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Schnarchen

Schnarchen ist der umgangssprachliche Ausdruck für ein Schlafapnoesyndrom, das sind schlafassoziierte Atmungsstörungen, welche bis zu 2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betreffen und das wiederholte Auftreten von Atempausen beinhalten.

Durch krankhafte Veränderung der Atmung während des Schlafes kommt es zu Störungen des normalen Schlafzyklus, kombiniert mit Weckreaktionen und negativen Auswirkungen auf Herz und Gefäße. Typisch für Apnoen (Atempausen) ist das Sistieren des Atemstromes durch funktionellen Verschluss der oberen Atemwege. Betroffen sind vorrangig Männer ab dem 40. Lebensjahr. Übergewicht erhöht das Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken.

Symptomatik

  • Schnarchen
  • Wiederholte Apnoen über mindestens 10 Sekunden hinweg
  • Verminderung des Atemstromes während des Schlafens
  • Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut
  • Blutdruckanstieg
  • Explosionsartiges Wiedereinsetzen der Atmung ("Schnappen nach Luft")
  • Tagesmüdigkeit
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Sekundenschlaf
  • Komplikationen: Erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen, wie z.B. , oder

Diagnostik

  • Anamnese (oft berichten Partner über Schnarchen und längere Atempausen – die Betroffenen selbst leiden unter oben genannten Folgen eines wenig erholsamen Schlafes)
  • Körperliche Untersuchung
  • Endoskopie
  • Schlaflabor

Therapie

  • Regelmäßige Anwendung einer CPAP-Atemmaske (CPAP-Maske)
  • Gewichtsabnahme
  • Vermeiden von , Nikotin und Schlafmitteln

Unter Schnarchen an sich, versteht man den Kollaps einer oder mehrerer Bereiche der oberen Luftwege. Es kommt zu Flatterbewegungen des Gaumensegels infolge Druckdifferenzen zwischen Mund und Nasen-Rachenraum oder einer Verkleinerung der Rachenhöhle, wie sie durch Zurücksinken der Zunge im Schlaf entstehen kann. Somit lassen sich folgende Ursachen von Schnarchen zusammenfassen:

  • Schlechte Spannung der Zungen- und Halsmuskulatur
  • Übermäßige Länge von Uvula und weichem Gaumen
  • Einengung im Bereich der Nasenatmung
  • Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln, vor allem beim Kind)
  • Übergewicht, Alkohol und Sedativa wirken auch hier verstärkend

Kommt es nicht zu Apnoen, so reichen in vielen Fällen folgende therapeutische Maßnahmen:

  • Gewichtsabnahme
  • Vermeiden von Alkohol, Nikotin, Schlafmitteln, üppigem Abendessen
  • Schlafen mit erhöhtem Oberkörper / Verwendung von
  • Seitenlage als bevorzugte Schlafstellung einnehmen
  • In schwerwiegenderen Fällen stehen weiterführende Behandlungsoptionen zur Verfügung, wie etwa Bissschienen, Nasenseptumoperationen, chirurgische Verkürzung und Straffung des Gaumensegels, kieferchirurgische Maßnahmen und vieles mehr.

Anmerkung: Zur Behandlung des Schnarchens gibt es keinen Kostenersatz durch österreichische Krankenkassen.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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