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Nordirland

Nordirland ist ein kleines Land mit großem Charme. Geadeltes Grün in üppigen , feiner Sand an weiten Stränden, Legenden von Heiligen, Schmugglern und Gelehrten: Nordirland zeigt sich von seiner ureigenen Seite als Land der Naturwunder (siehe z.B. den Beitrag ), der geistreichen Geschichten und der Kultur (siehe dazu auch unser Stichwort Derry – First UK City of Culture).

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Gärten

Im 18. Jahrhundert stetzte in Irland ein wahrer "Garten-Boom" ein. Vor allem die adeligen Herrschaften des 18. Jahrhunderts schwelgten in Blütenträumen. Aber auch die Neuzeit brachte Prächtiges hervor (siehe z.B. der auf Islandmagee):

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Folly for Two

Mit ihren vielen Biegungen, den goldtropfenden Stechginsterrabatten und Weißdornbäumchen strahlen die kleinen Straßen um den Strangford Lough einen ganz besonderen Reiz aus. Und wenn Sie Gärten begeistern können, verdient der kleinen Ort Grey Abbey Ihre Aufmerksamkeit.

Im romantischen Ensemble einer halb verfallenen Abtei aus dem 12. Jahrhundert mit beredsamen Grabsteinen ringsum und unter dem Gemurmel und Gezänk von Dohlen kommt der Reisende der erzählerischen Insel sehr nah. Und in einem lieblichen Kräutergarten kann er sich aus 50 verschiedenen Heilpflanzen selbst sein Sträußchen pflücken. Mit dem ätherischen Duft der Kräuter im Wagen geht es weiter zu einer groß angelegten Gartengeschichte.

Castle Ward liegt ebenfalls am See und ist das Ergebnis eines ehelichen Rosenkriegs. Seine Erbauer, Anne und Bernard Ward – er ein bedeutender Parlamentarier des 18. Jahrhunderts – waren sich in Stilfragen wohl recht uneins. Und so schaut das gewaltige Schloss mit seiner Vorderfront im klassizistischen Stil auf eine traumhafte Parklandschaft. Mit Seeblick auf der anderen Seite aber ist es voller neugotischer Zinnen und Türmchen. Diese "folly for two" führte für Lady und Lord allerdings zur Scheidung, und die verarmte Familie musste das riesige Anwesen dem Staat übergeben.

Der National Trust pflegt es heute als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. In den Parkanlagen spiegeln sich noch immer die Moden der Epochen so wie die Herrschaften einst über Baustile stritten. Ein Temple Water genannter Garten ist um einen künstlichen See angelegt und naturalistisch bepflanzt. Daneben hat man in viktorianischer Zeit einen Windsor Garten entworfen, an dem grafisch denkende Menschen ihre wahre Freude finden. Andere sehen ihn vielleicht als zu akkurat an – auftoupiert wie eine mit Haarspray befestigte Hochfrisur.

Plaudern über Gummistiefel

Gegen solche Strenge halten es die heutigen irischen Gärtner viel lieber mit spielerischen Elementen. Einer der schönsten informellen Gärten ist Rowallane südwestlich von Belfast. Da wimpelt es und schüttet sich aus vor Blütenpracht, da grüßt Klatschmohn den Eisenhut und Engelstrompeten bilden den Chor. Zwar ist auch hier nichts dem natürlichen Zufall überlassen, aber die irischen grünen Daumen von heute haben den Adelsphantasien ihren Freigeist zugesellt und plaudern offenherzig über ihre Geheimnisse und kleinen Tricks und gerne auch mal über Gummistiefel.

Ausgewählte Gärten auf einen Blick

  • Botanischer Garten, Belfast: mit herrlichen viktorianischen Glashäusern zwischen Botanic Avenue und Strandmills Road.
  • Rowallane, Saintfield, Ballynahinch (südlich Belfast): bekannt als "Garten der leidenschaftlichen Pflanzer" 1,5 km südlich von Saintfield, westlich der Downpatrick Road A7.
  • Mount Stewart House and Gardens, Newtonards: der schönste Landschaftsgarten des Adels; am Ufer des Strangford Lough, über Belfast-Portaferry Road A20.
  • Crom Estate, Newtonbuttler: eindrucksvolles Naturschutzgebiet am Lough Erne, 5 km von Newtownbuttler an der Linaskea-Cavan Road.
  • Florence Court, Enniskillen: großartiger Landsitz in weiter Parklandschaft Über A4 und A32 12 km südwestlich von Enniskillen.

Küstenland: Causeway Coast und Glens of Antrim

Eine der wundersamsten Naturlandschaften der grünen Insel wirkt als Besuchermagnet und eröffnet die Reise zu einsamen Flecken für Wanderer und Träumer: der Giant's Causeway.

Lebenswasser und Leprechauns

Der Geruch von würziger Maische liegt über den geduckten Häuschen von Bushmills, denn er lebt seit 400 Jahren vom "Lebenswasser", das die älteste lizenzierte Bushmills Whiskey Destille produziert. Experten führen durch die ehrwürdige Fabrikanlage und lehren alles über das "nosing", das Näseln ehe man zum "tasting" mit einigen kräftigen Schlucken übergeht. Im Hotel Bushmills Inn kann es weitergehen mit Gaumenfreuden vom Weiderind, Lamm und feinsten Gemüsen und Kräutern. Im Pub dann, das nach traditioneller Art dunkel und mit intimen Sitzecken und Kaminzimmern ausgestattet ist, lodert ein Torffeuer so weich dahin als schmelze es wie die Creme auf einem Glas Guinness. Wenn man seinen Duft einatmet und lange in die rötlich-violette Glut schaut, schwirren irische Geschichten durch den Raum.

Von Kindern, die im Moor verschollen sind, von den Leprechauns, den kleinen Kobolden, die Schuhe für die Elfen nähen. Manch eine von ihnen mag in alter Zeit auch in den von dicken Teppichen aus Glockenheide bedeckten, weichen Hügeln von Carrick-A-Reede herumgeschwirrt sein, um das seltsame Treiben der Lachsfischer zu bewachen. In schwindliger Höhe hatten sie zwischen dem Festland und einem vorgelagerten Vogelsinselchen eine Hängeseilbrücke gespannt, um von oben aus mit Netzen die zum Laichen heran schwimmenden Lachsschwärme abzufangen. Als Geländer gab es auf der Brücke nur ein Halteseil. Heute ist die Carrick-A-Reede Ropebridge eine Touristenattraktion, inzwischen viel besser mit Stahlseilen gespannt und mit Geländer versehen, doch immer noch eine wacklige, leicht schwingende Hängepartie, der nicht jeder gewachsen ist. "Wir haben bisher noch jeden wieder hierher zurück befördert", lacht der Wächter am Eingang zur Brücke. "Und wenn es sein muss, dass wir einen Helikopter rufen...", grinst er mit irischem Witz in den Augen. Der Blick vom Vogelinselchen auf den Atlantik und die grünpelzigen Hügel über der Steilküste ist phantastisch.

Romantik in vergessenen Tälern

Von hier aus folgt man einer der schönsten Küstenstraßen Europas, der Antrim Coast Road. Nah und doch fern schimmern die schottischen Hebriden aus einer dunstigen Ozeanwoge auf. Bald klettert die gewundene Straße über hohe Cliffs und schlägt einen Bogen zur Ostküste. Hier liegen die viel besungenen Glens, die neun Täler von Antrim. Ihre Namen wie "Tal der Hecken", "Königin der Glens" oder "Tal des Huflattichs" künden von anmutigen Flecken voller Wildblumen und Vogelgezwitscher. Zehn lange Jahre von 1832 bis 1842 brauchte der Bau der Küstenstraße durch eine monumentale Felsenlandschaft, die zuvor von der Welt vergessen war.

Zehn lange Jahre von 1832 bis 1842 brauchte der Bau der Küstenstraße durch eine monumentale Felsenlandschaft, die zuvor von der Welt vergessen war. Über dem dritten der Täler, Glenarm, ragt ungestüm der Slemish Mountain auf, ein karg wirkender Geselle, dessen Gipfel wie ein zerdrückter Hut aussieht. Dort oben musste der Nationalheilige St. Patrick Patrick als Sklave eines irischen Hochkönigs die Schafe und Schweine hüten. Und auch heute gibt es in diesem Tal nichts als Schafweiden.

Legenden im Pub

Im Städtchen Carnlough an der Küste, das zum Tal der Hecken gehört, gibt es hingegen das romantische Londonderry Arms Hotel, das Winston Churchill gehörte. Und nebenan ein wunderbar dunkles Pub, das Glencloy Inn, mit dunkelgrünen Ledersesseln und einem Mahagonitresen mit vergoldeten Zapfhähnen. Hier erzählt man sich einiges bis der Abend kommt. Auch, dass man, als man zum ersten Mal in Nordirland am Nationalfeiertag des Heiligen St. Patrick endlich eine Parade auf den Slemish Mountain unternehmen wollte. Bei fürchterlichem Wetter zog man es aber vor, zu einer kurzen Kundgebung mit dem Auto bis zum Parkplatz vor dem Berganstieg zu fahren und dann schnellstens ins Pub einzukehren. So bleibt es weiter eine ungewisse Frage, auf welchem Weg es Patrick geschafft haben soll, dem Hochkönig zu entkommen und fortan Irland das Christentum zu predigen. Manches überlässt man in diesem romantischen Stück Land gerne den Legenden.

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