www.50plus.at

Blogs 50plus Facebook Suche E-Privacy Info Menü

MENU

Musik Blog
Blogger: Andreas Hollinek

Für viele Menschen ist Musik fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Ob Pop, Rock, Folk, oder Klassische Musik, ob Musical, Operette oder Oper, ob passiv oder aktiv genossen – die meisten von uns schöpfen aus der Musik und Kraft. Was MusikerInnen und ihre Fans jedoch seit März 2020 verbindet und stetig begleitet: die Sorge um das Ansteckungsrisiko bei gemeinsamen Proben und bei den Konzerten. Beste Strategien um eine unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden: outdoor vor indoor, Abstand halten, Hände-Desinfektion und in sensiblen Bereichen (z.B. auf den Toiletten) Maske tragen.

19.12.2022. Musik ist eine spezielle Form, um Gott zu loben. Gemäß der Stelle im Weihnachtsevangelium nach Lukas ("Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte.") kommt ihr speziell zu den Festtagen eine zentrale Bedeutung zu. Unter dem Foto eine Auswahlliste für Konzerte in Wiener Kirchen.

Weihnachten Kirchenkonzerte
Foto © Andreas Hollinek

Jesuitenkirche (Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien): 25.12.2022, 10:30 Uhr: Eucharistiefeier am Christtag, Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Samuel Rousseau und Théodore Salomé. Es musizieren: Consortium Musicum Wien, Hannes Marek – Orgel, Georg Stangelberger – Leitung.

Michaelerkirche (Michaelerplatz 5, 1010 Wien): 24.12.2022, 22:00 Uhr: Christmette mit barocker Weihnachtsmusik. Werke von Schein, Buxtehude, Bach u.a. Es musiziert das Vokal- und Instrumentalensemble St. Michael. 25.12.2022, 10:00 Uhr: Christtag. J.J. Fux: „Missa humilitatis“. Es musizieren: Solisten, Chor und Barockorchester St. Michael, Leitung: Manuel Schuen.

Augustinerkirche (Josefsplatz 4, 1010 Wien): 24.12.2022, 23:00 Uhr: Christmette mit weihnachtlicher Festmusik für Trompete und Orgel. 25.12.2022, 11:00 Uhr: Weihnachtshochamt mit Franz Schuberts Messe in C-Dur. Es musizieren der Chor und das Orchester von St. Augustin. 26.12.2022, 11:00 Uhr: Stephanihochamt mit J. G. Rheinbergers "Pastoralmesse". Es musizieren der Damenchor und das Orchester von St. Augustin. 31.12.2022, 17:00 Uhr: Jahresschlusshochamt mit der Krönungsmesse von W. A. Mozart. Es musizieren der Chor und das Orchester von St. Augustin.

Peterskirche (Petersplatz 1, 1010 Wien): 25.12.2022, 13:00 Uhr: Hochamt. Messe in D von Otto Nikolai. Es musizieren der Chor und das Orchester von St. Peter. 31.12.2022, 17:15 Uhr: Jahresabschlussmesse. Deutsche Weihnachtslieder mit dem Chor von St. Peter.

Domkirche St. Stephan (Stephansplatz, 1010 Wien): 24.12.2022, 16:30 Uhr: Erste Weihnachtsvesper mit Kardinal Christoph Schönborn. Wolfgang Amadé Mozart: "Vesperae solennes de Confessore". Gesungen und gespielt vom Wiener Domchor und dem Wiener Domorchester. 24.12.2022, 24:00 Uhr: Geläute der Pummerin. Christmette und Krippenlegung mit Dompfarrer Toni Faber und den Curpriestern. Weihnachtliche Bläsermusik mit dem Bläserensemble "Brassissimo" und Domorganist Ernst Wally. 25.12.2022, 10:15 Uhr: Pontifikalamt mit Kardinal Christoph Schönborn. Joseph Haydns "Nikolai-Messe" wird gesungen und gespielt vom Wiener Domchor und Wiener Domorchester. 25.12.2022, 16:30 Uhr: Zweite Weihnachtsvesper mit Kardinal Christoph Schönborn. Weihnachtsvesper von Johann Baptist Gänsbacher in D-Dur. Es musizieren das Vokalensemble St. Stephan und das Wiener Domorchester. 26.12.2022, 10:15 Uhr: Pontifikalamt mit Kardinal Christoph Schönborn, Erneuerung des Weiheversprechens der Diakone. Krönungsmesse von Wolfgang Amadé Mozart mit dem Wiener Domchor und dem Wiener Domorchester. 27. und 30.12.2022, 17:00 Uhr: Krippenandacht mit alpenländischer Chormusik. Ein Vokalquartett stimmt ab 16:45 Uhr mit traditionellen Weihnachtsliedern auf die Andacht ein. 31.12.2022, 16:30 Uhr: Jahresschlussandacht mit Kardinal Christoph Schönborn und Domprediger Ewald Huscava; Festliche Musik zum Jahresschluss von Joseph Haydn, Wolfgang Amadé Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und John Rutter. Es musizieren der Wiener Domchor und das Wiener Domorchester.

Votivkirche (Rooseveltplatz, 1090 Wien): 25.12.2022, 10:00 Uhr: Hochfest der Geburt des Herrn mit festlicher Musik für Orgel und Trompete.

27.10.2022. Die Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt unter ihren umfangreichen Schätzen auch das Musikarchiv Kaiser Karls VI. (1685–1740), dem letzten der "musizierenden Barockkaiser". Dieses umfasst handschriftliche, unikale Partituren von Opern, Oratorien und andere Werke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mehr als 440 Werke mit insgesamt mehr als 120.000 Seiten wurden nun digitalisiert und sind über den Online-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek und über das eigene Portal "Biblioteca Carolina Digital" unter abrufbar.

Der Bestand der sogenannten "Biblioteca carolina" setzt sich zu jeweils der Hälfte aus weltlichen Werken der Opernbühne und aus Werken im religiösen Kontext wie Messen, Oratorien und geistlichen Kantaten zusammen. Die gesamte Sammlung besteht aus ungefähr 70 Regalmetern handschriftlicher Kompositionen, die übereinander gestapelt das Wiener Riesenrad überragen würden. Beim Großteil dieser Werke handelt es sich um Unikate, die nun durch ihre Digitalisierung weltweit zugänglich sind. Das eröffnet viele neue Möglichkeiten für Forschung und Musikpraxis.

Im Rahmen des von den Österreichischen Lotterien großzügig gesponserten Projektes konnte jetzt der weltliche Teil der Sammlung digitalisiert werden. Dieser beinhaltet Opern und Kantaten für besondere Anlässe wie Geburts- und Festtage von Mitgliedern der kaiserlichen Familie oder wichtigen politischen Ereignissen wie Krönungszeremonien. In den kommenden Jahren sollen auch die Noten zu Sakralmusik wie Oratorien oder Messen online zugänglich gemacht werden.

Kaiser Karl VI. gilt als letzter der von der Nachwelt sogenannten "musizierenden Barockkaiser". Nach einer gründlichen musikalischen Ausbildung galt er als versierter Cembalist und leitete zahlreiche Aufführungen von Opern und Oratorien persönlich. Dieses vielfältige Musikleben fand seinen Niederschlag in etwa 2000 handschriftlichen Partiturbänden. Sie repräsentieren als künstlerisches Gesamtwerk das österreichische Opern- und Oratorienschaffen des Spätbarocks. Überwiegend in braunes Leder gebunden, stammen die Partituren von Komponisten, die hohe Funktionen am kaiserlichen Hof innehatten oder diese angestrebt haben. Dazu zählen beispielsweise Johann Joseph Fux, Antonio Caldara und Francesco Conti.

10.10.2022. Im MuTh Konzertsaal am Augartenspitz starten im Oktober zwei Zyklen, die über das Konzerterlebnis hinaus eine kulinarische Draufgabe bieten: Der Zyklus "Glasweise Klassiker" der Pianistin Maria Radutu beinhaltet vier Konzerte mit vorangehender kommentierter Weinverkostung (Weinverkostung nur im Zyklus enthalten), und Michael Schade lädt junge Kolleg:innen in seinen Salon und zur anschließenden Zusammenkunft mit dem Publikum bei Getränk und Häppchen.

Zyklus "Michael Schades Musiksalon – Lieder für jeden Gusto". Kammersänger Michael Schade als Sänger, Moderator und Meisterklassen-Leiter. Zyklusstart: Donnerstag 13. Oktober 2022, 19:30 Uhr. Michael Schades Musiksalon im MuTh startet mit Franz Schuberts Winterreise sowie Sturm und Maroni. Abo und Einzelkarten auf .

Michael Schade, MuTh
Foto © Moritz Schell

Zyklus "Glasweise Klassiker". 4 Konzerte mit Weinbegleitung, kuratiert von Maria Radutu. Klavierabende mit vorangehender, auf das Programm abgestimmter Weinverkostung. Zyklusstart: Donnerstag 20. Oktober 2022, 19:30 Uhr. Joujoux. Der spielerische Beginn. Maria Radutu, einstiges Wunderkind, nimmt die 1924 in Wien uraufgeführte, delikate Klaviersuite "Joujouxpourma Dame" von Mihail Jora als Ausgangspunkt für eine Klaviererzählung über die verschiedenen Orte und Stile des musikalischen Europas. Abo und Einzelkarten auf .

Maria Radutu, MuTh
Foto © Moritz Schell

07.10.2022. Was vor über 20 Jahren als Jazzreihe in den Salzburger Gaststätten begonnen hat, ist heute ein großes Musikfestival für Improvisation, bei dem alljährlich internationale Jazzmusiker:innen auf die lebendige Szene Österreichs treffen. Vom 13. bis 16. Oktober veranstaltet die Altstadt Salzburg Marketing GmbH auch diesen Herbst wieder Jazz&TheCity und lädt zum kostenfreien Musik- und Kulturgenuss ein. Ein kreatives Festivalprogramm mit rund 100 Veranstaltungen an über 15 Locations und viele nationale und internationale Künstler:innen beleben vier Tage lang die Salzburger Altstadt.

Neben klassischen Konzertsituationen auf den Hauptbühnen, unter anderem in der SZENE Salzburg, im barocken Salzburger Marionettentheater, im Markussaal, im Heckentheater oder auf der großen Open Air Bühne am Residenzplatz dienen auch Weinkeller, Braugewölbe, Kirchen und Gärten den Musiker:innen, Tänzer:innen sowie Medien-Künstler:innen als freie "Spielwiesen"-Veranstaltungsformate, wie Blind Date Konzerte, Hidden Track Spaziergänge und ganze Häuser, die komplett frei ohne vorher festgelegtes Programm bespielt werden, sollen die Lust und Neugierde wecken, sich bei diesem Festival auf Unerwartetes einzulassen. Musiker:innen und Künstler:innen gestalten und programmieren spontan neue Räume in der Altstadt und öffnen sich dabei auch zunehmend anderen zeitgenössischen Kunstformen, wie zum Beispiel Tanz, Theater und Medienkunst.

24.06.2022. Keine Wolke über dem Wolkenturm von Grafenegg! Der Wetterbericht hat gehalten, was er versprochen hat. Und das Ambiente, die Stimmung und die dargebotene Musik haben in ihrer Gesamtheit meine Erwartungen übertroffen. Marlies Petersen, Erwin Schrott, Shooting-Star Selina Ott, Dirigent Yutaka Sado und das das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich sorgten für ein Musikerlebnis "wie früher". Corona, Krieg und Wohlstandsverlust schienen für ein paar Stunden überwunden. Tipp: Die von Teresa Vogl moderierte Sommernachtsgala wird heute um 21.20 Uhr auf ORF 2 übertragen. Am 26. Juni um 20.00 Uhr ist sie im Radio Niederösterreich zu hören, und 3Sat zeigt sie dann am 16. Juli um 21.45 Uhr.

Sommernachtsgala Grafenegg 2022
Foto © Andreas Hollinek

  • Und noch ein Tipp: Am Sonntag, dem 4. September um 11 Uhr, wird es im Schlosspark von Grafenegg eine "Musikalische Intervention mit vier Kapellen des NÖ Blasmusikverbandes" geben. Bei freiem Eintritt wird man die Uraufführung der "Parkmusik für Grafenegg" von Georg Friedrich Haas (Composer in Residence) miterleben können.

23.06.2022. Heute wird die Sommersaison in Grafenegg eröffnet. Das Programm – und zum Glück auch die Wettervorhersage – lassen einen großartigen Abend erwarten – ich freue mich schon sehr darauf! Einen Kurzbericht mit Fotos gibt es dann morgen hier in meinem Musik-Blog.

09.06.2022. An 12 Veranstaltungsabenden von 18. August bis 4. September 2022 lässt die Klangwelle mit der neuen Show "Colours" im Schlosspark Laxenburg die Besucher:innen in eine magische Welt voller Licht, Feuer, Wasser und Musik eintauchen. Mit Einbruch der Dämmerung startet die spektakuläre Wasser-Show, begleitet von einzigartigen Live-Performances, faszinierenden Videoprojektionen, und einer packenden Lasershow. Das Event-Areal lädt mit einem feinen Gastronomieangebot ein, sich schon vor der Show im wunderschönen Areal des Schlosspark Laxenburg auf den Abend einzustimmen und im Anschluss an die Show den Abend Revue passieren zu lassen. Die Termine sind: 18. bis 21.08., 25. bis 28.08. und 01. bis 04.09.2022. Beginnzeit ist jeweils 20:30 Uhr (Einlass schon ab 18:30 Uhr). Adresse: Schlosspark Laxenburg, Schlossplatz 1, 2361 Laxenburg. Alle Infos und Tickets unter .

01.06.2022. Am 23. und 24. Juni 2022 (jeweils um 20.15 Uhr) eröffnet die Sommernachtsgala die Sommersaison am Wolkenturm in Grafenegg. Für die diesjährige Gala hat Rudolf Buchbinder die deutsche Sopranistin Marlis Petersen sowie den uruguayisch-spanischen Bassbariton Erwin Schrott eingeladen. Mit Selina Ott wird zudem eine Trompetenvirtuosin der jüngeren Generation auf der Bühne zu hören sein. Gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Yutaka Sado gestalten sie ein Programm mit bekannten Melodien und Arien:

  • Leonard Bernstein: Ouvertüre zur Operette "Candide"
    Gaetano Donizetti: "Udite, o rustiche" aus der Oper "L’elisir d’amore"
  • Richard Strauss: "Cäcilie" op. 27/2
    Vladimir Peskin: Konzert Nr. 1 c-Moll (Bearbeitung: Jan Valta), 1. Satz (Allegro con fuoco)
  • Gioachino Rossini: "Passo a sei" Intermezzo aus der Oper "Guglielmo Tell"
    Wolfgang Amadeus Mozart: "Madamina, il catalogo è questo" und "Là ci darem la mano" aus der Oper "Don Giovanni"
  • Charles Gounod: Faust-Walzer aus der Oper "Faust"
    Fred Raymond: "Wenn die Zigeunergeige singt" aus der Operette "Perle von Tokaj"
  • Michel Legrand: "Where is it written?" aus dem Film "Yentl" (Bearbeitung: Jakob Brenner)
  • George Gershwin: Ouvertüre aus dem Musical "Of thee I sing" (Arrangement: Don Rose)
  • Consuelo Veláquez: "Bésame mucho" (Bearbeitung: C. Constantini)
    Herman Bellstedt: "Napoli"
  • Harold Arlen: "Somewhere over the Rainbow" aus dem Film "Der Zauberer von Oz" (Bearbeitung für Kathleen Battle)

Alles zum Musiksommer in Grafenegg auf .

24.03.2022. Endlich wieder der Live-Musik lauschen – "Klassik Krumbach" darf erklingen. Vom 8. bis 10. Juli 2022 findet in Krumbach eines der wohl beliebtesten Musikfestivals des Bregenzerwaldes statt. Mit Klassik Krumbach verwandelt sich das Dorfzentrum in eine große Bühne, die Klassik frei von Konvention serviert. Das Publikum darf sich auf einen fantastischen Sommerauftakt mit außergewöhnlichen Konzerten freuen. Gespielt wird überall: auf dem Dorfplatz, in der Kirche, in angrenzenden Gebäuden und unter freiem Himmel. Federführend bei der Organisation sind die Geschwister Natalia Sagmeister und Alex Ladstätter. Sie haben Künstler:innen für das Festival gewonnen, die das Publikum in Klangwelten voller Spannung, Romantik und Fantasie mitnehmen. Ganz neu im Repertoire: der Bösendorfer Konzertflügel in der Krumbacher Kirche.

Das kleine Festival wird traditionell mit dem Get-together und der Vorstellung aller Künstler:innen eröffnet. Mit dabei sind etablierte Musiker:innen, die in diesem Jahr ungebrochene Kreativität und Vielfalt zeigen. Mal überraschen sie mit kraftvollen Farben, Formaten und Formationen, als würde man vor einem großen Orchester sitzen. Mal spielen sie Werke, die man nur selten zu Ohren bekommt, wie Mozarts Klavierquartett in g-Moll oder das Klarinettenquartett von Krzysztof Penderecki. Am Samstag findet ab 15 Uhr der Mozartnachmittag für Kinder statt und ab 19.30 Uhr die beliebte Soirée in der Kirche, bei der ein ganz besonderes Sextett für Klavier, Streicher und Bläser von Ernst von Dohnanyi erklingt. Mozarts Klavierquartett und das Klarinettenquartett von Penderecki gibt es bei der Matinée am Sonntag zu hören.

01.03.2022. Auch die Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft und sein künstlerischer Leiter Rudolf Buchbinder halten nicht am Engagement Valery Gergievs bei den Konzerten des diesjährigen Grafenegg Festival fest. Rudolf Buchbinder, künstlerischer Leiter Grafeneggs, und Philipp Stein, Geschäftsführer Grafeneggs: "Mit großem Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Valery Gergiev, ein langjähriger und künstlerisch hochgeschätzter Partner des Grafenegg Festival, derzeit nicht bereit ist, sich vom Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine zu distanzieren. Deshalb können wir an den geplanten Auftritten mit Valery Gergiev nicht festhalten."

Allerdings haben sich die Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft und sein Rudolf Buchbinder gleich signalisiert, dass ihr Unrechtsgedächtnis kurz sein könnte: "Wir hoffen aber, dass sich die beiden für heuer angekündigten Orchester-Gastspiele aus Russland trotz der schwierigen Rahmenbedingungen dennoch umsetzen lassen, da wir der Überzeugung sind, dass der kulturelle Austausch nicht Opfer des Krieges werden darf. Russische Kunst und Kultur sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der europäischen Identität. Wir werden die Lage laufend neu bewerten und unsere Kundinnen und Kunden rechtzeitig über Veränderungen im Programm informieren."

Für mich ist dieser vorauseilende Kniefall reichlich unpassend. In der jetzigen Situation ist es wichtig, deutliche Zeichen zu setzen. Da Russland alle Medien beinhart kontrolliert und ab sofort unabhängige Berichterstattung mit jahrelangem Gefängnis- oder Lageraufenthalt bestraft wird, muss die russische Öffentlichkeit über diese Boykott-Maßnahmen von den Verbrechen gegen die Menschlichkeit Kenntnis erlangen, die hier – mitten in Europa – begangen werden. Ich hoffe, dass die russischen Orchestermitglieder weder eine Flugverbindung, noch einen Aufenthaltsstatus bekommen werden.

28.02.2022. Am 13. Mai beginnen die Wiener Festwochen. Zu den musikalischen Höhepunkten zählen: Chorkonzerte – unter anderem mit Liedern über Ende und Erneuerung, über den Kreislauf von Leben und Tod. So auch bei Romeo Castelluccis opulentem Requiem, das schon Anfang April als ein außergewöhnlicher Prolog des Festivals zu sehen sein wird. Ein breites musikalisches Spektrum von Wolfgang Amadeus Mozart bis Iannis Xenakis, von Arnold Schönberg bis Peter Rehberg wird von den Bühnen erklingen, der herausragende bildende Künstler Philippe Parreno lässt in Phantasmagoria ein Orchester sprechen, eigens für die Festwochen entworfene Instrumente von Tarek Atoui werden an mehreren Locations bespielt.

Siehe auch

Neu und aktuell

© Texte und Fotos (außer anders angegeben) sowie Datenschutz: Andreas Hollinek 1996-2023; www.50plus.at. Inhalte ohne Gewähr. Enthält ggf. PR, Werbung + Cookies, die Werbepartner wie Google (www.google.com) zur Nutzeranalyse verwenden (E-Privacy Info). Seite mit SSL-Sicherheitszertifikat. Impressum.