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Östrogen / Östrogene

Östrogene sind weibliche Sexualhormone und zählen zu den sogenannten Steroidhormonen. Sie werden im Eierstock (Follikel), in der Nebennierenrinde, im Hoden und in der Plazenta gebildet. Im weiblichen Organismus wird je nach vorliegender Zyklusphase unterschiedlich viel gebildet (0,1 - 0,7 mg/Tag), in der Schwangerschaft steigt die Syntheserate auf bis zu 10 mg/Tag, während präpubertär (die Eierstöcke produzieren noch keine Hormone) und in der Postmenopause, sowie beim Mann, äußerst geringe Werte gemessen werden.

An der Regulation der Östrogenausscheidung sind Hormone des Hypothalamus-Hypophysen-Systems (im Gehirn) wesentlich beteiligt. Mittels Blutabnahme kann Ihr Arzt den jeweils aktuellen Östrogenspiegel feststellen (meist Östradiol), dies ist von Interesse: bei Zyklusanomalien, im Zusammenhang mit Störungen der Pubertätsentwicklung, im Rahmen von gewissen Tumorerkrankungen, zur Bestimmung des Ersatzbedarfs in der Postmenopause und zur Kontrolle der medikamentösen Auslösung des Eisprungs.

Östrogenwirkungen

  • Wachstum von Geschlechtsorganen und Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale
  • Spezifische Funktionen im weiblichen Zyklusverlauf und während der Befruchtung
  • Extragenitale Wirkungen, z.B. Minderung der Talgdrüsenaktivität und "weiche Haut", femininer Körperbau, Atheroskleroseschutz, Gerinnungsförderung, usw.

Östrogenverbindungen werden (allein oder in Kombination mit Gestagenen) als Medikamente eingesetzt bei

  • Zyklusstörungen
  • Schmerzhafter Regelblutung
  • Schleimhautverdünnung im Genitaltrakt (lokal als Cremen oder Ovula)
  • Klimakterischen Beschwerden (Juckreiz der Vulva, usw.)
  • Isolierter Endometritis (v.a. postmenopausal)
  • Weiblichem Hochwuchs (selten)
  • Erhöhter Blutungsneigung
  • Drohendem Abort
  • Prostatakarzinom sowie als
  • Pille bzw. Pille danach
  • Postmenopausale Osteoporoseprophylaxe (kritisch, da erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt und Venenthrombosen)
  • Lakatationshemmer, wenn Dopaminagonisten nicht geeignet sind

Mögliche Nebenwirkungen

  • Erhöhtes Thromboembolie-Risiko
  • Erhöhtes Brustkrebsrisiko
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Zyklusanomalien
  • Ödemneigung
  • Brustspannen
  • Vergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie)

Wissenswert im Zusammenhang mit Östrogen

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

Siehe auch

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