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Chile

Die Republik Chile () grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an , im Nordosten an und im Osten an . Weitab vom Mutterland: die . Siehe auch die und die . Das Land beansprucht einen Teil der Antarktis. Die Amtssprache des Landes ist Spanisch, wobei das in Chile gesprochene Spanisch stark regional gefärbt ist. Die bekannteste indigene Sprache ist Mapudungun der Mapuche in Südchile, daneben sind in Nordchile Aymara und auf der Osterinsel Rapanui verbreitet. Das Land ist sehr katholisch geprägt. Der kirchliche Einfluss auf das gesellschaftliche Leben ist stark zu spüren. Die Hauptstadt des Landes ist .

Chile 1
Foto © Andreas Hollinek

Die UNESCO erklärte bisher drei Plätze in Chile zum . Im Jahr 2000 den Nationalpark Chiloé sowie einen Teil der dort befindlichen Holzkirchen, 2003 das historische Viertel der Hafenstadt sowie 2005 die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke in der Atacamawüste im Norden Chiles. Zum Weltnaturerbe wurden im Jahr 1978 der Nationalpark Torres del Paine und 1995 der auf der Osterinsel ernannt.

, Concepción und bieten die größte Vielfalt an Museen und historischen Plätzen. Zwischen der Kultur in den Städten und auf dem Land gibt es starke Unterschiede. Auf dem Lande spielt die Folklore mit traditionellen Tänzen, wie zum Beispiel dem Nationaltanz "Cueca" eine wichtige Rolle. Das Kunsthandwerk auf dem Lande ist von indigenen Einflüssen stark gekennzeichnet. Hergestellt werden vor allem Web- und Töpferarbeiten, sowie Schnitzereien. Eine wichtige Bedeutung auf dem Land haben die sogenannten "Huasos", eine Art chilenischer Cowboy oder Gaucho. Sie sind auf fast allen Folklorefesten und speziell beim chilenischen Rodeo zu sehen.

Am dichtesten besiedelt ist die Region um Santiago, die auch "región metropolitana" genannt wird. Hier lebt etwa die Hälfte der chilenischen Einwohner. Nach Norden und Süden verringert sich die Bevölkerungsdichte immer stärker. Die chilenische Bevölkerung ist durch einen hohen Grad an Homogenität gekennzeichnet. Die Chilenen mit europäischen Vorfahren und Mestizen bilden einen Großteil der Bevölkerung. Die ursprüngliche Bevölkerung Chiles vor der Kolonialisierung der Spanier waren bzw. sind Mapuche, Aimará und Rapanui.

Chile wird von einer demokratischen Regierung verwaltet, und die Wirtschaft des Landes gilt als die stabilste in ganz Lateinamerika. Der Straßenverkehr hat sich in Chile zum wichtigsten Verkehrsträger entwickelt. Wichtigste und mittlerweile von La Serena bis Puerto Montt als Autobahn ausgebaute Transportachse ist die etwa 3000 Kilometer lange Ruta 5. Diese ist ein Bestandteil der Panamericana. Die gängigste Verkehrsart, um in andere Städte zu gelangen ist der Bus. Es gibt unterschiedliche Anbieter und Komfortklassen.

Ein Großteil des Im- und Exports Chiles wird über große Seehäfen abgewickelt. Die Hauptausfuhrgüter sind Kupfer, Eisen und Zellstoff sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse. Wichtige Häfen gibt es in Antofagasta, Arica, Chañaral, Coquimbo, Iquique, Puerto Montt, Punta Arenas, San Antonio, San Vicente, Talcahuano und Valparaíso. Aufgrund der riesigen Länge von über 4000 km spielt jedoch auch der Flugverkehr eine wichtige Rolle. Die größten Flughäfen besitzen , Puerto Montt, Concepcion, Temuco, Iquique, Antofagasta und Punta Arenas. Der größte Flughafen ist der Comodoro Arturo Merino Benítez Airport in Santiago.

Chile erstreckt sich über 4300 Kilometer in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden und des Pazifischen Ozeans. Zählt man den antarktischen Teil hinzu, sind es circa 8000 Kilometer. Im Gegensatz dazu hat Chile nur eine durchschnittliche Breite von 180 Kilometern. Die chilenischen Anden bilden einen der höchsten Gebirgszüge der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6000 Metern auf. Unter diesen befindet sich der höchste Berg Chiles, der Ojos del Salado mit 6880 Metern, welcher gleichzeitig der höchste Vulkan der Welt ist.

Das Land lässt sich in drei Zonen einteilen: Nord-, Mittel- und Südchile. Nordchile, das auch "großer Norden" genannt wird besitzt viele hohe Berge. Zwischen der Küste und der westlichen Anden-Hauptkette erstreckt sich die Atacama-Wüste. Diese Wüste ist eines der trockensten Gebiete der Erde. Diese Region Chiles ist bei Touristen sehr beliebt. Empfehlenswert ist ein Aufenthalt in San Pedro de Atacama. Dieser Ort ist ein idealer Startpunkt für zahlreiche Exkursionen wie zum Beispiel in das "Valle de la Luna", dem Salzsee "Salar de Atacama", Geysiren, heiße Thermalquellen und Vulkanen. Der Salzsee beheimatet das nationale Reservat "Los Flamencos". In diesem gibt es eine große Anzahl an Flamingos. Die Wüste war in der Vergangenheit für ihre großen Salpetervorkommen bekannt, während dort heute vor allem Kupfer abgebaut wird. Die größte und wichtigste Stadt dieser Region ist die Hafenstadt Antofagasta.

In Mittelchile herrscht ein dem Mittelmeerraum vergleichbares Klima. Diese Region ist sehr fruchtbar und dicht besiedelt. Hier befindet sich die Hauptstadt mit rund 6 Millionen Einwohnern. Daneben sind , ein Seehafen und Sitz des Nationalkongress, , ein beliebter Urlaubsort und Concepción, Zentrum der Landwirtschaft und Industrie von Bedeutung. Untenstehendes Bild zeigt den Strand des Nobel-Ortes Zapallar.

Das sehr dünn besiedelte Südchile, das auch "großer Süden" genannt wird, ist eine äußerst niederschlagsreiche Region. Die Küste ist durch eine Vielzahl vorgelagerter Inseln stark zerklüftet. In der "Región de la Araucaniá" befinden sich wunderschöne Nationalparks: Huerquehue, Villarrica, Nahuelbuta und Tolhuaca. Besonders empfehlenswert ist der Nationalpark Conguillío, der sich durch seine Vielseitigkeit auszeichnet. Die Hauptstadt dieser Region ist Temuco. Noch weiter südlich befindet sich die "Región de los Lagos". Deren Merkmal unzählige Seen sind. Einer der bekanntesten Nationalparks im Süden von Chile ist Torres del Paine. Dieser befindet sich in "Región de Magallanes y de la Antártica Chilena" und ist Teil von Patagonien. Der Nationalpark ist für Touristen sehr gut erschlossen. Er ist geprägt durch wunderschöne Natur, Gletscher, Fjorde und Seen. Südlich des Festlandes befindet sich die Insel Feuerland, die sich Chile mit dem Nachbarland teilt. Auf der Feuerland vorgelagerten Insel Isla Hornos befindet sich mit Kap Hoorn der südlichste Punkt Chiles und .

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Foto © Andreas Hollinek

Insgesamt wird das Klima Chiles stark durch den Humboldt-Meeresstrom entlang der Küste beeinflusst. Dieser fließt von Süden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. Aufgrund der riesigen Ausdehnung von über 4000 Kilometer Länge gibt es in Chile sehr viele Vegetationszonen. In den Steppengebieten sind zum Beispiel Guanakos, Vikunjas und der Huemul beheimatet. Der Chinchilla, ein Nagetier, lebt ebenfalls in gebirgigen Steppenlandschaften, sowie der Puma. Die Wälder werden zum Beispiel bewohnt von Hirschen, Chilenischen Waldkatzen, Füchsen und Kolibris. Humboldt-Pinguine, Pelikane und Mähnenrobben leben selbst an den kalten Küsten Nordchiles. Mähnenrobben und Magellan-Pinguine sowie Nadus leben im Süden. Über fast den ganzen Bereich Chiles ist der majestätische Andenkondor verbreitet, einer der größten Vögel der Welt. Die großen Salzseen beherbergen tausende von Flamingos.

Chilenische Küche

Die chilenische Küche ist keineswegs ein Ableger der spanischen Küche, wie viele vermuten. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Einflüssen. Der Wein in Chile ist von sehr guter Qualität und wird seit vielen Jahren mit großem Erfolg auf den Weltmarkt exportiert. Das Land gehört mittlerweile zu den sechs bedeutendsten Weinproduzenten der Welt. Rebsorten wie und sind im Rotweinsegment weit verbreitet und werden auf verschiedenen Qualitätsstufen produziert. Eine exklusive Rebsorte ist die Carmenère, eine besonders empfindliche Sorte von außergewöhnlicher Qualität.

Eckdaten für Chile

Zeitverschiebung gegenüber Mitteleuropa: –5 Stunden. Einwohner: 17 Millionen, rund die Hälfte davon lebt im Großraum von Santiago de Chile. Hauptstadt: Santiago de Chile. Amtssprache: Spanisch. Währung: Chilenischer Peso. Internationales Kennzeichen: RCH.

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