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Zeit und Vergänglichkeit aus der Sicht des Zen

Wer kennt nicht dieses Gefühl von der Zeit, die immer schneller vergeht? Die Vorstellung, dass sich alles rasend bewegt? Vorgestern waren wir Kinder, gestern Jugendliche und heute wird uns so richtig bewusst, dass auch wir vergänglich sind.

"Die Zeit vergeht wie im Flug", stellen wir dann oft im ersten Moment erschrocken fest. Eine Feststellung, auf die leicht die nächste erschütternde Erkenntnis folgt: "Je älter wir werden, umso schneller vergeht die Zeit." Erkenntnisse, die, wenn wir sie so stehen lassen und uns nicht weiter hinterfragen, schnell in Traurigkeit und der Nostalgie über eine bessere, aber vergangene Zeit münden. Andererseits aber auch Erkenntnisse, die wenn wir ihnen folgen, uns auf wertvolle Spuren über die wirkliche Essenz der Zeit bringen können. Erkenntnisse, aus der weitere Fragen entstehen: Wo ist unsere Vergangenheit hin? Ist alles, was wir sind, Erinnerungen? Sind wir, weil wir denken? Oder, was verbindet den Körper, den Geist und die Zeit?

Zeit

All das sind Fragen, die uns zunächst zeigen, dass es nötig ist, anzuhalten; denn zu groß wird sonst unsere Sehnsucht. Fragen, die uns demonstrieren, wie wichtig es ist den Blick unserer Aufmerksamkeit nach innen zu richten und aus der Unbeweglichkeit der Zazenhaltung heraus Stille zu praktizieren. Wir nehmen auf diese Weise Abstand von der schnelllebigen Zeit, machen Urlaub von uns selbst und lassen zu, dass die Antworten zu unseren Fragen von selbst auftauchen, wie ein Apfel, der sich erst dann vom Baum fallen lässt, wenn er reif dafür ist.

Wenn wir mit dieser Einstellung des Geistes und aus der Unbeweglichkeit der Körperhaltung von heraus die Wirklichkeit beobachten, was sehen wir dann? Vielleicht überrascht uns dann so manche Antwort dazu, denn oft stellen wir zunächst fest, dass die mentale Aktivität unseres Gehirns ein unaufhaltsamer Strom ist. Erinnerungen, Hoffnungen und andere selbstbezogene Meinungen kommen und vergehen wieder. Meinungen, die, wenn wir an ihnen nicht anhaften oder sie nicht ablehnen, so vergehen, wie sie gekommen sind. Ein Strom von Gedanken, der sich mit der Wirklichkeit vermischt, denn ständig haben wir den Dingen so wie sie sind etwas hinzuzufügen. Ein Kommentar, unsere Meinung, wir projizieren Ängste oder transportieren Vorlieben und verzerren damit die Wirklichkeit. Wen wundert es dann, dass wir das Gefühl haben, dass die Zeit rast?

Eine der wichtigsten Persönlichkeiten des ist der chinesische Meister Hui Neng. Von ihm wird eine Geschichte erzählt, die uns vielleicht auf die Spur bringt, was das Wesen der Zeit und des Seins ist.

Es wird erzählt, dass eines Tages der Meister zufällig hörte, wie sich zwei Mönche über eine Fahne stritten. Während sie im Wind flatterte, diskutierten sie die Frage, ob es der Wind sei oder die Fahne, die sich da bewege. Da sie sich nicht einig werden konnten, fragten sie den Meister, und Hui-neng sagte zu ihnen: "Es ist weder der Wind, noch die Fahne; es ist euer Geist, der sich bewegt!"

Vierundachtzigtausend Gedanken fallen uns im Zen zu dieser Aussage ein. Gedanken, die uns lehren, was Illusion und was Wahrheit ist. Denn zu beobachten, wie Gedanken aufkommen und wie sie vergehen, wie der mentale Prozess der Wirklichkeitskonstruktion funktioniert während unser Körper aufrecht sitzen bleibt, bedeutet konkret, die Vergänglichkeit zu beobachten. Die Vergänglichkeit unseres Seins, das weder gut noch schlecht ist, hält viele wertvolle Unterweisungen für uns bereit. Unterweisungen wie, dass das, was wir denken, was wir sind, nicht das wahre "Ich" sein kann, denn das Denken ist nicht gleich dem Sein. Oder Lehren über die Zeit. Lehren darüber, dass der einzige Augenblick, in dem wir leben, immer nur hier und jetzt ist und es auch immer sein wird. Und dass dieser Augenblick in sich sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft trägt.

Denn wir sind jetzt das, was wir sind, weil alles so gekommen ist, wie es ist. Wir schließen also Frieden. Frieden mit der Außenwelt, Frieden mit der Zeit, Frieden mit unseren Wunden, Frieden mit der Vergangenheit. Und wir schließen sogar Frieden mit der Zukunft, denn auf Basis des Friedens in der Gegenwart, legen wir die Saat für eine Zukunft, die von Frieden geprägt sein wird. Ursache und Wirkung, das Gesetz, das alles umfasst, wird auf dieser Weise manifest. Wann endet die Vergangenheit? Wann beginnt die Zukunft? Immer nur in diesem Augenblick!

Meiyo Pedro Perez Vargas

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