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Theater Blog
Blogger: . Fotos: Stefan Smidt.

Ein Blog mit Theaterkritik zu aktuellen Produktionen und Beiträgen zur Theaterszene in Österreich. Spielsaison 2015-16. Tipp: Wählen Sie Ihre Lieblings-Schauspielerin / Ihren Lieblings-Schauspieler: .

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03.06.2017. Das Volkstheater hat in der vergangenen Woche zwei seiner besten Schauspieler verloren: Kammerschauspielerin und . "Mit Hilde Sochor verliert das Volkstheater eine der größten Persönlichkeiten des Wiener Theaters", sagt Volkstheater-Intendantin Anna Badora. "Wie keine andere hat sie es verstanden, mit Herzenswärme, Witz und Klugheit in die Seelen ihrer Figuren einzutauchen. In der wechselvollen Geschichte des Volkstheaters nach dem Krieg hat wohl niemand den Ausdruck Volksschauspielerin so sehr verdient und so sehr zu einer Auszeichnung gemacht wie Hilde Sochor. Wien lag ihr zu Füßen und feierte sie bis ins hohe Alter. Ihre schauspielerischen Glanzleistungen waren stets begleitet von gesellschaftspolitischem Engagement. Mit ihrem ganzen Charme und ihrem einnehmenden Wesen diente sie auf der Bühne immer auch der Aufklärung und dem gegenseitigen Verstehen Ich bin sehr dankbar, dass ich durch die Freundschaft mit ihren Kindern die Gelegenheit hatte, diese große Schauspielerin auch privat etwas näher kennen lernen zu dürfen. Sie wird mir und uns allen fehlen. Hilde Sochors Kolleg/innen und WeggefährtInnen trauern um eine Ikone."

Hilde Sochor
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Auch die Nachricht vom Tod Rainer Friebs hat Intendantin Anna Badora sehr bewegt. "Mehr als zwei Jahrzehnte war er ein maßgeblicher Bestandteil des Volkstheater-Ensembles und hat das Publikum mit seiner unverwechselbaren Art stets berührt. Seinen KollegIinnen, WeggefährtIinnen und Angehörigen spreche ich mein herzliches Beileid aus."

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15.05.2017. Die Komödienspiele Porcia () zählen zu den ältesten Sommerspielen Österreichs. Der Arkaden-Innenhof von Schloss Porcia in Spittal an der Drau wird seit 1961 bespielt. Seit 2015 stehen die Sommerspiele unter der Intendanz von Angelica Ladurner, die auch den ursprünglichen Namen Ensemble Porcia wieder einführte. Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher locken die Sommerspiele jedes Jahr an. Das Ensemble Porcia tourt seit 2015 mit dem Theaterwagen durch Kärnten und benachbarte Bundesländer.

Komödienspiele Porcia 1 Komödienspiele Porcia 2
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

2017 wird im Theaterwagen Carl Sternheims Stück "Der Tenor" gespielt. Kurz zur Handlung: Knapp vor einem wichtigen Gesangswettbewerb (bei dem auch der Fürst anwesend sein wird) stirbt der Tenor. Auch in künstlerischer Hinsicht ein schwerer Schlag für die Kollegen – denn gute Tenöre sind kaum zu ersetzen. Was also tun, schon gar wenn der einzige Alternativ-Tenor ein Emporkömmling ist, mit dem man lieber nichts zu tun haben möchte? Weitere Beiträge zur Unterhaltung liefern die zauberhafte Schwester des Baritons und der Fürst, der unerwartet und durch einen Unfall verletzt auftaucht und "persönlich" betreut sein will. Mit: Florian Eisner, Dominik Kaschke, Michael Köhler, Charlotte Krempl, Stefan Moser, Isabella Szendzielorz und Anja Wohlfahrt; Inszenierung: Angelica Ladurner.

Die Theaterwagen Termine in Wien (Eintritt frei!):

  • 21. Mai (17.30 Uhr) beim Fest des Landeshauptmannes "Kärnten kommt nach Wien", Gironcoli-Kristall im STRABAG-Haus, Donau-City-Straße 9, 1220 Wien
  • 22. Mai (12.00 und 17.00 Uhr) vor der Mariahilfer Straße Nr. 70, 1070 Wien
  • 25. Mai (18.00 Uhr) am Karlsplatz (im Resselpark, beim Teich), 1040 Wien
  • 26. Mai (18.00 Uhr) am Karlspatz (im Resselpark beim Teich), 1040 Wien

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05.05.2017. Früher mussten und auch eine Fechtausbildung machen. Ob das heute auch noch so ist? Wer wissen will, warum und den Degen mehr wie einen Säbel halten und damit herumfuchteln als wär's ein Staubwedel, muss ins Kasino des Wiener Burgtheaters, 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 1. Termine und Karten-Bestellmöglichkeit auf .

Knaack Dolinski Shakespeare vergrößern
Foto © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

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24.04.2017. Am 25. April 1917 übermittelte Max Reinhardt seine "Denkschrift zur Errichtung eines Festspielhauses in Hellbrunn" von aus an die Generalintendanz der k.&k. Hoftheater in . Eindringlich warb er darin für "als erstes Friedenswerk". Er hob zudem deren ökonomische Möglichkeiten hervor, um auch jene als Unterstützer zu gewinnen, denen es weniger um die Kunst als um den wirtschaftlichen Aufschwung für eine ganze, darniederliegende Region ging.

Max Reinhardt

Und er forderte ein Programm auf breiter Basis. Auch das war ein kluger Schachzug, um die zerstrittenen Lager hinter der Festspielidee zu versammeln. Denn die einen wollten ein Bayreuth des Theaters, die anderen kämpften für reine Mozart-Festspiele. Max Reinhardt trat "für eine breitere Grundlage" ein, auf der alles Platz hatte. Und Hugo von Hofmannsthal ergänzte: "Oper und Theater von beiden das Höchste", in die heutige Sprache übersetzt "das Beste". Friedenswerk und Qualität als zeitlos aktueller Gründungsauftrag also.

Salzburger Festspiele Friedensprojekt 1 Salzburger Festspiele Friedensprojekt 2
Fotos ©

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18.04.2017. Der Glaube an eine weltoffene, kosmopolitische Gesellschaft und der Respekt vor der Vielfalt ihrer Kulturen und Künste war immer schon der Kerngedanke von "Theater der Welt". Mit seiner 15. Ausgabe kehrt das Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI) an den Ort seiner Entstehung zurück und findet vom 25. Mai bis 11. Juni bereits zum dritten Mal in Hamburg statt. Mit über 330 Veranstaltungen ist es das größte internationale Theaterfestival Deutschlands.

Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda: "Das Festival zeigt uns die Vielfalt des zeitgenössischen Theaters, mit einem Programm, das gleich in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreitet: Grenzen von Genres und Sparten, Grenzen von Ländern und Regionen, Grenzen von Kunst und Kultur zu dem, was vermeintlich außerhalb dessen steht. Das Festival lädt die Welt ein, nach Hamburg zu kommen und uns zu zeigen, was sie bewegt, was wichtig ist, was uns vielleicht trennt, aber auch, was uns verbindet. Der Hafen als Ort des interkulturellen Austausches und der Verständigung könnte als Programmschwerpunkt nicht besser gewählt sein."

Das Gesamtprogramm vereint das Lokale und das Globale und präsentiert zugleich ein vielfältiges Spektrum weltweiter Theaterentwicklungen. Erstmals hat das Festival ein Thema: den Hafen. Der Hafen ist zugleich Spielort und Denkfigur des künstlerischen Programms. 18 Tage lang sind Zuschauer und Künstler aus aller Welt und Hamburg eingeladen, ein Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und Abschottung zu leben. Zugleich erinnert "Theater der Welt" wenige Wochen vor dem G 20 Gipfel mit künstlerischen Mitteln daran, dass eine gerechte Weltinnenpolitik nur im Respekt vor der Vielfalt der Kulturen möglich ist" ergänzen die künstlerische Leitung Amelie Deuflhard, Sandra Küpper, Joachim Lux und András Siebold.

Der Hamburger Hafen ist thematischer Ausgangspunkt: Er ist Ort von Ankunft und Aufbruch, Umschlagplatz für den weltweiten Verkehr von Menschen, Ideen und Waren, ein poetisch aufgeladener Ort – Untersuchungsraum und Denkfigur für die Künstler der Welt. Fragen von Globalisierung und Handel, von Flucht und Migration spielen im Programm eine erhebliche Rolle. Der Hafen ist aber nicht nur Thema, sondern neben den Mutterhäusern Thalia Theater und Kampnagel auch zentraler Spielort des Festivals. Bespielt wird das Areal um den Baakenhöft in der HafenCity mit dem Kakaospeicher am ehemaligen Afrikaterminal, dem Schiff MS Stubnitz, dem Thalia Zelt und dem Festivalzentrum HAVEN. Darüber hinaus sind die Elbphilharmonie, der Kulturort Oberhafen, verschiedene Orte in der HafenCity, und auch einige Wasserwege Locations des Festivals.

Die Höhepunkte auf einen Blick: Der Eröffnungsabend am 25. Mai bietet gleich zwei Highlights: Zum einen wird "Ishvara", ein modernes Musiktheater, von dem chinesischen Shootingstar der internationalen Kunstwelt Tianzhuo Chen aufgeführt. Zum anderen wird der samoanische Großregisseur Lemi Ponifasio sein Musiktheaterprojekt "Children of Gods" im Kakaospeicher aufführen. Ab dem 5. Juni zeigt der südafrikanische Regisseur Brett Bailey seine Installation "Santuary" über Schutzräume für Geflüchtete. Aber auch große Tanzproduktionen werden gezeigt, unter anderen von dem brasilianischen Hip-Hop Choreografen Bruno Beltrão ("Grupo de Rua", 4. bis 6. Juni, Kampnagel) oder die Inszenierung "Du Désir D'Horizons" von dem derzeit wichtigsten Choreografen Afrikas, Salia Sanou aus Burkina Faso. Das Sprechtheater bietet Highlights von dem belgischen Regisseur Ivo van Hove mit der französischen Version von Arthur Millers Klassiker "Blick von der Brücke" oder dem australischen Back to Back Theatre, das in "Lady Eats Apple" eine poetische Schöpfungsgeschichte inszeniert. Ein Theaterspaß für die ganze Familie ist die Revue "In 80 Tagen um die Welt" nach Jules Verne im Thalia-Zelt. In der Elbphilharmonie wird Haydns "Die Schöpfung" von der spanischen Performancegruppe La Fura dels Baus spektakulär in Szene gesetzt. Das komplette Programm und weitere Informationen unter www.theaterderwelt.de.

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03.03.2017. Zwanzig Festspielbühnen in ganz bereiten heuer wieder ein einzigartiges Theaterfest (). 24 Premieren stehen auf dem Spielplan: die Festspielbühnen laden zu Oper, Schauspiel, Musical und Operette an stimmungsvollen Plätzen in Niederösterreich. Oft ist es auch das besondere Ambiente, das einen Festival-Besuch erstrebenswert macht: Burgen und Schlösser, romantische Theaterhäuser und stimmungsvolle Open-Air-Bühnen. Tickets für alle Spielorte des Theaterfest Niederösterreich sind unter der gemeinsamen Telefonnummer 0043 / (0)1 / 96 0 96 - 111 erhältlich. Die Broschüre mit allen Informationen kann man kostenlos über die Website bestellen.

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01.02.2017. Die Fans von Daniel Kehlmann werden entzückt sein. Mit "Heilig Abend" hat er ein packendes Kammerspiel geschrieben. Bernhard Schir und Maria Köstlinger brillieren in diesem Countdown für einen möglichen terroristischen Anschlag.

Schir Köstlinger Heilig Abend 1 Maria Köstlinger Heilig Abend vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Ungewöhnlich auch das Bühnenbild: Das 90-minütige Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Ermittler und einer verdächtigen Philosophieprofessorin findet in einer Verhörkabine statt. Weiteres Spannungselement: eine Uhr im Hintergrund, die das nahende Ende anzeigt. Absolut Sehenswert! Derzeit am .

Schir Köstlinger Heilig Abend 2 Bernhard Schir Heilig Abend vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

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27.01.2017. Some like it schrill. William Shakespeare's "Die Komödie der Irrungen" am . Stefans Kommentar: "Die total überdrehten Akteure befinden sich in grotesker Dauererregung, was gegen Ende des zwestündigen Stückes etwas ermüdet. Die Handlung wird stark verzerrt und mit Wortspielen auftoupiert. Tickets und weitere Infos auf .

Burgtheater: Komödie der Irrungen Harold und Maudevergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Mit , , , , Simon Jensen, Marta Kizyma, , , , , , Merlin Sandmeyer, . Regie: Herbert Fritsch.

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26.01.2017. Mit 90 Jahren noch Rollen auswendig lernen, ihnen Leben einhauchen, die Mühen der Proben bewältigen, geistig rege und körperlich voll fit sein, sich den Herausforderungen von Live-Auftritten stellen – alles das wäre unvorstellbar, wenn es nicht eine gäbe, die das tatsächlich schafft: Erni Mangold. Mit "Harold und Maude" auf der Bühne der Kammerspiele der Josefstadt beschenkt sie sich selbst und ihr Publikum. Die Vorstellungen des Theaterklassikers von Colin Higgins sind jedoch schon fast alle ausverkauft; Restkarten siehe .

Harold und Maude Erni Mangold vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

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28.11.2016. Michael Schottenberg ist zurück in der Stadt! Nach einem Jahr Pause dürfen sich Schottenberg-Fans auf Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt" freuen (am 1. Dezember ist Premiere). Möglich gemacht hat dies Herbert Föttinger, der den beliebten Regisseur ans eingeladen hat. Stefan war bei der Probe. Sein Kommentar: "Deshalb auch interessant, weil gestern im Fernsehen die Salzburger Aufführung aus dem Jahre 1986 lief. Die Zentralfigur des Winkelagenten 'Schnoferl', der die Fäden der Handlung zieht, war hier krasser und etwas schmierig angelegt. Otto Schenk war da seinerzeit 'sympathischer' gezeichnet. Echt gut: .

Michael Schottenberg Daniela Golpashin vergrößern

Insgesamt fand ich die Aufführung, in der der Nestroysche Wortwitz voll zur Geltung kommt, außerordentlich gut. Die Hauptdarsteller sind in Hochform. Die Näherinnen sind in dieser Inszenierung Mädchen des leichten Gewerbes, was in der textlichen Adaptierung durchaus plausibel wird." [Szenenfotos von Stefan Smidt, ]

Nestroy: Das Mädl aus der Vorstandt 3 Nestroy: Das Mädl aus der Vorstandt 4 vergrößern

Nestroy: Das Mädl aus der Vorstandt 1 Nestroy: Das Mädl aus der Vorstandt 2 vergrößern

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19.11.2016. Die meisten von uns kennen Kammerschauspieler von den Aufführungen am , Gastspielen (z.B. am Schauspielhaus Graz), Soloaufführungen, aus Film, Fernsehen und seiner Regietätigkeit (z.B. in Deutschland und am ). Beeindruckend war, mit welcher Bravour und Sicherheit er vielfältigste Rollen darstellte. Er war mit Leib und Leben Schauspieler und Regisseur – und so verwunderte es nicht, dass er bis zu seinem Tod im Alter von 71 Jahren auf der Bühne stand. Sein letzter Auftritt war bei der Premiere von "Die Verdammten" als "Baron Joachim von Essenbeck" am . Hier unsere Hommage an einen der größten Schauspieler des deutschsprachigen Raums (Fotos von Stefan Smidt, ):



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17.11.2016. Übermorgen ist es wieder soweit: Auf über 400 Bühnen in Europa wird die "Europäische Theaternacht" begangen. Natürlich ist auch wieder Österreich mit dabei. So manche Bühne kann sogar "rund um die Uhr" besucht werden. Überall gibt man sich Mühe, ein außergewöhnliches, speziell für diesen Anlass erstelltes Programm zu bieten, das von aktuellen Inszenierungen, über Backstage-Führungen, Workshops zum Mitmachen, bis zu offenen Performances und theatralischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche reicht. Für das gesamte Angebot brauchen BesucherInnen nur so viel zu bezahlen, wie sie geben wollen. So bietet das Festival tatsächlich allen Interessierten die Möglichkeit, die Welt des Theaters neu oder auch erstmals für sich zu entdecken. Tiefe Einblicke in hintergründige Szenen, herzzerreißende Geschichten, wunderbare Klänge und nie gehörte Wortwechsel sind dabei garantiert. Kurzum: ein unvergessliches Abenteuer, das keine(r) verpassen sollte!

Team Europäische Theaternacht Europäische Theaternacht
Fotos © Europäische Theaternacht

Ins Leben bzw. auf die Bühne gerufen wurde die vor acht Jahren in Kroatien, mit dem Ziel den Vorhang zu öffnen und zum Entdecken und Erleben der ausdrucksstarken Vielfalt einzuladen, die die europäische Theaterszene bietet. Seither ist das Festival jeden dritten Samstag im November in zahlreichen Ländern Europas "on stage", von Italien bis Tschechien, von der Schweiz bis Bulgarien. Im Jahr 2011 wurde die "Europäische Theaternacht" von der IG Kultur Österreich und der IG Freie Theaterarbeit nach Österreich geholt. Über 70  Institutionen in allen Bundesländern bereichern das Programm, so ist heuer etwa das erstmals mit an Bord, während das Kosmos-Theater in Wien schon zum wiederholten Mal seine Pforten öffnet. Mit dabei sind auch das Schauspielhaus Graz, das Landestheater Vorarlberg, das Westbahntheater Innsbruck, das Landestheater Niederösterreich, das Stadttheater Klagenfurt und etliche andere Häuser. Gemeinsam wird daran gearbeitet, gesellschaftliche Barrieren abzubauen und in der Folge sowohl neue Publikumsschichten ins Theater zu holen als auch die regionale und europaweite Formenvielfalt der darstellenden Kunst zu fördern.

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24.10.2016. Am Samstag, dem 5. November 2016, werden sich zum 6. Mal die Theaterhäuser und Kulturinstitutionen der oberösterreichischen Landeshauptstadt öffnen und ihr Angebot an Theater, Tanz, Performance und Musik in geballter Form einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Was den besonderen Reiz dabei ausmacht: Im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen anderer Städte, bietet die Linzer Lange nacht der Bühnen aber zusätzlich auch eine Fülle von Programmen der freien oberösterreichischen Theater-, Tanz - und Performance-Szene. Spielstätten und Programm siehe .

Lange Nacht der Bühnen Linz

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16.10.2016. Heute im : "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas" – 18 verschiedene Szenen, verfasst von Joël Pommerat. Allen 18 "Miniaturen" gemein: Versuche, die Liebe so zu leben, wie jeder der Beteiligten sich dies vorstellt. Desillusionierendes Fazit: Das ist nur schwer möglich – so schwer, wie die Wiedervereinigung der beiden Koreas. Eine gelungene Melang aus Skurrilität, Witz und Ernst!

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Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Es spielen: , , , , , , , und . Regie Peter Wittenberg. Bühnenbild: keines; nur Lichtstreifen, die über die Bühne wandern und deren Wechsel die 18 Szenen von einander abgrenzen.

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03.10.2016. Nicht selten lohnt sich der Besuch einer "Derniere" mehr als der einer "Premiere". Gestern war die (vorerst?) letzte Aufführung von "John Gabriel Borkman", Henrik Ibsens Stück, das in der Fassung von Simon Stone von TheaterkritikerInnen mit viel Lob und Preisen bedacht wurde. Auch das Publikum war begeistert – ein Arbeitskollege meiner Frau hat es sich gleich fünfmal (!) angesehen. Koch, Wuttke, Minichmayr, Peters und Co. legten sich noch einmal ordentlich ins Zeug und spielten mit einem schauspielerischen Feuer, das man in dieser Intensität nicht alle Tage erlebt. Zur Erinnerung nochmals zwei Szenenfotos vom Beginn der Aufführungsserie am Wiener . Martin Wuttke hier noch mit Glatzkopf. Später trat er dann mit Langhaarperücke auf.

Borkman Akademietheater 1 vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Ein letztes Mal Schneeschieben nach dem Schlussapplaus:

John Gabriel Borkman Akademietheater

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01.09.2016. Weltpremiere und Uraufführung des Stückes "Niemand" von Ödön von Horváth am . Stefans Eindrücke: "Eine nicht leicht verdauliche, aber durchwegs gelungene Horváth-Neuentdeckung. Ort der Handlung: ein Mietzinshaus, das stark an ein Gefängnis erinnert. Florian Teichtmeister als Zentralfigur spielt ungemein intensiv, Gerti Drassl besticht wieder einmal durch geniale und rollendeckende Einfachheit. Swintha Gersthofer und Josephine Bloéb sind in dem zahlreich auftretenden Ensemble vielversprechende Neuerwerbungen für das Josefstadttheater."

Ödön von Horváth: Niemand
Foto © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

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31.08.2016. Mit Spannung erwartet die deutschsprachige Theaterwelt die heute am stattfindende Premiere und Uraufführung des Ödön von Horváth Stückes "Niemand". Die Entdeckung dieses Werkes war eine spannende Sache: Mitte der 1990-er Jahre wurde in einem Pforzheimer Auktionshaus ein unscheinbares Typoskript angeboten. Ein Interessent erkannte dessen Bedeutung, erwarb es – weil er der einzige Bieter war – für wenig Geld und ließ es neuerlich versteigern. Dieserart gelangte es im März 2015 in den Bestand der Wienbibliothek; die Recht daran vertritt nun der Thomas Sessler Verlag.

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Es spielen: Klein: Dominic Oley; Gilda: Martina Stilp; Ursula: Gerti Drassl; ein schwarz gekleideter Mann: Martin Zauner; ein schwarz gekleideter Mann: Wojo van Brouwer; ein schwarz gekleideter Mann: Gregor Kronthaler; ein schwarz gekleideter Mann: Patrick Seletzky; Hausmeisterin: Elfriede Schüsseleder; Konditor: André Pohl; Fürchtegott Lehmann: Florian Teichtmeister; Wladimir: Roman Schmelzer; Malermeister: Peter Scholz; Glasermeister: Thomas Kamper; Schreinermeister: Alexander Strobele; Kellnerin: Swintha Gersthofer; der große Wirt: Sasa Savic; die Nachfolgerin: Josephine Bloéb; Fremder: Raphael von Bargen; Uralter Stutzer: Heribert Sasse; erster Detektiv: Oliver Huether; zweiter Detektiv: Alexander Absenger; Backfisch: Antonia Jung; uralte Jungfrau: Marianne Nentwich; Betrunkener: Oliver Rosskopf. Regie führt Herbert Föttinger.

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19.07.2016. Er brachte über viele Jahre fast jede Woche die Menschen in Österreich zum Lachen: Kammerschauspieler Ossy Kolmann. Gestern ist er im Alter von 88 Jahren in Wien verstorben. Danke für all die Sternstunden im Kabarett Wiener Werkl, im Kabarett Simpl, am Operettenhaus Hamburg, am Theater an der Wien, an der Wiener Volksoper, am Wiener Volkstheater, am Raimundtheater, am Theater in der Josefstadt, im Fernsehen und im Radio!

Ossy Kolmann vergrößern
Foto © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

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13.05.2016. Same time, same station? Nähren sich unsere Aggressionen aus Träumen, die sich im Niedergang verlieren? Neil Simon hat sein Theaterstück 1938 angesiedelt. Ursula Lyn (deutsche Übersetzung), Sarantos Zervoulakos (Regie) und Anna Badora (Künstlerische Direktion) haben es ins Hier, ins Jetzt und auf die Bühne des gebracht. Hier einige Szenenfotos von Stefan Smidt, www.foto-smidt.at. YouTube-Fotostrecke in voller Größe abspielen.

Es spielen Anja Herden, Birgit Stöger, Rainer Galke, Kaspar Locher, Seyneb Saleh, Katharina Klar und Nils Rovira-Muñoz.

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22.04.2016. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen (heuer vom 13. bis 16. Mai 2016) wird sich die uralte Geschichte von Romeo und Julia als roter Faden durch das Programm ziehen. Den Anfang macht die West Side Story, die noch immer aktuelle Bearbeitung des Romeo-und-Julia-Stoffes nach einer Idee von Jerome Robbins, dem Buch von Arthur Laurents, der Musik von Leonard Bernstein und Gesangstexten von Stephen Sondheim. Zum ersten Mal singt Weltstar Cecilia Bartoli die Maria, Norman Reinhardt ist ihr Tony, Philipp Wm. McKinley wird das Stück in Szene setzen. Der in Kasachstan geborene, amerikanische Bühnenbildner George Tsypin lässt in der Felsenreitschule New Yorks "West Side" entstehen.

Salzburger Pfingstfestspiele 1 Salzburger Pfingstfestspiele 2

Patrick Woodroffe, der schon mit Michael Jackson und den Rolling Stones gearbeitet hat, ist für das Light Design verantwortlich. Der vielfach ausgezeichnete britische Choreograph Liam Steel studiert die Tanzszenen mit den in internationalen Castings ausgewählten Tänzern ein. Für heiße lateinamerikanische Rhythmen aus dem Orchestergraben wird das wohl geeignetste Orchester, das Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela, unter Gustavo Dudamel sorgen. Das Interesse an dieser Aufführung ist groß. Sowohl die Premiere am 13. Mai als auch die Vorstellung am 15. Mai sind bereits ausverkauft.

Am Pfingstsamstag steht die konzertante Aufführung der Oper Giulietta e Romeo von Nicola Antonio Zingarelli auf dem Programm. Dieses Juwel der neapolitanischen Schule war seit seiner Uraufführung 1796 bis in die späten 1820-er Jahre ein derartiger Publikumserfolg, dass es – dem vorherrschenden Operngeschmack der Zeit angepasst – immer wieder, in immer neuen Fassungen aufgeführt wurde. Die Partitur der Originalversion bildet die Grundlage für die Aufführung bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Es bietet die Gelegenheit, dieses faszinierende Werk neu zu entdecken. Den Romeo singt einer der virtuosesten Countertenöre der heutigen Zeit, Franco Fagioli.

Die Stimme des in Argentinien geborenen Sängers umfasst ganze drei Oktaven. "Die Leichtigkeit und geradezu übermenschliche stimmliche Beweglichkeit, mit denen er einige der großen Bravournummern bewältigt, sind einfach atemberaubend", kommentierte etwa "The Guardian" sein Album "Arias for Caffarelli". Seine Giulietta ist die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg, die im Jahr 2012 mit dem ECHO Klassik für die "Operneinspielung – Oper des 17./18. Jahrhunderts" ausgezeichnet wurde.

Werke von Antonín Dvorák, Bohuslav Martinù, Peter Tschaikowski und dem spanischen Virtuosen und Komponisten Pablo de Sarasate werden am 15. Mai zur Kammermusik-Matinee mit Geigerin Julia Fischer erklingen. Sie musiziert zusammen mit Pianistin Milana Chernyavska. Mit spanischem Feuer folgt der Geiger und Komponist Pablo de Sarasate den Spuren des Liebespaares und lässt ihre zärtliche Verliebtheit musikalisch aufblühen.

Seit über 50 Jahren wird das Ballett Romeo und Julia in der Inszenierung von John Cranko erfolgreich auf den Bühnen der Welt gezeigt. 1962 wurde die vom damaligen Direktor des Stuttgarter Balletts kreierte Inszenierung uraufgeführt und bildete den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Compagnie. Es besticht durch John Crankos meisterliche Erzählkunst, der die Protagonisten detailliert charakterisiert und die tragische Liebesgeschichte in fantastische Bilder setzt. Sein Freund und Wegbegleiter Jürgen Rose stattet nicht nur diese Inszenierung aus, sondern wird im Salzburger Festspielsommer auch das Bühnenbild und die Kostüme in Samuel Becketts Endspiel entwerfen. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen wird das Ballett Romeo und Julia am 15. Mai im Großen Festspielhaus zu sehen sein.

Freunde von A-cappella-Musik kommen am 16. Mai auf ihre Kosten, dann lassen The Tallis Scholars Chorwerke im polyphonen Stil in der Kollegienkirche erklingen. Das Ensemble singt Werke der elisabethanischen Komponisten Thomas Tallis, William Byrd und John Sheppard. Zum ersten Mal sind die Wiener Symphoniker zu Gast bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Sie spielen das Galakonzert am 16. Mai unter der Leitung von Marco Armiliato. Und noch eine Premiere hält dieses Galakonzert bereit: Zum ersten Mal singen Angela Gheorghiu und Juan Diego Flórez zusammen auf einer Bühne. Da Shakespeares Werk damals in Italien noch keine Verbreitung gefunden hatte, schrieb Vincenzo Bellini seine Tragedia lirica I Capuleti e i.

Montecchi – nach den gleichen Vorlagen wie Shakespeare! Knapp 40 Jahre nach Bellini komponierte Charles Gounod seine Oper Roméo et Juliette. Sie ist vor allem ihrer berühmten Liebesduette wegen nicht mehr aus den Opernspielplänen wegzudenken. Es erklingen die schönsten Arien und Duette aus den beiden Opern. Eingeleitet wird das Programm durch Peter Tschaikowskis Orchesterfantasie Romeo und Julia.

Die Lesung "Ein zartes Ding" von Ben Power eröffnet eine neue Sichtweise auf die unsterblich Liebenden. Es zeigt ein Ehepaar, das dem Ende eines langen Lebens entgegengeht und ist aus den Texten des Stückes collagiert. Shakespeares Verse erhalten so neue und tiefmenschliche Bedeutung. Es lesen Hans-Michael Rehberg und Ilse Ritter am 14. Mai im Salzburger Landestheater.

Wer immer schon einmal wie in Verona tafeln wollte, sollte das Galadinner am 14. Mai nicht verpassen. Serviert werden sinnliche Kreationen nach den Rezepten des italienischen Sternekochs Stefano Baiocco. Aber auch musikalisch wird dieser Abend ein Genuss: Das Dinner ist angelehnt an das 16. Jahrhundert, in dem man zu feiner Tafelmusik stets auch den leiblichen Genüssen frönte.

Nach Theater, Oper, Konzert und Ballett wird auch die Bearbeitung des Romeo-und-Julia-Stoffes durch den Film gewürdigt. Los geht es am 13. Mai, 17 Uhr im "Das Kino" mit Franco Zeffirellis Verfilmung "Romeo und Julia" von 1968. Seit seiner Premiere gilt dieser Filmklassiker als absoluter Maßstab für die Romeo-und-Julia-Verfilmungen. Es spielen unter anderem Olivia Hussey, Leonard Whiting und Michael York, die Musik stammt von Nino Rota.

Leonardo Di Caprio und Claire Danes spielen die Hauptrollen in Baz Luhrmanns amerikanischer Verfilmung "Romeo + Julia", die am 14. Mai, 17.00 Uhr zu sehen ist. Der Regisseur macht aus der Tragödie ein postmodernes, bildgewaltiges Feuerwerk, ohne dabei den Blick auf das Original zu verlieren.

Eine romantische Komödie und zugleich eine Kostüm-Satire schuf John Madden im Jahr 1998 mit seinem Film "Shakespeare in Love", der am 15. Mai, 17.00 Uhr zu sehen sein wird. Sieben Oscar-Auszeichnungen bekam die Verfilmung über die fiktive Entstehungsgeschichte von Shakespeares Liebestragödie. In den Hauptrollen sind unter anderem Joseph Fiennes, Gwyneth Paltrow, Colin Firth, Judi Dench und Ben Affleck zu sehen.

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03.04.2016. Nach "Kunst", "Drei Mal Leben" und "Der Gott des Gemetzels" hat Yasmina Reza nun ihr viertes Theaterstück geschrieben: "Bella Figura" – eine groteske Personenverflechtung, die am Wiener Akademietheater zur Aufführung kommt. Hier einige Szenenfotos von Stefan Smidt, www.foto-smidt.at:

Mit Caroline Peters (als "Andrea"; mit herausragender schauspielerischer Leistung), (als "Boris Amette"), (als "Françoise Hirt"), (als "Eric Blum") und (als "Yvonne Blum"). Regie: Dieter Giesing.

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25.03.2016. Gestern hatte am Tschechows "Drei Schwestern" Premiere. Unzufrieden mit ihrem Leben in der Provinz, sehnen sich (als "Irina"; am linken untenstehenden Foto und ganz rechts am Dreier-Foto), (als "Olga"; ganz links am Dreier-Foto) und nach einem Leben in Moskau. Gefangen in ihrer Unzufrieden, mangelt es ihnen jedoch an Energie, ihrem Leben eine Wende zu geben. Tschechow zielte mit seinem Sittenbild auch auf das "Bürgertum" ab, dem er keine Kraft für einen Gesellschaftswandel zutraute.

Marie-Luise Stockinger in Drei Schwestern von Tschechow im Burgtheater Tschechow: Drei Schwestern; Burgtheater vergrößern

Wie nun schon in einigen Inszenierungen am Burgtheater, lebt auch dieses Schauspiel in erster Linie von der bewährten Leistung seiner SchauspielerInnen. Auch das Bühnenbild – die Handlung spielt in einem Plastikzelt – zeugt nicht von großem dramaturgischem Einfallsreichtum. Fotos von Stefan Smidt, www.foto-smidt.at.

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29.02.2016. Vorgestern hatte am Peter Handkes neues Stück Premiere. Karg die Handlung, gedankenschwer der Inhalt. Es geht darin um nichts weniger als das Ich, das Du, den Sinn des Lebens, das Überleben und den Tod. Und das in einer Sprache, die an präziser Poesie und Be-Deutung nicht mehr zu überbieten ist.

Handke: Die Unschuldigen 1 Handke: Die Unschuldigen 1

"Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße" unter der Regie von Claus Peymann und gespielt von Christopher Nell, Krista Birkner, , Anatol Käbisch, Hans Dieter Knebel, Benedikt Paulun, , Felix Strobel und Fabian Stromberger, , und wird wohl als Meilenstein des Theaters in die Literaturgeschichte eingehen.

Handke: Die Unschuldigen 4 Handke: Die Unschuldigen 3

Die Anforderungen ans Publikum sind hoch – wer dem Spiel nicht ausdauernd folgen kann, muss passen. Zum Glück gibt es den Text zum Vor- bzw. Nachlesen – bei Amazon online bestellbar.

Handke: Die Unschuldigen 5 Handke: Die Unschuldigen 6

Kommentar

03.02.2016. Miriam Fussenegger ist die neue Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen. Zu ihrer Biographie: Sie wurde 1990 in Linz geboren und absolvierte ihr Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Bereits während des Studiums spielte sie in Horváths "Kasimir und Karoline" im Kulturhaus Brückmühle, in "Maries Lieben" nach Schnitzlers "Anatol" am Schönbrunner Schlosstheater, als "Titania" in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" am Max Reinhardt Seminar, am "nicht.THEATER Ensemble" als "Frau Kovacic" in Schwabs "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" und als "Solveig" in Klaus Maria Brandauers Lesung "Peer Gynt".

Miriam Fussenegger - neue Buhlschaft

Neben ihrer Theaterarbeit stand sie zudem für den Landkrimi "Der Tote am Teich" und zuletzt im dreiteiligen Historienfilm "Maximilian" vor der Kamera. Ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen gab Miriam Fussenegger im Sommer 2015 als "Lucy" in der ("Salzburger") Dreigroschenoper "Mackie Messer".

Kommentar

28.01.2016. Premiere des Stückes "Diese Geschichte von Ihnen" von John Hopkins am Wiener . Stehende Ovationen für Andrea Breth (Regie), Nicholas Ofczarek (Johnson), Andrea Clausen (Maureen), Roland Koch (Cartwright), August Diehl (Baxter) und Benjamin Cabuk (Jessard). Unbedingt anschauen – aber Achtung, es geht ziemlich brutal zu! Szenenfotos zu dieser Sternstunde des Theaters bei folgenden Beiträgen:

Akademietheater Wien Andrea Clausen als Maureen und Nicholas Ofczarek als Johnson

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24.01.2016. In Thomas-Bernhardscher Tradition sieht Thomas Arzt die österreichische Gesellschaft erkrankt, "gestrandet zwischen ökonomischem Dauerstress und politischem Stillstand" (aus dem Beschreibungstext des ). Laut Arzt sei die österreichische Seele "kein weites Land mehr". Ich denke, dass man das so nicht generalisieren kann. Das unvermutete Wiedererstarken der Zivilgesellschaft und die sich polarisierenden Ansichten rund um Humanität, Moral, Freiheit, Integration, Barmherzigkeit, Religion und ethische Werte führen jeden diesbezüglichen Versuch ad absurdum. Österreich ist derzeit sicher kein "Totes Gebirge" – auch ein Arzt kann irren. Die Inszenierung (Regie: Stephanie Mohr) ist über weite Strecke langatmig; da können auch im Dialekt gesungene "Couplets" und die Anspielung an die biedermeierschen Auslöschungsängste durch "den Kometen" nichts ändern. Foto: Stefan Smidt, www.foto-smidt.at.

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Gespielt haben Maria Köstlinger (Josefine Schönberg), Ulrich Reinthaller (Raimund Woising), Susa Meyer (Theresia Mölbing), Roman Schmelzer (Emanuel Loser), Peter Scholz (Anton Priel) und Stefan Gorski (Nepomuk Elm). Das Foto oben zeigt Ulrich Reinthaller (links) und "Neuling" Stefan Gorski, der mit seiner schauspielerischen Leistung aufhorchen ließ.

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10.01.2016. Die ersten beiden Nominierten für den Actors Award Austria 2016 stehen fest: Caroline Peters (linkes Foto) und Michael König (eingeklemmt am rechten Foto). Mehr dazu auf . Beide Fotos von Stefan Smidt, www.foto-smidt.at.

Caroline Peters

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03.12.2015. Was haben Julia Stemberger, Hilde Dalik, Adina Vetter, Nina Proll, Maria Köstlinger, Martina Ebm, Gerti Drassl und Sandra Cervik gemeinsam? Die Antwort gibt's ab 14. März 2016 im ORF. Hier ein kleiner Hinweis zum Lüften des Geheimnisses:

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19.11.2015. Stefan war in der Probe zu Johann Nestroys "Zu ebener Erde und erster Stock", das derzeit am Wiener aufgeführt wird. Sein Kommentar: "Bis zur Pause dieser brutto fast drei Stunden dauernden 'Lokalposse' strotzt das Stück von – oft derbem – Slapstick und originellen Ideen (wer rechnet schon damit, dass sich eine Straßenlaterne beim Anlehnen durchbiegt). Alle haben große Nasen und Ohren, auch die Musiker. Die Typen und Schauspieler sind vortrefflich. Das Couplet am Ende des ersten Teiles ist topaktuell, herb und hart (brilliant: Sebastian Plass als Diener Johann). Die beiden Kinder werden von Senioren dargestellt, was auch irgendwie witzig ist. Nach der Pause gehen der Regie etwas die Ideen aus und es ist nicht mehr so lustig." Hier seine Szenenfotos aus dem Stück:

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10.10.2015. Am Wiener wird wieder Werner Schwabs "Die Präsidentinnen" gespielt. Kein "unterhaltsames" Stück, aber es lohnt sich, die Texte nicht nach ihrer Hülle, sondern nach ihrem Inhalt zu beurteilen. Mehr dazu im Beitrag .

Barbara Petritsch Theater Blog 008

, und brillieren. Alle Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at.

Stefanie Dvorak Regina Fritsch

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09.10.2015. Pflichtstück für alle, die sehen wollen, was Anna Badora und das neue Ensemble am so auf die Bühne bringen: die Bühnenfassung von .

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15.09.2015. Die Mühen des Alters; eine späte Liebe zu einer um 40 Jahre jüngeren Frau; vier (erwachsene) Kinder, die das gar nicht goutieren (vor allem, weil sie um ihr Erbe fürchten); und eine Zeit, in der Ideale dumpfbackig zerschlagen werden. Den Geheimen Kommerzialrat Matthias Clausen nimmt das ganz schön her. Hätte Gerhart Hauptmann sein Theaterstück "Vor Sonnenuntergang" nicht zu Beginn der 1930-er Jahre geschrieben, könnte man es als wehleidig abtun. So aber weiß man, dass er damit auch einen Abgesang an die verfasste – einer Zeit, in der die politisch Mächtigen sich als Förderer des geistig Großen sahen und Geistesgrößen von der Gesellschaft Privilegien erwarteten – auch in Sachen Moral.

Stefan Smidt (www.foto-smidt.at) hat sich die Presseprobe im Theater in der Josefstadt (Wien) angesehen und Fotos gemacht (siehe die ). Seine Eindrücke: "Gut inszenierte, gut besetzte und gut gespielte Josefstadtaufführung. Michael König glänzt in der Hauptrolle. Das Bühnenbild ist modern-entstaubt, aber auch etwas karg. Insgesamt eine sehenswerte Produktion eines Stückes, das wohl eine gewisse Aktualität hat, aber am Ende doch etwas überzeichnet wirkt." Infos zum Stück, Besetzung und Termine siehe .

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10.09.2015. Muss man einfach gesehen haben: der von Maja Haderlap und Georg Schmiedleitner für die Bühne aufbereitete Roman "Engel des Vergessens". Hier wurde zweifelsohne ein Stück österreichischer Theatergeschichte geschrieben. Großartig in seiner Rolle als "Vater": (auf untenstehendem Foto mit , die die "Mutter" spielt). Foto © Stefan Smidt (www.foto-smidt.at).

Engel des Vergessens 01 vergrößern

Weitere Szenenfotos siehe die . Wer Haderlaps Roman als Nach- oder Vorbereitung für das Theaterstück lesen will, hier eine Bestellmöglichkeit bei Amazon.

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01.09.2015. Einen Besuch wert: die Aufführungen im Herrenseetheater in Litschau – besonders die Sommerproduktion im August (jeweils Freitag bis Sonntag, Beginnzeit 20.15 Uhr). Mehr dazu plus ein Szenenfoto von der heurigen Produktion ("Der Aufsatz" eine Gesellschaftssatire von Margit Mezgolich, der Intendantin und Regisseurin des Sommertheaters) siehe den Beitrag .

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09.08.2015. Zum Abschluss unseres "Salzburger Intensiv Festspiel Wochenendes" sahen wir uns William Shakespeares "Komödie der Irrungen" auf der Perner-Insel in Hallein an. Hallein, das ist jene Stadt, in der Franz Gruber "Stille Nacht, heilige Nacht" komponiert hatte und deren Bürgerhäuser oftmals fromme Sprüche am gerundeten Übergang von der Fassade zum Dach aufgepinselt haben. Eines der Häuser schert allerdings aus der Reihe. Sein Besitzer hatte stattdessen das "magische Quadrat" gewählt. Es fasziniert durch die Tatsache, dass der (inhaltlich unbedeutende) Satz "SATOR AREPO TENET OPERA ROTAS" nicht nur von hinten nach vorne gelesen werden kann (das gibt es im Deutschen auch), sondern darüber hinaus das Wort TENET von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten und von unten nach oben gelesen werden kann und in beiden Ebenen die Symmetrieachse bildet.

Franz Gruber Stille Nacht magisches Quadrat

Aber zurück zum eigentlichen Grund unseres Ausflugs nach Hallein. In nur 80 Tagen Bauzeit hatte man hier 1992 die historische Sudhalle auf der Salzachinsel in ein Theater verwandelt. Seit einigen Jahren wird diese Spielstätte auch von den genutzt (siehe auch ). Für die "Komödie der Irrungen" hat man die Bühne in ein mit rund 80.000 Liter Wasser geflutetes Pool verwandelt, in das eine dreiteilbare, manchmal an eine Zirkusarena, dann wieder an ein Schiffsdeck gemahnende Holzinsel hineinragte, deren hintere Hälfte aufgeschrägt werden kann. Zur Insel führen provisorisch anmutende Stege. Die Häuser der Stadt Ephesus sind durch chaotisch aufgestapelte Holzsessel repräsentiert. Ein Trapez ermöglicht Abgänge in die vierte Bühnendimension (links, rechts, ins Wasser und in die Lüfte).

Shakespeare, Komödie der Irrungen 3 vergrößern
Foto © Salzburger Festspiele / Ruth Walz

Henry Mason (Regie) und Michaela Mandel (Bühne) haben nichts ausgelassen, um Thomas Wodianka (Antipholus von Ephesus bzw. Syracus [Doppelrolle]), Florian Teichmeister (Dromio von Ephesus bzw. Syracus [ebenfalls als Doppelrolle angelegt), Marcus Bluhm (Herzog von Ephesus), Roland Renner (Egeon), Barbara de Koy (Äbtissin Emilia), Meike Droste (Adriana), Elisa Plüss (Luciana) & Co. das Schauspielerleben schwer zu machen. Thomas Wodianka kam dann auch prompt am glitschigen Holzboden zu Sturz. Um Haaresbreite wäre er ins Pool geschlittert. Er trug dabei eine leichte Verletzung davon, konnte aber weiterspielen. Zum Glück für uns Zuschauer, denn das Stück bot beste Unterhaltung – auch wenn man an einigen Details und an der Übersetzung herumnörgeln könnte.

Das "Irre" an dem Stück ist einerseits die Handlung (eine unterhaltsame Verwechslungsgeschichte rund um Zwillingsbrüder samt deren Zwillingsbrüder-Diener), andererseits die Tatsache, dass Henry Mason beide Zwillingsrollen als Doppelrollen auftreten ließ. Wodianka und Teichtmeister mussten dementsprechend Verwandlungsfähigkeit und Ausdauer unter Beweis stellen – was besonders Florian Teichtmeister auf grandiose Weise gelang.

Shakespeare, Komödie der Irrungen 1 Shakespeare, Komödie der Irrungen 2
Fotos © Salzburger Festspiele / Ruth Walz

Die Härte der schauspielerischen Arbeit am und vor allem im (!) Wasser wurde augenscheinlich. Beim Schlussapplaus wirkten einige der Hauptdarsteller "ausgelaugt" und konnten nur noch mit Mühe die Ovationen des Publikums genießen. Vielleicht hätten sich weniger bühnentechnische Herausforderungen positiv auf die Unbeschwertheit die Spiels ausgewirkt. Einige der "Gags" hätte man ruhig weglassen können, da ihr Zusammenhang mit der Handlung nicht "zwingend" erschien.

Tipp für spontan Entschlossene: Die Salzburger Festspiele enden erst in zwei Wochen. Für etliche Aufführungen (Konzerte, Theater, Oper) gibt es noch Karten. Wer hartnäckig ist, kann oft noch in letzter Sekunde Tickets ergattern. Zum Programm siehe .

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08.08.2015. Zur Abwechlsung 'mal Oper. Cecilia Bartoli, Anna Netrebko, John Osborn & Co. elektrisierten heute Salzburg: Im Haus für Mozart stand "Norma" am Programm, im Großen Festspielhaus "Il trovatore". Als passionierter Bartoli-Fan, habe ich uns "Norma" ausgesucht. Meine Nachlese zu diesem phänomenalen Abend im Opern Blog auf .

Norma Ticket Norma Medien Berichterstattung

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07.08.2015. Nach Salzburg gereist, um das Festspielgeschehen zu genießen (). Als erstes sahen wir uns heute "Clavigo" an. Wer eine artige Aufführung erwartet hatte, wurde enttäuscht; manche so sehr, dass sie sie verließen oder mit Buhrufen bedachten. Ich fand sie großartig – allerdings mit drei Einschränkungen.

Regisseur Stephan Kimmig hatte nämlich allerlei Bühnen-Überraschungen auf Lager. Als roter Faden diente ein Heißluftballon: zuerst nur in herangezoomter Außensicht (als Symbol dafür, dass Selbsterkenntnis erst mit genügend Abstand möglich ist); dann deutlich erschlafft (mit Projektionen von innen nach außen – nonverbalen Seelenbotschaften gleich); dann erschlafft, ohne Inhalt, nur noch Hülle (Sinnbild für zwischenmenschliche Enttäuschungen); und am Ende doch zum Abheben bereit (der Wunschvorstellung entsprechend, dass Selbsterkenntnis in höhere Sphären führen kann – selbst Mini-Clavigos, die mit untauglichem Ballonfahrer-Outfit mit auf die Reise gehen möchten).

Clavigo 2 Clavigo 1
Fotos © Salzburger Festspiele / Arno Declair

Und weil Goethe seinen "Clavigo" autobiographisch ausgedacht hatte, packte Kimmig folgerichtig viel Johann Wolfgang in das Stück: hier die Einbildung, etwas Besseres zu sein (Goethe, das Genie, zu Höherem berufen); da die Gabe, sich in die Gefühle anderer hineindenken zu können (Goethe, der Selbstkritische bzw. Goethe der Frauenversteher); und dort der Traum von der "Menschwerdung" (Goethe, der Weltverbesserer).

Einschränkungen: Die Anfangsszenen waren mühsam und bestimmt mit ein Grund, warum viele im Publikum schnell eine negative Einstellung zu dieser Inszenierung entwickelten. Die Botschaft, dass wir Menschen viel vom Tragisch-Komischen der Clowns in uns haben, hätte auch kompakter kommen können. Die Publikumsbeschimpfungen wirkten "aufgesetzt". Der Geschlechtertausch bei den Rollen (Clavigo, Beaumarchais und Buenco sind Frauen; Marie ist ein Mann) hatte für mich nur bedingten Mehrwert und irritierten mir die wunderbaren Szenen, in denen es um enttäuschte Liebe und zerstörte Träume ging.

Zur schauspielerischen Leistung von Susanne Wolff (Clavigo), Moritz Grove (Carlos), Kathleen Morgeneyer (Beaumarchais), Marcel Kohler (Marie Beaumarchais) und Franziska Machens (Buenco): absolut top!

Kleine Botschaft an alle, die vorzeitig das Salzburger Landestheater verließen: "Es kommen einem im Leben mehr unerwartete, wunderbare Dinge vor, und es wäre schlimm, wenn alles im Gleise ginge. Man hätte nichts, sich zu verwundern, nichts, die Köpfe zusammenzustoßen, nichts in Gesellschaft zu verschneiden." (Carlos, vierter Akt)

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05.08.2015. Ich habe eine neue Bilderserie mit Bühnenfotos von Stefan Smidt (www.foto-smidt.at) online gestellt: . Auch als YouTube-Fotostrecke: ,

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