Die Kulturlandschaft der Wachau wurde im Jahr 2000 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Das hatte gute Gründe. Kriterien dafür waren vor allem die landschaftliche Schönheit auf beiden Seiten des Donaustroms sowie die Tatsache, dass die dort ansässigen Menschen es verstanden haben, den mittelalterlichen Charakter der Siedlungen und die landwirtschaftlichen Flächen (Ufergebiete zur Donau, Wiesen, Weingärten, Wald) in ihrer Harmonie zu erhalten. Der Name "Nibelungengau" wurde durch die Tatsache geprägt, dass die Region im Nibelungenlied (im frühen Mittelalter im bayerisch-österreichischen Raum entstanden) eine dramatische Rolle spielt.

Foto © Andreas Hollinek
Im 36 Kilometer lange Abschnitt von Melk bis Krems an der Donau befinden sich eine Vielzahl historischer Bauten (Kirchen, Kapellen, Bildstöcke, Klöster, Schlösser, Burgen und Burgruinen). Besonders schön: die "Wachau-Klassiker" Spitz an der Donau und Dürnstein. Bedingt durch das von der Donau beeinflusste milde Klima, die optimal zur Sonne geneigten Hänge und die spezielle Qualität des Bodens, gedeihen in der Wachau hervorragende Wein, die von Kennern in aller Welt überaus geschätzt werden.

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Jedes Jahr (meist im April) blühen in der Wachau rund 100.000 Marillenbäume. Tipp: Besonders beeindruckend ist die Marillenblüte bei einer Wanderung entlang der Marillenmeile in Rossatz-Arnsdorf oder auf dem Marillenerlebnisweg in Krems-Angern. Die Marillenmeile besteht aus sieben Etappen, von St. Johann im Mauerthale bis Rossatzbach, und führt durch prachtvolle Marillengärten. Wer mehr über die Arbeit im Marillengarten oder die Baumblüte erfahren möchte, ist am Marillenerlebnisweg der Familie Aufreiter in Krems-Angern genau richtig. Weitere Marillengärten, die zu einem Spaziergang einladen, und die dazu passenden Haltestellen der öffentlichen Busse sind auf www.donau.com/marillenbluete zu finden. Kulinarisch gefeiert wird die Marillenblüte mit eigenen Veranstaltungen und Festen: Den Auftakt macht der Kremser Marillenblütenmarkt, gefolgt von den Marillenblütefesten in Arnsdorf und Mühldorf. Da der Genuss unter freiem Himmel im Vordergrund steht, finden die beiden letztgenannten Veranstaltungen nur bei entsprechendem Schönwetter statt. Der Zeitpunkt der Feste richtet sich nach dem Beginn der Marillen-Hauptblüte. Dauer der Marillenblüte: je nach Witterung eineinhalb bis drei Wochen

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