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Schneeschuhwandern
Schneeschuhwanderungen / Schneeschuhtouren

Wer einmal den Zauber einer verschneiten Winterlandschaft abseits der Trampelpfade erlebt hat, weiß, dass Schneeschuhwandern weit mehr ist, als querfeldein durch kaltes Weiß zu stapfen: Die Gedanken des Alltags werden still und weichen Gefühlen von Geborgenheit. Natur und Witterung mahnen zu Dehmut und Ehrfurcht, die dem Körper zwar Kraft kostet, umso reicher aber den Geist beschenkt. Sinne früher Tage erwachen und versetzen ein kaum definierbares Lebensgefühl in Schwingung, das man nachher nicht mehr missen möchte.

Schneeschuhwandern Schneeschuhwandern Tirol
Schneeschuhwandern in Hinterstoder (Oberösterreich); rechts daneben bzw. darunter: Pfundser Tschey (Tirol)

Und dann die Rückkehr: Eine Tasse oder getrunken, und jede Faser des Körpers wird von Tiefenwärme erfasst. Eine einzigartige Kombination aus Müdigkeit und Glücksempfinden erfasst den Körper.

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Schneeschuhwandern ist schnell erlernt. Wichtig: gute Ausrüstung

Schneeschuhwandern ist schnell erlernt und die Sportartikelindustrie hat dafür gesorgt, dass die von den Völkern des hohen Nordens und der Hochgebirge abgeschauten Gehhilfen bezüglich Gewicht, verwendeter Materialien und Funktionalität perfektioniert wurden. Was für alle Zeiten gleich bleibt:

  • Gute Ausrüstung (Kleidung, Notausrüstung, Ersatzteile für die Schneeschuhe usw.)
  • Umsicht bei der Routenplanung (Gehzeiten, Gefahrenstellen usw.)
  • Richtiges Einschätzen der Schneebeschaffenheit und der Schneehöhen, Erkundigungen einziehen, ob auf der gewählten Route Lawinengefahr gegeben ist
  • Sonnenschutz und Kälteschutzcreme
  • Einhalten der Sicherheitsregeln für Bergwandern (siehe auch Stichwort alpines Notsignal)
  • Richtiges Einschätzen der eigenen Kräfte und jener der Begleiter
  • Kompass und/oder GPS-Gerät mitnehmen
  • Rücksichtnahme auf die Fauna und Flora: auf markierten Wegen bleiben, damit die Pflanzen unter dem Schnee keinen Schaden erleiden und damit Wildtiere nicht aufgeschreckt werden – die Notwendigkeit zur Flucht kann im Winter dem Wildtier sehr leicht das Leben kosten!
  • Touren in unbekanntes Gelände am besten mit einem Wander- bzw. Bergführer unternehmen!

Schneeschuhwanderparadies Tirol

Wem Skifahren zu stressig und Langlaufen zu speziell ist, findet in Tirol traumhafte Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen aller Schwierigkeitsgrade. Vielerorts werden auch geführte Schneeschuhwanderungen angeboten. Die Wege sind entsprechend gekennzeichnet und für Schneeschuhe präpariert. Von vielen Stellen aus kann man so auch im Winter herrliche Panoramapunkte entdecken. Und auf so manch einer Tour ist dann sogar ein Gipfelkreuz das Ziel.

"Eppas Guats" in der Naturparkregion Lechtal-Reutte

Nach einer ausgedehnten Schneeschuh- oder Winterwanderung freut man sich auf "Eppas Guats", etwas Gutes. Und das gibt es in der Naturparkregion Lechtal-Reutte auf 18 auch im Winter bewirtschafteten Hütten und Almen. Diese Hütten liegen größtenteils abseits der Skigebiete und sind somit besonders ruhig. Auf jede Alm wird ein Tiroler Gericht als besondere Spezialität angeboten. Außerdem im Winterzauber am Berg Angebot: eine Laternenwanderung auf die 700 Jahre alte Ruine Ehrenberg und eine Tierspuren-Wanderung mit einem Naturparkführer im Naturpark Tiroler Lech.

"Rund ums Neunerköpfle" im Tannheimer Tal

Es ist das größte Gipfelbuch der Alpen mit einer Höhe von rund 2,50 Meter. Hier hat wirklich jeder ausreichend Platz, sich zu verewigen. Das Gipfelbuch steht im Tannheimer Tal nur wenige Meter neben dem Gipfelkreuz auf dem Neunerköpfle an einem 2,2 Kilometer langen Winterwanderweg. Der gut präparierte Weg führt um den 1862 Meter hohen Gipfel des Tannheimer Hausbergs Neunerköpfle herum und bietet mehrere schöne Aussichtspunkte.

Schneeschuhwandern Tannheimer Tal 2 Schneeschuhwandern Tannheimer Tal 1
Foto © Tourismusverband Tannheimer Tal

"Schnee-Koasa" in den Kitzbüheler Alpen

Bei der geführten Schneeschuhwanderung mit dem Titel "Kas-Kreuz-Koasa" geht es um drei Dinge: Kas, eine Jause mit Käse, Kreuz, das Erreichen des Gipfelkreuzes und um den Koasa, den Ausblick auf den Wilden Kaiser. Bei der Käserei in Gasteig wird die Wegzehrung besorgt, bevor es gemeinsam hinauf zum Gipfelkreuz oberhalb der Sprießler Alm geht. Immer fest im Blick bei dieser drei- bis vierstündigen Schneeschuhtour: das Gebirgsmassiv des Wilden Kaisers. Auch zauberhaft sind beispielsweise die Schneeschuhtour zur Bacheralm oder eine Winterwanderung durch das Bichlach und das Kaiserbachtal.

"Winter-Gspiar" im Tiroler Oberland

Das richtige Gespür für den Winter bekommt man im Tiroler Oberland bei verschiedenen Schneeschuhtouren durch die unberührte Landschaft. Wenn es richtig dunkel ist, startet die nächtliche Fackelwanderung im Hochtal der Pfundser Tschey. Weit und breit gibt es hier keine künstliche Lichtquelle, nur Heustadel, Berge und den Himmel über einem. So lernt man beim Blick in die Sterne faszinierende Magie des Firmaments kennen. Eine Verkostung regionaler Produkte lockt am Ende der Schneeschuhwanderung auf dem Piller Sattel mit viel Infos zur Tierwelt im Naturpark Kaunergrat.

Weitere Tipps für schöne Scheeschuhwanderungen

Wer einige der schönsten "Geheimplätze" der Pyhrn-Priel Region an den Ausläufern des Nationalparks Kalkalpen entdecken möchte, kann dies natürlich selbständig oder in Begleitung von geschulten BetreuerInnen des Nationalparks Kalkalpen oder anderer Agenturen tun (siehe obenstehendes Foto). Die traumhaft verschneite Winterlandschaft des Nationalparks wird Sie begeistern! Homepage: www.pyhrn-priel.net.

Die schönsten Schneeschuhwanderrouten in : Göstling-Hochkar, Hochbärneck, Lunz am See, Ötscher (um 17 Uhr mit Stirnlampe oder Fackel), St. Aegyd am Neuwalde; Bärnkopf, Gutenbrunn, Traunstein, Moorbad Harbach; Hohe Wand, Mönichkirchen, Kirchberg am Wechsel, am Semmering, Reichenau an der Rax und Puchberg am Schneeberg.

Die besten Schneeschuhwanderregionen und Wissenswertes zum Thema

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