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Theater Blog
Blogger: . Fotos: Stefan Smidt.

Ein Blog mit Theaterkritik zu aktuellen Produktionen und Beiträgen zur Theaterszene in Österreich. Spielsaison 2015-16. Tipp: Wählen Sie Ihre Lieblings-Schauspielerin / Ihren Lieblings-Schauspieler: .

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04.07.2017. Nein, auf dem Domplatz ist er heuer noch nicht gewesen, verrät Jedermann-Darsteller . Das hebe er sich für einen ganz besonderen, einen intimen Moment auf: "Ich möchte allein sein mit dem Domplatz" – vielleicht gehe ich in der Nacht hin.". Viel Zeit hat er nicht mehr, denn die Proben sind im vollen Gange. Drei Proben-Wochen liegen bereits hinter ihm und seinen Schauspielkolleginnen und Schauspielkollegen und drei Wochen haben sie noch vor sich bis zur Premiere. "Befruchtend, gut und von Neugier beseelt", beschreibt Moretti die bisheri Arbeit an der Neuinszenierung des Jedermann. Im kleinen Rahmen – sprich auf der Probebühne – funktioniere das, was da im Vorhinein "herumgekopft" wurde bereits sehr gut, sagt er. Nun sei er gespannt, ob das, was in diesem intimen Rahmen zwischen den Figuren geschaffen werden konnte, sich auch am Domplatz umsetzen lasse und vielleicht sogar potenziert werde.

Ob er ein Motto für die Proben benennen könne, möchte Schauspielleiterin Bettina Hering wissen, die die Moderation der Pressekonferenz übernimmt. "Nackt und bloß", antwortet Regisseur Michael Sturminger, er empfinde dieses großartige Ensemble als Geschenk. Alleine Edith Clever in der Rolle der Mutter des Jedermann zu erleben, das sei den Besuch des Stückes wert. "Ich bin sehr guten Mutes, dass uns der Sprung auf den Domplatz gelingen wird", sagt Michael Sturminger. "Der Dom, das ist ein großartiges Ungeheuer für mich. Die Fassade ist Architektur gewordene Rhetorik und für mich eine faszinierende Vorgabe", sagt der Regisseur. Der Domplatz sei für ihn übersetzte Macht, Schönheit und Transzendenz. "Alles Themen, die im Jedermann zentral sind." Wenn er vor dem Domplatz stehe und nach oben schaue, werde ihm schon ein wenig schwindelig. Wie winzig klein die Menschen vor dieser Kulisse wirken. Umso faszinierender finde er es, dass im Zentrum des Stückes ein einziger Mann stehe, der sein Schicksal im Spiegel dieser unglaublichen Größe vertreten muss.

Michael Sturminger Salzburg
Foto © Salzburger Festspiele / Anne Zeuner

Die Buhlschaft ist "die größte kleinste Rolle der Welt". Sie wird in der Neuinszenierung des "Jedermann" von besetzt. Die Bedienung eines Klischees darf man also diesmal nicht erwarten – und das ist gut so! Reinsperger und Moretti übereinstimmend: "Die Buhlschaft ist mehr als nur die Tradition des Klischees der bürgerlichen Vorstellung von Sinnlichkeit." – "Ich verstehe manchmal gar nicht, wo dieses Denken her kommt. Da ist so viel zwischen den beiden. Sonst würde er sie nicht ernsthaft fragen, ob sie mit ihm in den Tod kommt. Gerade das Spiel zwischen ihr als Freigeist, die nicht abhängig ist von einem Mann, aber auch die Gemeinsamkeiten: das macht für mich den Reiz, die Erotik und die Anziehungskraft aus", so Reinsperger. Bin schon total gespannt, wie diese Inszenierung werden wird. Sturminger: "modern." Bin gespannt!

Reinsperger Moretti Salzburg
Foto © Salzburger Festspiele / Anne Zeuner

  • Premiere: 21. Juli, 21.30 Uhr, Domplatz
  • Weitere Vorstellungen: 23., 28., 29. Juli; 3., 7., 8., 12., 14., 18., 20., 24., 26., 28. August
  • Website Salzburger Festspiele:

02.07.2017. Kommenden Dienstag (4. Juli) ist Premiere bei den . Gezeigt wird "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (in einer Fassung, die Werner Prinz für die Schloss-Spiele Kobersdorf geschrieben hat). Die Proben waren vielversprechend, das gesamte Ensemble zeigte sich in Bestform. Es spielen Alexander Strömer (Walter, Gerichtsrat), Wolfgang Böck (Adam, Dorfrichter), Hannes Gastinger (Licht, Schreiber), Hannah Hohloch (Frau Marthe Rull), Saskia Klar (Eve, ihre Tochter), Michael Reiter (Veit Tümpel, ein Großbauer), Béla Emanuel Bufe (Ruprecht, sein Sohn), Erich Schleyer (Frau Brigitte), Andrea Köhler (Grete, Magd), Sophie Gutstein (Liese, Magd). Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Weitere Spieltage: 6., 7., 8., 9., 13., 14., 15., 16., 20., 21., 22., 23., 27., 28., 29., 30. Juli 2017.

Kobersdorf 1 Kobersdorf 2 vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Inhalt (Beschreibung von Werner Prinz): Eigentlich hat es sich der Dorfrichter Adam ganz gut eingerichtet. Sein Zuhause und seine Amtsstube sind eins. Der Übergang vom Privaten zum Öffentlichen ist fließend. In seinem etwas heruntergekommenen Paradies versucht man, sich zu vertragen. Man kennt einander und achtet darauf, miteinander auszukommen. Recht gesprochen wird vielleicht nicht ganz nach dem Gesetz, aber doch so, dass jede und jeder damit irgendwie leben kann. Böse Zungen würden vielleicht von Korruption sprechen. Dieses System funktioniert aber zur Zufriedenheit aller, solange auch alle – auf mehr oder wenige gleiche Weise – davon profitieren.

Kobersdorf 3 Kobersdorf 4 vergrößern
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Doch nun geht der alte Genießer Adam einen Schritt zu weit und stürzt über seine Begierde. Die Lust treibt ihn nicht nur dazu, der jungen Eve nachzustellen. Er erpresst sie auch. Seine vermeintliche Macht macht das Mädchen erst einmal mundtot. Dass er selbst bei seinem überstürzten Sprung aus ihrem Fenster jenen Krug zu Fall gebracht hat, über dessen "Zerscherben" er nun zu Gericht sitzen muss, lässt ihn allerdings zu spielerischer Höchstform auflaufen. Vermutlich wäre die Sache auch schnell geregelt, stünde die Verhandlung nicht unter der Beobachtung des visitierenden Gerichtsrats. So aber muss Adam alle Tricks der Lüge, der Drohung und der Schmeichelei aufbieten, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Blitzschnell und mit bewundernswerter Unverfrorenheit erfindet er aus dem Augenblick heraus eine Finte nach der anderen. Der Richter redet sich um Kopf und Kragen. Das ist zutiefst menschlich, zutiefst komisch – und tieftraurig.

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