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Schnarchen / Schlafapnoe

Schnarchen ist der umgangssprachliche Ausdruck für ein Schlafapnoesyndrom, das sind schlafassoziierte Atmungsstörungen, welche bis zu 2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betreffen und das wiederholte Auftreten von Atempausen beinhalten. Durch krankhafte Veränderung der Atmung während des Schlafes kommt es zu Störungen des normalen Schlafzyklus, kombiniert mit Weckreaktionen und negativen Auswirkungen auf Herz und Gefäße. Typisch für Apnoen (Atempausen) ist das Sistieren des Atemstromes durch funktionellen Verschluss der oberen Atemwege. Betroffen sind vorrangig Männer ab dem 40. Lebensjahr. Übergewicht erhöht das Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken. Zur Behandlung des Schnarchens gibt es in Österreich (kurzsichtigerweise!) meist keinen Kostenersatz durch die Krankenkasse.

Symptomatik

  • Schnarchen
  • Wiederholte Apnoen über mindestens 10 Sekunden hinweg
  • Verminderung des Atemstromes während des Schlafens
  • Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut
  • Blutdruckanstieg
  • Explosionsartiges Wiedereinsetzen der Atmung ("Schnappen nach Luft")
  • Tagesmüdigkeit
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Sekundenschlaf
  • Komplikationen: Erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen, wie z.B. , oder

Diagnostik

  • Anamnese (oft berichten Partner über Schnarchen und längere Atempausen – die Betroffenen selbst leiden unter oben genannten Folgen eines wenig erholsamen Schlafes)
  • Körperliche Untersuchung
  • Endoskopie
  • Schlaflabor

Therapie

  • Regelmäßige Anwendung einer CPAP-Atemmaske (CPAP-Maske)
  • Gewichtsabnahme
  • Vermeiden von , Nikotin und Schlafmitteln

Unter Schnarchen an sich, versteht man den Kollaps einer oder mehrerer Bereiche der oberen Luftwege. Es kommt zu Flatterbewegungen des Gaumensegels infolge Druckdifferenzen zwischen Mund und Nasen-Rachenraum oder einer Verkleinerung der Rachenhöhle, wie sie durch Zurücksinken der Zunge im Schlaf entstehen kann. Somit lassen sich folgende Ursachen von Schnarchen zusammenfassen:

  • Schlechte Spannung der Zungen- und Halsmuskulatur
  • Übermäßige Länge von Uvula und weichem Gaumen
  • Einengung im Bereich der Nasenatmung
  • Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln, vor allem beim Kind)
  • Übergewicht, Alkohol und Sedativa wirken auch hier verstärkend

Kommt es nicht zu Apnoen, so reichen in vielen Fällen folgende therapeutische Maßnahmen:

  • Gewichtsabnahme
  • Vermeiden von Alkohol, Nikotin, Schlafmitteln, üppigem Abendessen
  • Schlafen mit erhöhtem Oberkörper / Verwendung von
  • Seitenlage als bevorzugte Schlafstellung einnehmen
  • In schwerwiegenderen Fällen stehen weiterführende Behandlungsoptionen zur Verfügung, wie etwa Bissschienen, Nasenseptumoperationen, chirurgische Verkürzung und Straffung des Gaumensegels, kieferchirurgische Maßnahmen und vieles mehr.

Mögliche Zusammenhänge und Folgen

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Alzheimerpatienten und Demenzkranke überdurchschnittlich häufig unter einer obstruktiven Schlafapnoe (Atempausen im Schlaf) leiden. Das Center for Brain Health der New York Universität () begleitet eine Kohorte von 208 Senioren im Alter von durchschnittlich 68 Jahren. Bei einigen Teilnehmern wurde im Abstand von etwa zwei Jahren Gehirnflüssigkeit entnommen und eine Untersuchung des Gehirns durchgeführt. Keiner der Teilnehmer litt zu Beginn der Studie an einer . Auch bei der zweiten Untersuchung zwei Jahre später waren die Teilnehmer ohne geistige Ausfälle. Bei einigen kam es jedoch zu einer Verringerung eines wichtigen Eiweissstoffes in der Gehirnflüssigkeit.

Dieser Hinweis auf eine beginnende Alzheimererkrankung wurde, wie das Team um Ricardo Osorio von der New York University School of Medicine berichtet, häufiger bei jenen Senioren gefunden, bei denen zu Beginn der Studie eine erhöhte Anzahl von Apnoe-Atempausen mit einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut nachgewiesen und die Diagnose obstruktive Schlafapnoe (OSA) gestellt worden war.

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine häufige Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen, welche meist mit lauten Schnarchen beginnt und die man selbst nicht bemerkt. In einer brandneuen Studie der Charitè Berlin von Juli 2018 wurde durch das Team mit Prof. Dr. Fietze ermittelt, dass 46 Prozent aller Erwachsenen von 20 bis 81 Jahren zumindest an einer leichten Schlafapnoe leiden.

Neben Demenz gibt es bei Schlafapnoe auch dokumentierte Zusammenhänge mit , , , , Sekundenschlaf und weiteren Erkrankungen, welche durch die Atempausen mit zu geringer Sauerstoffzufuhr verursacht werden. Zur Diagnose der Schlafapnoe kann entweder das Schlaflabor oder die ambulante Schlafdiagnostik durch den Facharzt (Patient schläft zu Hause im eigenen Bett) gewählt werden.

Lektorat dieser Seite durch Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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