg, Schlossplatz 1, 2361 Laxenburg. Alle Infos und Tickets unter .

01.06.2022. Am 23. und 24. Juni 2022 (jeweils um 20.15 Uhr) eröffnet die Sommernachtsgala die Sommersaison am Wolkenturm in Grafenegg. Für die diesjährige Gala hat Rudolf Buchbinder die deutsche Sopranistin Marlis Petersen sowie den uruguayisch-spanischen Bassbariton Erwin Schrott eingeladen. Mit Selina Ott wird zudem eine Trompetenvirtuosin der jüngeren Generation auf der Bühne zu hören sein. Gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Yutaka Sado gestalten sie ein Programm mit bekannten Melodien und Arien:

  • Leonard Bernstein: Ouvertüre zur Operette "Candide"
    Gaetano Donizetti: "Udite, o rustiche" aus der Oper "L’elisir d’amore"
  • Richard Strauss: "Cäcilie" op. 27/2
    Vladimir Peskin: Konzert Nr. 1 c-Moll (Bearbeitung: Jan Valta), 1. Satz (Allegro con fuoco)
  • Gioachino Rossini: "Passo a sei" Intermezzo aus der Oper "Guglielmo Tell"
    Wolfgang Amadeus Mozart: "Madamina, il catalogo è questo" und "Là ci darem la mano" aus der Oper "Don Giovanni"
  • Charles Gounod: Faust-Walzer aus der Oper "Faust"
    Fred Raymond: "Wenn die Zigeunergeige singt" aus der Operette "Perle von Tokaj"
  • Michel Legrand: "Where is it written?" aus dem Film "Yentl" (Bearbeitung: Jakob Brenner)
  • George Gershwin: Ouvertüre aus dem Musical "Of thee I sing" (Arrangement: Don Rose)
  • Consuelo Veláquez: "Bésame mucho" (Bearbeitung: C. Constantini)
    Herman Bellstedt: "Napoli"
  • Harold Arlen: "Somewhere over the Rainbow" aus dem Film "Der Zauberer von Oz" (Bearbeitung für Kathleen Battle)

Alles zum Musiksommer in Grafenegg auf .

24.03.2022. Endlich wieder der Live-Musik lauschen – "Klassik Krumbach" darf erklingen. Vom 8. bis 10. Juli 2022 findet in Krumbach eines der wohl beliebtesten Musikfestivals des Bregenzerwaldes statt. Mit Klassik Krumbach verwandelt sich das Dorfzentrum in eine große Bühne, die Klassik frei von Konvention serviert. Das Publikum darf sich auf einen fantastischen Sommerauftakt mit außergewöhnlichen Konzerten freuen. Gespielt wird überall: auf dem Dorfplatz, in der Kirche, in angrenzenden Gebäuden und unter freiem Himmel. Federführend bei der Organisation sind die Geschwister Natalia Sagmeister und Alex Ladstätter. Sie haben Künstler:innen für das Festival gewonnen, die das Publikum in Klangwelten voller Spannung, Romantik und Fantasie mitnehmen. Ganz neu im Repertoire: der Bösendorfer Konzertflügel in der Krumbacher Kirche.

Das kleine Festival wird traditionell mit dem Get-together und der Vorstellung aller Künstler:innen eröffnet. Mit dabei sind etablierte Musiker:innen, die in diesem Jahr ungebrochene Kreativität und Vielfalt zeigen. Mal überraschen sie mit kraftvollen Farben, Formaten und Formationen, als würde man vor einem großen Orchester sitzen. Mal spielen sie Werke, die man nur selten zu Ohren bekommt, wie Mozarts Klavierquartett in g-Moll oder das Klarinettenquartett von Krzysztof Penderecki. Am Samstag findet ab 15 Uhr der Mozartnachmittag für Kinder statt und ab 19.30 Uhr die beliebte Soirée in der Kirche, bei der ein ganz besonderes Sextett für Klavier, Streicher und Bläser von Ernst von Dohnanyi erklingt. Mozarts Klavierquartett und das Klarinettenquartett von Penderecki gibt es bei der Matinée am Sonntag zu hören.

01.03.2022. Auch die Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft und sein künstlerischer Leiter Rudolf Buchbinder halten nicht am Engagement Valery Gergievs bei den Konzerten des diesjährigen Grafenegg Festival fest. Rudolf Buchbinder, künstlerischer Leiter Grafeneggs, und Philipp Stein, Geschäftsführer Grafeneggs: "Mit großem Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Valery Gergiev, ein langjähriger und künstlerisch hochgeschätzter Partner des Grafenegg Festival, derzeit nicht bereit ist, sich vom Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine zu distanzieren. Deshalb können wir an den geplanten Auftritten mit Valery Gergiev nicht festhalten."

Allerdings haben sich die Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft und sein Rudolf Buchbinder gleich signalisiert, dass ihr Unrechtsgedächtnis kurz sein könnte: "Wir hoffen aber, dass sich die beiden für heuer angekündigten Orchester-Gastspiele aus Russland trotz der schwierigen Rahmenbedingungen dennoch umsetzen lassen, da wir der Überzeugung sind, dass der kulturelle Austausch nicht Opfer des Krieges werden darf. Russische Kunst und Kultur sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der europäischen Identität. Wir werden die Lage laufend neu bewerten und unsere Kundinnen und Kunden rechtzeitig über Veränderungen im Programm informieren."

Für mich ist dieser vorauseilende Kniefall reichlich unpassend. In der jetzigen Situation ist es wichtig, deutliche Zeichen zu setzen. Da Russland alle Medien beinhart kontrolliert und ab sofort unabhängige Berichterstattung mit jahrelangem Gefängnis- oder Lageraufenthalt bestraft wird, muss die russische Öffentlichkeit über diese Boykott-Maßnahmen von den Verbrechen gegen die Menschlichkeit Kenntnis erlangen, die hier – mitten in Europa – begangen werden. Ich hoffe, dass die russischen Orchestermitglieder weder eine Flugverbindung, noch einen Aufenthaltsstatus bekommen werden.

28.02.2022. Am 13. Mai beginnen die Wiener Festwochen. Zu den musikalischen Höhepunkten zählen: Chorkonzerte – unter anderem mit Liedern über Ende und Erneuerung, über den Kreislauf von Leben und Tod. So auch bei Romeo Castelluccis opulentem Requiem, das schon Anfang April als ein außergewöhnlicher Prolog des Festivals zu sehen sein wird. Ein breites musikalisches Spektrum von Wolfgang Amadeus Mozart bis Iannis Xenakis, von Arnold Schönberg bis Peter Rehberg wird von den Bühnen erklingen, der herausragende bildende Künstler Philippe Parreno lässt in Phantasmagoria ein Orchester sprechen, eigens für die Festwochen entworfene Instrumente von Tarek Atoui werden an mehreren Locations bespielt.

24.09.2021. Die Stadt Wien hat nun die Weichen für eine finanzielle Unterstützung der Wiener Sängerknaben gestellt. Der gemeinnützige Verein erhält 500.000 Euro als Liquiditätsstütze für das Schuljahr 2021/2022. Auslöser für den akuten Finanzbedarf ist die Corona-Krise. Die Pandemie hat die Aktivitäten der Wiener Sängerknaben seit März 2020 stark eingeschränkt, mehr als 500 Konzerte mussten bis dato abgesagt werden. Diese machen in normalen Jahren jedoch rund 70 Prozent der Einnahmen des Vereins aus, der sonst ohne öffentliche Subventionen auskommt.

Bereits im August 2020 hatte sich der Wiener Wirtschafts- und Tourismusstadtrat Peter Hanke für eine Unterstützung der Wiener Sängerknaben ausgesprochen. Der Bezug zu Wien, sowohl geographisch, institutionell als auch inhaltlich, sowie das starke öffentliche Interesse an den Tätigkeiten des Vereins haben letztlich die Vertreter:innen aller Parteien im Finanzausschusses überzeugt. "Ich bin sehr froh, dass wir die Unterstützung der Wiener Sängerknaben für das laufende Schuljahr beschließen konnten. Die Wiener Sängerknaben sind eine internationale Visitenkarte der Musikweltstadt Wien und fixer Bestandteil des Kulturlebens unserer Stadt. Ihre Auftritte in Österreich und der ganzen Welt bringen Wien als Kulturmetropole ins touristische Bewusstsein der Menschen und erhöhen damit das Ansehen und die Bekanntheit der Stadt. Eine Unterstützung der Wiener Sängerknaben ist ein dringend notwendiger und logischer Schritt, um dieses Kulturgut zu erhalten", sagt der Wirtschafts- und Tourismusstadtrat Peter Hanke.

Professor Gerald Wirth, Präsident und Künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben, bedankt sich: "Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung, die wir bitter nötig haben: Über 500 abgesagte Konzerte stellen uns vor völlig neue Herausforderungen. Die können wir nur mit Hilfe der Stadt, also der Öffentlichen Hand bewältigen; eben 'Together', das ist auch der Titel unserer nächsten CD, die jetzt im Oktober erscheint." Ein erster Song aus der neuen CD ist schon durchgeklungen:

23.08.2021. Das Theater an der Wien beginnt die Saison 2021/22 mit einem Gastspiel des Hamburg Ballett am 28. und 29. August. Choreograf John Neumeier kreierte mit seinem Beethoven-Projekt II. eine Hommage an unseren Genius loci Ludwig van Beethoven und versammelt Werke aus der Zeit des Heiligenstädter Testaments, kombiniert mit Ausschnitten aus Christus am Ölberge. Der zweite Teil ist der Siebten Sinfonie (1812) gewidmet. Gesangssolist ist Klaus Florian Vogt. Es spielt das Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Constantin Trinks. Die Uraufführung des Ballettabends fand am 29. Mai 2021 in Hamburg statt.

21.07.2021. Die aktuelle Entwicklung der Coronavirus-Pandemie veranlasst auch Grafenegg dazu, in enger Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion NÖ die nächste Stufe des Präventionskonzepts in Kraft treten zu lassen, und damit die FFP2-Maskenpflicht bei Konzerten in allen Indoor-Räumen wieder einzuführen. Die neue Regelung gilt ab Samstag, 24. Juli 2021. Die darf demnach auch während des Konzerts nicht abgenommen werden. Davon betroffen sind in erster Linie die Matineen, Préludes und Late Night Sessions in der Reitschule sowie im Auditorium. Konzertbesucherinnen und -besucher sind jedoch angehalten, auch zu den draußen am Wolkenturm oder im Schlosshof geplanten Konzerten die FFP2-Maske mitzuführen, da bei Schlechtwetter kurzfristig ein Wechsel ins Auditorium bzw. in die Reitschule notwendig sein kann. Auch für den Besuch der Toiletten am Wolkenturm ist eine FFP2-Maske notwendig.

29.06.2021. In der Großen Galerie im Schloss Schönbrunn Hauptgebäude und ab August dann in der Orangerie Schönbrunn gibt es wieder die so schönen Schloß Schönbrunn Konzerte "Musik und Wein". Im Programm "Wiener Gemütlichkeit" entführen jeden Mittwoch und Freitag zwei bezaubernde OpernsängerInnen und das Schloss Schönbrunn Orchester in das "Alte Wien". Bei Musik der Komponisten Robert Stolz, Heinrich Strecker, Hermann Leopoldi, Franz Lehar, Carl Michael Ziehrer und Johann Strauss u.a. können die Gäste die Gemütlichkeit Wiens kennenlernen. Es erwartet einen beschwingte und romantische Wiener Musik.

Schloß Schönbrunn Konzerte Musik und Wein
Foto © Richard Tanzer / WKE [Werbung/PR]

An den Samstagen ist der Konzertabend der klassischen Musik der berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Strauss und seinen Zeitgenossen gewidmet. Im Programm "Wiener Eleganz" erleben die Besucher:innen die schönsten Melodien dieser zwei Musikgenies – sowohl Klassiker als auch weniger bekannte Werke. An allen Konzerttagen ist eine Weinbegleitung mit heimischen Weinen und Limonaden kostenfrei inkludiert. Vorschau für den Advent 2021: Ab 20. November 2021 bieten die Schloss Schönbrunn Konzerte Weihnachtskonzerte mit Glühwein an; und rund um Silvester gibt es dann die stimmungsvollen Neujahrskonzerte mit Musik von Mozart und Strauss.

25.06.2021. Bei "STADT:KULTUR im Park" in stehen zwischen 28. Juni und 16. Juli hochkarätige Kabaretts, Diskussionen und Musikalisches im einzigartigen Ambiente des Kurpark Badens auf dem Programm: am 28. Juni Florian Klenk und Florian Scheuba ("Sag Du, Florian"), am 29. Juni Ernst Molden und Ursula Strauss ("Wüdnis"), am 30. Juni Dr. Erika Freeman ("Warum Optimismus wichtig ist – Gerade jetzt!"), am 1. Juli Manuel Rubey ("Goldfisch"), am 2. Juli Wir Staatskünstler ("Jetzt erst recht reloaded! – Koste es was es wolle"), am 5. Juli 5/8erl in Ehr'n, am 6. Juli Voodoo Jürgens, am 7. Juli Lukas Resetarits ("Das Letzte"), am 8. Juli Klaus Eckel ("Ich werde das Gefühl nicht los", am 12. Juli Gunkl ("So und anders – eine abendfüllende Abschweifung"), am 13. Juli Gernot Kulis ("Best of 20 Jahre Ö3-Callboy"), am 14. Juli Hubert Achleitner (Hubert von Goisern) mit seiner Lesung "flüchtig", am 15. Juli Die Hektiker ("Gibt's Fragen?") und am 16. Juli Stermann und Grissemann ("Gags, Gags, Gags").

5/8erl in Ehr'n
Foto © Andreas Hollinek

08.06.2021. Bravo: Im Sinne der und des gibt es dieses Jahr bei der Sommernachtsgala in kein Feuerwerk. Mit Marcus Neustetter wird erstmals ein bildnerischer Künstler eingeladen, das Konzertereignis am Wolkenturm zu begleiten. Unter dem Titel "Lichtpartitur" projiziert er gemeinsam mit seinem Partner OMAi Lichtzeichnungen auf den Wolkenturm. Das Projekt soll einen Anstoß geben, über das Verhältnis zur Natur nachzudenken und Visionen für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln. Geschäftsführer Dr. Philipp Stein: "Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verpflichtung und ökologischen Verantwortung bewusst und haben es uns zum Ziel gesetzt, einen relevanten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Noch in diesem Jahr streben wir eine Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events an und die Neuerungen bei der Sommernachtsgala sind die ersten sichtbaren Maßnahmen auf diesem Weg." Grafenegg Festival Website: .

04.05.2021. "Jede heuer gezeigte Arbeit ist ein Akt um zu belegen, wie sehr es die Künste braucht, um Menschen zu einer Gesellschaft zusammenzuschweißen. Eine Geste, um Theater und Bühnen aus dem Tiefschlaf zu wecken, der ihnen aufgezwungen wurde. Ein Akt gegen die Perspektivlosigkeit. Die Bühnen müssen sich (wieder) als visionäre Orte öffnen, müssen (wieder) aktive Vehikel unserer Vorstellungskraft werden." – Christophe Slagmuylder, Intendant Wiener Festwochen. Das gesamte Programm der Wiener Festwochen 2021 finden Sie jetzt online auf . Das Festival startet ab Mai mit dem traditionellen Eröffnungskonzert am Rathausplatz – live übertragen auf ORF 2 und 3sat – sowie zwei Ausstellungsprojekten. Im Frühsommer, von Anfang Juni bis Mitte Juli, entfaltet sich das Programm mit zahlreichen neuen Werken von altbekannten, sowie für Wien neu entdeckten KünstlerIinnen. Nach einer kurzen Unterbrechung tritt das Festival im Spätsommer, von Ende August bis Ende September, ein weiteres Mal in Erscheinung.

Der Kartenverkauf für die Produktionen, die im Juni und Juli stattfinden, startet am 14. Mai, 10 Uhr. Tickets gibt es auf , bei der Festwochen-Tageskasse im MuseumsQuartier und telefonisch mit Kreditkarte. Ich freue mich schon auf das Revival von kraftvollen Eigenproduktionen, Weltpremieren und internationale Arbeiten aus allen künstlerischen Bereichen, von Theater und Musik, über Tanz, bis zur bildenden Kunst.

25.04.2021. "Christa Ludwig war bereits zu Lebzeiten eine Legende. In Oper, Oratorium und Lied setzte Christa Ludwig mit ihrem Gesang und ihrer Persönlichkeit vergleichslose Maßstäbe. Die Salzburger Festspiele haben ihr unendlich zu danken," drückt Intendant Markus Hinterhäuser seine Trauer um den Tod der wunderbaren Sängerin aus. Beeindruckende 169 Mal – 126 Opernvorstellungen, 21 Liederabende, 18 Orchesterkonzerte und eine Matinee – stand Christa Ludwig auf der Festspielbühne. 1955 debütierte sie als Zweite Dame in Mozarts "Zauberflöte". "Überraschend gut das Damenterzett: Gerda Scheyrer, Christa Ludwig, die im Ensemble ausgezeichnet klang, und Hilde Rössel-Majdan", bemerket Karl Löbl im "Express".

Im gleichen Jahr übernahm sie von Irmgard Seefried die Rolle des Komponisten in Karl Böhms legendärer Interpretation von Strauss‘ "Ariadne auf Naxos" und wurden von Kritik und Publikum gefeiert. Walther Friedländer schrieb in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Was man von Christa Ludwig hören und sehen kann, fordert zum Vergleich mit den bedeutendsten Vorbildern heraus: präziseste Führung des Organs, höchstes klangliches Ebenmaß und feinste Schattierungen, dazu ein Spiel das dem Ungestüm der Figur ganz gerecht wird. Christa Ludwig ist eine große Sängerin geworden."

In den folgenden Jahren festigte Christa Ludwig ihren Ruf als die maßstabsetzende Persönlichkeit im Mozart- und Richard-Strauss-Fach. Als Cherubino in "Le Nozze di Figaro ", Dorabella in "Così fan tutte", Octavian im "Rosenkavalier" oder Ariadne in "Ariadne auf Naxos" verzauberte sie das Festspielpublikum. 1969 stand sie erstmals als Marschallin im "Rosenkavalier" auf der Bühne des Großen Festspielhauses und die Kritiken waren hymnisch: "Zum ersten Mal singt Christa Ludwig nun auch in Salzburg die Marschallin. Sie ist seit dem Wiener Debüt unter Leonard Bernstein in die Partie zweifach hineingewachsen, hat sie sich zu Eigen gemacht. (…) Schöner in allen Lagen, emotioneller in der Höhe, farbenreicher in Mittellage und Tiefe hat die Ludwig nie gesungen als an diesem Abend", schwärmte Hans Heinz Stuckenschmied in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die großen Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit waren in Salzburg Christa Ludwigs künstlerischen Weggefährten. Herbert von Karajan, Karl Böhm und Leonard Bernstein haben mit ihr musiziert. Alle drei haben sie geliebt, verehrt, auf Dirigentenhänden getragen. "She is simply the best, and the best of all possible human beings", sprach Leonard Bernstein Millionen von Musikliebhabern auf der ganzen Welt aus dem Herzen.

1993 nahm Christa Ludwig mit einem letzten Liederabend Abschied von der Festspielbühne. Es war Gerard Mortier, der in diesem sehr bewegenden Moment die rechten Worte fand: "Hier gilt’s der Kunst", wie es bei Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" heißt. Christa Ludwig hat sich in ihrem Sängerleben stets an dieses Motto gehalten, in Wien, in der Welt und immer wieder in Salzburg.

Auch nach Beendigung ihrer Gesangskarriere blieb Christa Ludwig den Salzburger Festspielen eng verbunden. Bis zuletzt gab sie alljährlich im Rahmen des "Young Singers Project" ihr Wissen und ihre Erfahrung an die junge Generation weiter. Dass sie dabei auch die Schattenseiten eines Sängerlebens – etwa die allgegenwärtige Angst um die Stimme – nicht aussparte, machte ihre Ratschläge in einer Zeit in denen Casting-Shows jungen Menschen vorgaukeln, dass man auch ohne Anstrengung zu Ruhm und Reichtum gelangen könne, so kostbar und wertvoll. Auch für den 17. Juli 2021 wäre eine Master Class geplant gewesen.

"Die Salzburger Festspiele verdanken Christa Ludwig unvergessliche Sternstunden. Sie gehörte zu jenen Künstlern, die den Festspielen ihren herausragenden internationalen Ruf gegeben haben", so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. "Als winziges Zeichen für die große Trauer und die Dankbarkeit die uns erfüllt, weht auf dem Festspielhaus die schwarze Fahne"

14.04.2021. Wem Spielstätte und Programm "Theater im Park" gefallen haben, dem wird auch "Globe Wien Open Air" gefallen. Das Veranstalterduo Michael Niavarani und Georg Hoanzl hat ihr erfolgreiches Konzept nach St. Marx geklont. Auf einer 4500 Quadratmeter großen Freifläche zwischen der Marx Halle und dem markanten Magenta-Telekom-Gebäude (dort, wo bisher die KünstlerInnen nach ihrem Auftritt im "Globe Wien" backstage verabschiedet wurden) werden diese von Ende Juni bis September ihr Publikum begrüßen. Geplant sind 500 bis 1500 Sitzplätze (Parkett und Tribüne). Es gibt wieder das bewährte Outdoor-Sicherheitskonzept mit großzügigen Reihenabständen, Beistelltischen zwischen den BesucherInnen-Gruppen und einer Vorab-Getränke-Bestellung.

GLOBE WIEN OPEN AIR
Foto © Markus Wache

Das "Globe Wien" setzt mit viel Musik, Humor und Satire ein luftiges Zeichen für einen lebendigen Kultursommer mitten in Wien. Der Vorverkauf hat gestern gestartet; das Programm wird laufend erweitert – von Pop, Rap, Indie bis hin zum Wienerlied. Derzeit auf der Liste der KünstlerInnen stehen Ina Regen, Leyya, Julian Le Play, My Ugly Clementine, Avec, DAME, Kreiml & Samurai, folkshilfe, Voodoo Jürgens, Ernst Molden & Der Nino aus Wien, Omar Sarsam, Alex Kristan, Klaus Eckel, Gery Seidl, Thomas Stipsits, Martina Schwarzmann, Dieter Nuhr, Torsten Sträter und Michael Mittermeier. Tipp: Viele bereits zu einem früheren Zeitpunkt erworbene und nach wie vor gültige Eintrittskarten können nun bei diesen Terminen auch eingelöst werden.

Georg Hoanzl: "Dieser wunderbar geeignete große Platz, der im städtebaulichen, über 100-jährigen Spannungsbogen zwischen der denkmalgeschützten Marx Halle, 1881 von Rudolf Frey als erste Wiener Schmiedeeisenkonstruktion entworfen, und dem markanten, mehrfach preisgekrönten Magenta Telekom Gebäude von Günther Domenig platziert ist, ermöglicht uns dieses notwendige Projekt. Hier möchten wir uns besonders bei der Marx Halle und ihrem Team sowie unserem unmittelbaren Nachbarn der Magenta Telekom für ihr Wohlwollen dem Projekt gegenüber bedanken und freuen uns auch nach jeder Vorstellung über die schön schimmernde 34.000 Quadratmeter große LED-Fassade des Magenta Telekom Gebäudes vis-à-vis, die uns den Weg gut heimleuchtet."

26.11.2020. "Erlebnis Bühne LIVE" auf ORF III präsentiert am kommenden Sonntag (29. November) um 20.15 Uhr fast live (nämlich leicht zeitversetzt) aus dem Theater an der Wien die Neuproduktion von Mozarts Oper "Le nozze di Figaro". Die ursprünglich für den 12. November angesetzte Premiere wurde auf einen noch unbekannten Termin nach dem Lockdown verschoben.

Im April 2020 startete ORF III Kultur und Information die (Live-)Konzertreihe "Wir spielen für Österreich", die dem ORF-Publikum auch in Zeiten der Corona-Krise und des Lockdowns den Zugang zu kulturellen Live-Ereignissen und Neuproduktionen ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Wien wird mit dieser Opernübertragung auch im zweiten Lockdown weitergeführt.

Satiriker Alfred Dorfer feiert damit an der Seite von Kateryna Sokolova sein Opernregie-Debüt. Neben der Sopranistin Cristina Pasaroiu und dem Bassbariton Florian Boesch als Gräfin und Graf Almaviva tritt ein junges, internationales Ensemble auf. Stefan Gottfried dirigiert den Concentus Musicus Wien, es singt der Arnold Schoenberg Chor (Leitung: Erwin Ortner). Durch den exklusiven TV-Opernabend führt ORF-Kulturlady Barbara Rett. Die Klassikplattform fidelio präsentiert den Abend ebenfalls live um 20.15 Uhr auf .

28.10.2020. Da sich das derzeit unkontrolliert ausbreitet und die Versorgungsmöglichkeiten in Österreichs Spitälern in absehbarer Zeit an ihr Limit kommen werden, raten wir älteren Menschen und Menschen aus Risikogruppen vom Besuch von Indoor-Musikveranstaltungen dringend ab. Auch wenn in den Veranstaltungsstätten oftmals vorbildliche Vorsichtsmaßnahmen etabliert wurden, kann eine Ansteckung in diversen "Begegnungszonen" (z.B. Ein- und Ausgänge, Gänge, Garderbobe-Bereichen, Toiletten) nicht mehr ausgeschlossen werden.

08.09.2020. Das Haus der Musik (HDM) präsentiert in der neuen Kabinettausstellung "Hommage à Beethoven" (11.09.2020 bis 21.03.2021, täglich von 10 bis 22 Uhr im Innenhof des HDM; Kooperation mit WIENBEETHOVEN2020) Werke des ungarischen Bildhauers und Malers Márton Barabás, beeindruckende Objekte an der Grenze von Hören und Sehen. Als ein Künstler, der sich auf die Poesie des Klaviers spezialisiert hat, zeigt er zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens im HdM Plastiken, Buchobjekte sowie bemalte Klavierdeckel. Immer wieder nimmt er dabei auf das umfangreiche Klavierwerk Beethovens Bezug, etwa durch die Schaffung eines Multiples: Ausgestellt sind transparente Gesichtsreliefs des Komponisten, die Anstoß geben, sich in das Genie hineinzuversetzen, durch seine Augen zu sehen. Barabás Buchskulpturen, Kompositionen aus in Büchern eingelassenen Objekten, stellen eine Grenzüberschreitung vom Hör- ins Sichtbare dar. Der Künstler spricht von einer Art zweiter Stimme, die durch die Seiten herauszutreten scheint – erfahrbar wird sie allerdings nur optisch. Die Poesie der Musik ins Visuelle zu übertragen ist das Motiv, das sich wie ein roter Faden durch Barabas Werk zieht.

27.08.2020. Auch Grafenegg führt vor, was in Covid-Zeiten so alles möglich gemacht werden kann. Heute waren wir beim Konzert von Arabella Steinbacher und dem Tonkünstler-Orchester. Gespielt wurde Mozart und Brahms. Wer coronamäßig ganz auf Nummer sicher hätte gehen wollen, hätte das Konzert in einem abgetrennten Areal via Großbildschirm im Rahmen eines "Musik-Picknicks" mitverfolgen können – einen Drink inklusive.

Musik Grafenegg 2
Foto © Andreas Hollinek

Die durch (selbst mitzubringende) Nasen-Mund-Masken geschützten Wolkenturm-BesucherInnen waren angehalten, sich 45 bis 30 Minuten vor Konzertbeginn in einer vordefinierten Wartezone einzufinden, um anschließend mit gehörigem Abstand zu ihren Sitzplätzen geleitet zu werden. Es gab viele 2-er-Plätze und einige Single-Plätze. Dazwischen blieb jeweils ein Sitzplatz frei. Der Reihenabstand im Auditorium hätte – nach meinem Sicherheitsempfinden – größer sein können.

Musik Grafenegg 3
Foto © Andreas Hollinek

Zum Konzert selbst: Arabella Steinbacher und das Tonkünstler-Orchester motivierten anfangs die Schlosspark-Vögel zum Mitspielen, dann machte der abendliche Temperaturwechsel Steinbachers Stradivari etwas zu schaffen, bis dann schließlich der typische Grafenegg Sommernachts-Flow das Orchester ergriff und das Publikum begeisterte. Großartig auch der Ganzkörpereinsatz von Dirigent Fabio Luisi.

Musik Grafenegg 1
Foto © Andreas Hollinek

04.08.2020. Rabl-Stadler und Hinterhäuser haben hoch gepokert und hoch gewonnen – und mit ihnen all jene, für die Kultur ein Lebenselixier ist. Dazu eine Elsa Dreisig, die mit ihrer jungen Stimme und ihrem alle Viren dieser Welt bannenden Lächeln tief empfundene Begeisterung auslöste, und das Debüt einer jungen Dirigentin, von der man wohl in Zukunft noch viel hören und sehen wird. Eine Aufführung, die sich phönixartig in der Geschichte der einen ewigen Ehrenplatz gesichert hat! Hier der "TerrassenTalk" zu dieser Sternstunde der Oper.

Cosė fan tutte Salzburg 2020
Foto © SF / Monika Rittershaus

Zwei Tage und zwei Nächte haben Regisseur Christof Loy und Dirigentin Joana Mallwitz per Telefon verbunden vor ihren Partituren gesessen und unter Schmerzen – wie die Dirigentin sagt – einen Strich nach dem nächsten gemacht. Es sei eine Fassung von Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte entstanden, die es in anderen Jahren nicht gegeben hätte, eine Sonderversion für die Corona-Zeit, sagt Joana Mallwitz. Und dabei sei es ihr ein großer Trost gewesen zu wissen, dass Mozart wohl der Erste gewesen sei, der für 2020 eine Fassung gefunden hätte, denn er selbst habe zu seiner Zeit ohne zu zögern gestrichen und hinzukomponiert, wie er es gerade brauchte. Am Ende stehen nun zwei Stunden und zehn Minuten, in denen "so viel wie möglich von Mozarts Geist" enthalten ist, sagt die Dirigentin. Es seien viele kleine Sprünge enthalten, sowohl in Rezitativen als auch in den Arien, und insgesamt seien möglichst wenig ganze Nummern gestrichen worden.

Dass es in diesem Jahr überhaupt eine Così-fan-tutte-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen gibt, sei Christof Loy zu verdanken, sagt Intendant Markus Hinterhäuser, der außerdem von der besonderen Atmosphäre während der Proben berichtet. Es sei bemerkenswert, wie viel Freude und Zuversicht er in den Augen der Künstler sehen könne. "Wir müssen Mechanismen finden, auch in der Kultur mit dem Virus zu leben und der gesamten Situation hoffentlich irgendwann unaufgeregter entgegenzutreten", sagt er. So sei es ein wichtiges Zeichen für die gesamte Kulturszene, in diesem Jahr Festspiele zu machen. Sein Leben lang beschäftigt sich Christof Loy bereits mit dieser Mozart-Oper, vor 12 Jahren habe er es zuletzt an der Oper Frankfurt inszeniert. Auch ihm tat es weh zu streichen. "Auf der anderen Seite hatte ich damals die Erfahrung gemacht, dass man an manchen Stellen ein bisschen strecken musste, um die Handlung im Fluss zu halten", sagt er. Daher sei diese Fassung kein Rumpf und auch kein Fragment, vielmehr erinnere sie von der Länge an die großen Inszenierungen der 1950-er Jahre.

Die Così fan tutte sei eine Oper, die eine fast unerträgliche Spannung zwischen Freude und Schmerz erzeuge. Der erste Akt sei geprägt von einer starken Frivolität, der zweite Akt komme jedoch oft schlecht weg, werde gar manchmal als langweilig betitelt. Er wolle daran arbeiten sowohl das Heitere als auch das Tragische so zu bündeln, dass der tiefe Sturz deutlich spürbar wird, sagt Christof Loy. Für ihn liege vor allem eine Melancholie über dem ganzen Stück. Lustig werde es nur, wenn Missverständnisse auftreten. "Ich inszeniere die Oper nicht auf einen komischen Effekt hin", sagt er. "Es hat mich bei meiner Arbeit in Frankfurt sogar gewundert, dass die Zuschauer so viel gelacht haben." Für ihn sei es ein zeitloses Stück, weil sich jeder sofort mit den Figuren identifizieren könne. Er setze auf eine sehr minimalistische Ästhetik und das habe nichts mit Corona zu tun, das sei einfach seine Sicht auf dieses Werk.

Die Figur des Don Alfonso etwa sehe er nicht zynisch oder frauenverachtend, wie sie oft dargestellt werde. "Ich möchte ihn vor allem als Menschenfreund zeigen", sagt er. "Er macht in meinen Augen dieses Experiment mit den beiden jungen Paaren, um sie im Eilverfahren auf die Kompliziertheit des Lebens hinzuweisen und sie vor Enttäuschung zu schützen." Don Alfonso stehe für Aufklärung. Über eine Sache waren sich Loy und Mallwitz, die zum ersten Mal gemeinsam arbeiten, schnell einig: Sie möchten nicht unterscheiden, wo die Liebesschwüre echt sind und wo nur geheuchelt. Es ginge um ehrliche Gefühle. Mallwitz: "Das spiegelt sich auch in der Musik wieder."

Im Moment sitze sie viel mit dem Ensemble zusammen am Klavier, um den größtmöglichen Ausdruck zu finden. "Der Ton des Sängers sollte mitten ins Herz treffen", sagt die Dirigentin, die mit Così fan tutte ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen gibt, gleichzeitig ist sie die erste Frau, die bei den Salzburger Festspielen eine Oper dirigiert. Sie sieht sich bei Mozart als Dirigentin immer als Gegenspielerin, nicht als Mitspielerin. Die Wiener Philharmoniker seien großartig. Bei den Proben mit dem Klangkörper versuche sie vor allem authentisch zu sein, aber auch durchlässig für die Impulse, die ihr entgegenkommen. Sie habe eine klare Vorstellung der Oper, möchte ein echtes Kantabile hören, sagt sie.

Dass Christof Loy im Großen Festspielhaus inszeniert, sei für ihn kein Widerspruch, auch wenn es sich um ein Kammerspiel handelt. "Ich fühle mich auch bei kleineren Stücken oft wohler, wenn ich Weite habe zum Inszenieren", sagt der Regisseur. "Ich arbeite oft choreografisch und dafür brauche ich Platz." Er habe außerdem die Spielfläche extrem weit nach vorne gezogen. "Die Figuren sind dadurch so nah wie ich es noch nie gesehen habe."

16.07.2020. Das "Theater im Park" am Belvedere (Website: www.theaterimpark.at) steht für kulturelle Vielfalt und maximale Sicherheit in Corona-Zeiten. Zahlreiche große Namen der Klassik werden unseren Gästen musikalische Sternstunden im Schwarzenberggarten bereiten. Ein Höhepunkt – und soeben neu im Verkauf – ist am 24. August ein Abend mit Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch am Klavier. Der Pianist begleitet am 11. August auch Opernstar Camilla Nylund durch ein Programm von Mahler bis Sibelius.

Theater im Park
Foto © Theater im Park / Markus Wache

Schon kommende Woche, am 22. Juli, lassen Christian Altenburger, Franz Bartolomey (untenstehendes Foto links), Thomas Selditz und Jasminka Stancul den Jubilar Ludwig van Beethoven hoch leben. Heldentenor Andreas Schager begibt sich am 3. August gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Lidia Baich und wieder Helmut Deutsch am Klavier auf eine musikalische Zeitreise mit Wagners Nibelungen-Helden. Eine spannende Melange von Literatur und Klassik bietet Maria Happel, die am 28. Juli, begleitet von Matthias Bartolomey (untenstehendes Foto rechts), einem der vielseitigsten und interessantesten österreichischen Cellisten der jüngeren Generation und Helmut Deutsch, aus dem "Großen Lesebuch" von Alfred Polgar auf unserer Freiluftbühne vorträgt.

Franz und Matthias Bartolomey
Franz und Matthias Bartolomey. Foto © Theater im Park / Hellhake (Foto links) / Stephan Doleschal KLEIN (Foto rechts)

  • 22. Juli, 20 Uhr: Ludwig van Beethoven zum 250. Geburtstag. Christian Altenburger (Violine), Franz Bartolomey (Violoncello), Thomas Selditz (Viola), Jasminka Stancul (Klavier) bringen großformatig angelegten Beethoven in kleiner Besetzung: Sinfonie Nr. 2 in D-Dur, op. 36 und Sinfonie Nr. 3 in Es- Dur, op. 55, "Eroica".
  • 28. Juli, 20 Uhr: Über die Menschen, das Leben und die hohe Kunst. Maria Happel liest aus dem "Großen Lesebuch" von Alfred Polgar, dem großen Erzähler der Wiener Moderne. Es sind amüsante und humorvolle Geschichten, die Menschen in ihrem Alltag erleben. Cellist Matthias Bartolomey und Pianist Helmut Deutsch spielen hochromantische Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms.
  • 3. August, 20 Uhr: Siegfried auf Abwegen. Heldentenor Andreas Schager wäre 2020 der erste österreichische "Siegfried" in Bayreuth gewesen! Im Theater im Park begibt er sich gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Lidia Baich und Helmut Deutsch am Klavier, auf eine musikalische Zeitreise mit Wagners Nibelungen-Helden.
  • 11. August, 20 Uhr: Liederabend. Camilla Nylund, seit vielen Jahren unbestritten eine der ganz großen Sängerinnen der Opernbühne weltweit, bringt zusammen mit Helmut Deutsch, ihrem ständigen Liedpartner, besondere Leckerbissen von Gustav Mahler, Richard Strauss und ihrem Landsmann Jean Sibelius.
  • 24. August, 20 Uhr: Liederabend. Als echter Bayer schätzt der Weltstar Jonas Kaufmann seinen Landsmann Richard Strauss sehr. Auch für die Wiener Lieder und Operetten empfindet Jonas Kaufmann eine außergewöhnlich große Liebe. Begleitet wird er vom Pianisten Helmut Deutsch. Ein Abend der Superlative!

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