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Nationalparks in Polen

In Polen gibt es nicht weniger als 23 Nationalparks. In Summe nehmen sie 300.000 Hektar Land ein, das sind 1 Prozent der Landesfläche. Landschaftscharakteristiken sind bewaldetes und wenig bewaldetes Bergland, Küstenland, Flüsse, Moore und Seengebiete (siehe auch die Region ). Die Einheimischen besuchen am liebsten den Wielkopolski-, Tatrzanski- und Karkonoski-Nationalpark.

Bei Gästen, die aus der Ferne kommen ist der Bialowieski-Nationalpark mit seinen in Urwäldern lebenden Wisentherden und die "Vogelparks" am beliebtesten (Slowinski, Biebrzanski, Narwianski, Poleski und Ujscie Warty). Apropos Wisente: Die gibt es jetzt auch im Wolinski-Nationalpark (siehe ganz unten).

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Foto: © Polnisches Fremdenverkehrsamt

Babiogórski-Nationalpark

3400 Hektar, Biosphären-Reservate der UNESCO. Hier gibt es Wölfe, Bären und rund 120 verschiedene Vogelarten. Der Babia Góra ist mit 1725 Metern der höchste Berg der Beskiden und liegt an der Grenze zur Slowakei. Er umfasst den südlichsten Ausläufer der Karpaten. Homepage: .

Bioalowieski-Nationalpark / Nationalpark Belowesche Heide

1250 Quadratkilometer, ältester Nationalpark Polens (1921 gegründet), an der Grenze zu Weißrussland, letzter Urwald in Europa, . Lage: in der Woiwodschaft Podlasie. Ehemalige Jagdreviere der Herrschenden. Besonderheit: Nur ein Teil des Urwalds darf besucht werden – und das nur in Anwesenheit eines Nationalparkführers. 5000 verschiedene Pflanzenarten und rund 15.000 Tierarten. Das Gebiet wird von den größten und kleinsten europäischen Säugetieren bewohnt. Die einen sind etwa 250 in freier Wildbahn lebende Wisente, die anderen sind wenige Gramm schwere Kleinspitzmäuse. Die ältesten Bäume sind schon rund 500 Jahre alt. Es heißt, dass sich unter einer bestimmten (fast 40 Meter hohen) Jagiello-Eiche der König zur Tannenbergschlacht ausruhte. Im Schlosspark befindet sich das Informationszentrum und eine Museum. Homepage: .

Biebrzanski-Nationalpark

Rund 200 Kilometer nordöstlich von liegt der Biebrzanski-Nationalpark. Mit 60.000 Hektar ist er das größte und ökologisch wertvollste Moorgebiet in Mitteleuropa. Der Biebrza-Fluss darf hier 135 Kilometer fließen, wie er will – Hochwasser mit Überschwemmungen inbegriffen. Mehr als 270 verschiedene Vogelarten und Ornithologen aus aller Welt freuen sich darüber. Touristische Nutzung: 480 Kilometer Wanderwege, 400 Kilometer Radwege, 135 Kilometer Kajakstrecke. Informationszentrum bei Osowiec-Twierdza (dort werden auch die Kajaks vermietet). Homepage: .

Bieszczadzki-Nationalpark

Teil des Internationalen Biosphärenreservats Ostkarpaten (West-Bieszczady-Gebirge) im Dreiländereck Polen – Slowakei – Ukraine. Charakteristik: waldlose, grasbewachsene, almenartige Höhenrücken. Vorwiegend Buchenwälder, mit Beimischung von Ahornbäumen, Fichten und Tannen. Rund 150 Vogelarten, darunter auch Adler. Vorkommen von Wisents, Luchsen, Wildkatzen, und .

Polen

Polnisches Fremdenverkehrsamt
Fleschgasse 34 / 2a, 1130 Wien

Telefon: 0043 / 1 / 524 71 91
E-Mail: wien@pot.gov.pl
Homepage: www.polen.travel

Bory-Tucholskie-Nationalpark

Ökologische wertvollster Teil des Waldgebietes Bory Tucholskie. Kiefernwälder, Flusstäler und Seen; Torfmoore. Besondere Tiere: Wasservögel, Greifvögel, Auerhähne, Biber und Elche. Möglichkeit für Ausflüge mit dem Kajak (inklusive Bootsverleih).

Nationalparks Polen, Kajak
Foto: © Polnisches Fremdenverkehrsamt

Drawienski-Nationalpark

11.000 Hektar großer Nationalpark im Nordosten der Woiwodschaften Lubuskie, Westpommern und Großpolen. Er umfasst das Flusstal der Drawa sowie seines Nebenflusses Plociczna und 13 Seen. Besonderheit: ein Hochmoor im Quellgebiet der Plociczna. rund 30 Fischarten, 150 Vogelarten (darunter auch der Fischadler) und mehr als 40 Arten von Säugetieren; 1000 verschiedene Pflanzenarten, darunter rund 50 geschützte. Besonders schön: Kajak-Touren (von Halbtagestouren bis hin zu 3-Tages-Touren). An einigen Stellen ist hier das Angeln erlaubt. Homepage: .

Gorzczanski-Nationalpark

7000 Hektar großer Nationalpark in den Beskiden. Hier leben Karpatenhirsche und Schreiadler; ja sogar und werden gelegentlich gesichtet. Von den rund 900 Pflanzenarten sind 30 besonders geschützt. Die Fläche des Nationalparks ist größtenteils bewaldet.

Gory-Stolowe-Nationalpark

Der 6000 Hektor große Góry Stolowe Nationalpark im "Heuschergebirge" (Grenzgebirge zu ) kann mit einer Besonderheit aufwarten: Plattenberge aus Millionen von Jahren alten und nunmehr wildromantisch verwittertem Sandstein. Im Bereich der Bledne Skaly, der Wilden Löcher, gibt es ein Felslabyrinth mit engen, verwinkelten Gängen. Höchster Berg ist die Große Heuscheuer mit 919 Metern, dessen Felswände teilweise über 150 Meter senkrecht in die Höhe ragen. Populär wurde dieser Berg, weil Johann Wolfgang von Goethe ihn im Jahr 1790 bestiegen hatte. Geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober. Homepage: .

Kampinoski-Nationalpark

38.000 Hektar Urwald im Nahbereich zu . Welt-Biosphärenreservat der UNESCO. Charakteristisch: Pinien und Kiefern in den Dünen und sumpfigen Laubwäldern der Weichsel. Die Dünen erreichen Höhen von bis zu 30 Meter. Rund 150 verschiedene Vogelarten. 350 Kilometer markierte Wander- und Radwege. Hauptort: Kampinos (mit Übernachtungsmöglichkeiten; sehr schön: die Holzkirche aus dem späten 18. Jahrhundert). In Granica gibt es ein Nationalparkmuseum. Besonderheit: Ganz hier in der Nähe kam übrigens Fryderyk Chopin zur Welt. Homepage: .

Karkonoski-Nationalpark

Grenzüberschreitender Nationalpark. 5500 Hektar im polnischen Teil des Riesengebirges; der andere Teil in . Unter besonderem Schutz: die , der Kleine und Große Teich sowie der Kochelfall. 30 der hier lebenden Tiere, 18 Pflanzenarten und 14 Arten Moos werden besonders intensiv betreut, da sie auf der "Roten Liste" aussterbender Arten stehen. Homepage: .

Magurski-Nationalpark

20.000 Hektar in den Beskiden am Magura-Watkowska-Gebirgskamm. Früher ein Siedlungsgebiet der Volksgruppe der Lemken. Rund 140 verschiedene Vogelarten; unter den Säugetieren gibt es hier auch und . 70 km lange Wanderwege. Homepage: .

Narwianski-Nationalpark

Sumpfgebiete mit Schilf und Wasserpflanzen am Narew-Fluss westlich von Bialystok. Weil der Fluss so viele Nebenarme hat, nennt man ihn mit Augenzwinkern den "polnischen Amazonas". Rund 200 Vogelarten. Nationalparkverwaltung in Kurowo. Homepage: .

Ojcowski-Nationalpark

Mit 1900 Hektar der kleinste Nationalpark Polens. Anwärter auf eine Aufnahme in die . Lage: nordwestlich von Krakow (Krakau). Er erstreckt sich entlang des 12 Kilometer langen Pradnik-Tales, das sich aus Kalksteinen (Jurakalk) mit märchenhaft anmutenden Formen, Höhlen, Schluchten (bis zu 120 Meter tief) und Piasten-Burgen zusammensetzt. In der Ciemna-Höhle bei Ojcow fanden sich 120.000 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung. In den vielen Höhlen des Nationalparks leben 12 verschiedene Fledermausarten. Homepage: .

Pieninski-Nationalpark

Nationalpark an der Grenze zur . Fläche: etwa 2300 Hektar. 9 der hier vorkommenden Pflanzenarten gibt es ausschließlich hier. Höchste Erhebung: die Drei Kronen (982 Meter). Imposant: der Durchbruch des Dunajec-Flusses. Besonderheit: zwei- bis dreistündige Floßfahrten mit Steuermännern in Tracht. Die Tour beginnt in Sromowce Wyzynie und endet in dem bekannten Kurort Szawnica bzw. in Kroscienko. Homepage: .

Poleski-Nationalpark

10.000 Hektar östlich von Lublin. Tundraähnliches Wald- und Sumpfgebiet. Etwa 150 Vogelarten und 57 geschützte Pflanzenarten. Durch den Park führen 65 Kilometer Wanderwege.

Roztoczanski-Nationalpark

Nationalpark in der Region Mittel-Roztocze. Charakteristik: sanfte Anhöhen, Schluchten, das Flusstal des Wieprz, Buchen- und Tannenwälder. Rund 190 Vogelarten; weiters Lurche und andere selten gewordene Reptilienarten. Hauptattraktion: die kleinen Tarpan-Pferde.

Slowinski-Nationalpark

Nationalpark in der Wojewodschaft Pomorskie, im Küstenabschnitt zwischen Leba und Rowy (). Einstiges Siedlungsgebiet der Volksgruppe der Kaschuben und Slowinzen. Im Norden von der Ostseeküste begrenzt. Welt-Biosphärenreservat der UNESCO. Charakteristisch: Küstenlandschaft, 4 flache Küstenseen, Wanderdünen (einzigartig in Europa) und Moränenhügel. In Kluki befindet sich ein Freilichtmuseum. Rund 260 verschiedene Vogelarten, darunter Seeadler, Schreiadler, Steinadler und Uhu. 50 der hier vorkommenden Pflanzenarten stehen unter strengem Artenschutz.


Foto: © Polnisches Fremdenverkehrsamt

Swietokrzyski-Nationalpark

Nationalpark im Swietokrzyskie-Gebirge. Charakteristik: kahle, graslose, mit Findlingen bestückte Gebirgshänge; Tannenwälder mit Buchen- und Lärchenbeimischung.

Tatrzanski-Nationalpark / Nationalpark Polnische Tatra

Nationalpark mit alpinem Charakter. Geschütztes Biosphärenreservat der UNESCO. Höchster Gipfel: der Rysy (2499 Meter). Herrlichen Gebirge, Schluchten, Seen, Wasserfälle, Flüsse, Bäche und Höhlen. Fichten, Tannen, Buchen, Bergkiefern und Latschenkiefern. Ab 1800 Meter Seehöhe Almen und Matten, darüber Fels. Besondere Tierarten: , Gämsen, und Steinadler.

Ujscie-Warty-Nationalpark / Nationalpark Warthemündung

Der Nationalpark Ujscie Warty (Warthemündung) schützt einen wertvollen Teil der Überschwemmungsebene bei Slonsk. 250 Vogelarten, 80 davon Zugvogelarten.

Wielkopolski-Nationalpark

Nationalpark auf der Großpolnischen Seenplatte, 15 Kilometer südlich von Poznan. Charakteristisch: postglaziale, mit Findlingen bestückte Landschaft mit Hügeln und Seen; Kiefer- und Mischwälder.

Wigierski-Nationalpark

15.000 Hektar im Nordosten Polens, am Wigry-See bei Suwalki. Herzstück: der bis zu 73 Meter tiefe Wigierski-See. Rund 190 Vogelarten, 25 Fischarten; unter den Säugetieren gibt es hier Biber und Wölfe. Tipp: ein auf einer Landzunge befindliches Hotel, das in den Gebäuden eines aus dem stammenden untergebracht ist. Homepage: .

Wolinski-Nationalpark

11.000 Hektar auf der Insel Wolin (), von der Steilküste bei Miedzyzdroje / Misdroy bis zum Oderhaffrund, Teile des Stettiner Haffs, Moränenlandschaft im Inneren der Insel. Rund 230 Vogelarten gezählt, darunter auch einige Seeadler. 1976 wurden in einem Reservat wieder Wisente angesiedelt, die man an ihrem Futterplatz beobachten kann. Im Badeort Miedzyzdroje gibt es ein Nationalparkmuseum. Homepage: .

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Siehe auch

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